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Nachrichten-Archiv 2003
Neues im Mai
Sonys Digital-Bolide: Was ist eigentlich drin? (28. 5. 2003)
Fast macht's richtig: TV-Server komplett digital (28. 5. 2003)
DVD-Brenner: Auch Pioneer auf Plusminus-Pfaden (20. 5. 2003)
Stattlich: Ein großer Plasmaschirm oder vier kleinere (16. 5. 2003)
PAL ist zu gut: Progressive Scan nur auf Bewährung (16. 5. 2003)
Alles so schön bunt hier: LED macht LCD TV-tauglich (2. 5. 2003)
Neues im April
LCD-Panels von Epson: Fliegengitter vom Feinsten (30. 4. 2003)
Philips treibt's bunt: der farbigste Fernseher der Welt (26. 4. 2003)
Umdenken: Digital-Endstufen werden Hifi-tauglich (21. 4. 2003)
DLP verbessert: Spiegel wird platt (14. 4. 2003)
Neues im März
Sie kommen (1): DVD-Player mit DVI-Ausgang (24. 3. 2003)
Sie kommen (2): 576p-Projektoren, die Matterhörner (24. 3. 2003)
Spiegel statt Linsen: NEC projiziert aus sechs Zentimetern (15. 3. 2003)
Wie denn: Blu-ray-Disc schon fertig? (10. 3. 2003)
LCoS: das Comeback des Jahres (10. 3. 2003)
Neues im Februar
2.048 mal 1.080: die neue DLP-Größe (20. 2. 2003)
KFS/WFS: Surround-Revolution ohne Namen (20. 2. 2003)
Blu-ray und Co: Es geht voran (17. 2. 2003)
Neues im Januar
HDTV in Europa: So geht's nicht (27. 1. 2003)
HDTV auf DVD: So kann's gehen (25. 1. 2003)
Vorschlag: SACD und DVD-Audio auf einer Scheibe (8. 1. 2003)
Grundig und der Investor (8. 1. 2003)
Sharp und die wunderbare Welt der LCDs (7. 1. 2003)
Richtig: Samsung bringt LCD mit 54 Zoll (7. 1. 2003)
Nachrichten-Archiv: Meldungen von 2002 (Januar bis Dezember 2002)
Nachrichten-Archiv: Meldungen von 2001 (Januar bis Dezember 2001)
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Sonys Digital-Bolide: Was ist eigentlich drin? Sony macht diesmal richtig Eindruck auf der High-End-Messe in Frankfurt. Als zweite Firma nach Pioneer (siehe Meldung vom 5. 8. 2002) stellt Sony eine Kombination von Player und AV-Vollverstärker vor, bei der alle Musikformate über Firewire übertragen werden können digital endlich, denn die bisher vorgeschriebene analoge Sechskanalverbindung war ein Anachronismus. Vom Super-Audio-CD-Player SCD-XA9000ES gelangen die Daten zum Verstärker TA-DA9000ES, wo sie aufbereitet werden. Und zwar jetzt auch bei Super-Audio mit dringend notwendigen Dingen wie Bassmanagement und Laufzeitkorrektur. Endlich muss man also nicht mehr die Lautsprecher an die Musik anpassen, es geht nun auch anders herum. Die spannendste Frage aber bleibt in allen Sony-Unterlagen über das Gerät bisher unbeantwortet: Was passiert, wenn man es mit einem Pioneer DV-757Ai verbindet und in diesen Player eine DVD-Audio einlegt? Sony ignoriert diese Technik bekanntlich konsequent. Aber: Der i-Link-Eingang ist eigentlich standardisiert, als Firewire und früher IEEE-1394. Er darf auch für Digitalton von DVDs benutzt werden, das DVD-Forum hat ihn freigegeben. Dolby Digital, DTS und so weiter von der DVD werden mit dem TA-DA9000ES also funktionieren. Man sollte annehmen, dass das auch für DVD-Audio gilt. Hat man dieses Format jedoch absichtlich gesperrt, wäre das ein böses Foul. Nicht so sehr an der Konkurrenz, sondern am Kunden. Noch hat niemand diese Frage beantworten können. Es sollte sich jemand auf der High-End mal einen Pioneer-Player ausleihen und damit zu Sony marschieren.
Die zweite Frage zum Inhalt des TA-DA9000ES ist einfacher zu beantworten: Die sieben digitalen Endstufen verwenden die von Sony selbst entwickelte S-Master-Pro-Technik. Das ist eine Pulsbreiten-Modulation (PWM), ähnlich wie bei Texas Instruments (siehe Meldung vom 21. 4. 2003). In anderen Geräten hat Sony schon Digitalverstärker von Tripath verwendet, allerdings in eher billiger Ware; in höherwertigen Subwoofern setzt Sony ICE-Power-Amps von Bang & Olufsen ein. Weil siebenmal 200 Watt noch etwas dürftig sind, sollte man sich den passenden aktiven Bassisten dazu anschaffen, den SA-WX900 mit runden 1.000 Watt.
Ich nehme noch Wetten an: Unterstützt er DVD-Audio oder nicht? (28. 5. 2003)
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Sony TA-DA9000ES: Digitaleingang über Firewire, digitale Endstufen und ein gewaltiger Auftritt. Ab Oktober wird es den AV-Verstärker für rund 4.000 Euro zu kaufen geben. |
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Fast macht's richtig: TV-Server komplett digital. Es war mal ein System, das nannte sich DAT, Digital Audio Tape. Es sollte der Nachfolger der Compact-Kassette werden. Statt dessen wurde es zum Flop, weil sich nämlich herausstellte, dass man auf das digitale Band nicht digital aufnehmen kann. Sind die Verbraucher heute weniger kritisch? Auf DVD-Recorder kann man heute noch nicht digitale Signale direkt aufnehmen es geht nur, wenn sie vorher in analoge Form gewandelt wurden. Digitales Fernsehen kann man digital aufnehmen, dazu gibt es Settop-Boxen mit Harddisc drin; aber man kann die Signale nicht digital archivieren, denn es gibt keinen digitalen Ausgang. Wenn man zum Beispiel eine D-Box auf Linux umbaut und das Digitalsignal übers Netzwerk in einen PC einspielt, kann man von vorn bis hinten vom Empfang bis zum Brennen einer DVD digital bleiben. Doch Bastellösungen sind nicht jedermanns Sache.
Die Fast TV-Server AG in München hat nun eine Lösung in Arbeit. Sie besteht aus einem kleinen Kästchen mit Digitaltuner für Sat-Empfang, der Netzwerk-Variante des TV-Servers TV-S100/200 (siehe Meldung vom 26. 8. 2002) und natürlich einem PC zum Brennen der Archiv-DVD. Der Tuner leitet die Daten über Ethernet an den Server, wo sie auf der Harddisc Platz finden. Ist die voll, kann man die Daten an den Computer überspielen (oder auch direkt ohne TV-Server). Der Tuner wird wohl frühestens zur Funkausstellung im August fertig, es ist noch nicht einmal entschieden, was der zweite Tuner darin empfängt (DVB-T, Kabel?). Das Kästchen wird einen Slot für ein CA-Modul besitzen, so dass man damit auch Premiere empfangen kann. Schon früher wird es die benötigten Programminformationen, den TVTV-Dienst, auf der digitalen Schiene geben, erste Vorführung ist auf der Anga-Cable in Köln vom 3. bis 6. Juni. Allerdings: Digital ist nicht gleich digital Daten aus dem DVB-TV-Standard lassen sich nicht einfach auf DVD brennen, sie müssen erst konvertiert werden. Daran scheitert wohl auch vorläufig die Kombination von Digitaltuner, TV-Server und DVD-Brenner in einem Gerät.
Weil bei mir zuhause analog out ist: Ich bestell' schon mal so eine Kombi, Herr Zahn! (bevor es die Kopierschützer merken. 28. 5. 2003)
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Netzwerk-Tuner von Fast: Der Digital-Tuner (das Kästchen in der Mitte) kann über Ethernet seine Daten zum PC leiten, aber auch mit dem TV-Server TV-S200-N verbunden werden. Das Design ist nicht endgültig, ein Preis steht auch noch nicht fest. |
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DVD-Brenner: Auch Pioneer auf Plusminus-Pfaden. Wenn es noch einer Bestätigung bedurft hätte, dass DVD+RW auf der Siegerstraße fährt, hier ist sie. Auch Pioneer, Erfinder des DVD-R/RW-Formats baut nun einen Brenner, der beide Formate beherrscht, den DVR-A06. Eigentlich, sagt die Firma, sei das nicht nötig, DVD-R sei das dominierende System, aber es hätte halt auf dem Markt ein wenig Verwirrung gegeben und dem wolle man abhelfen. Tatsache ist aber, dass ohne +RW kaum noch ein Computerhersteller die Laufwerke haben wollte, auch wenn sich -R in vielen Tests und Marktstudien als zuverlässig und kompatibel erwiesen hat. Dass sich Pioneer nun ebenfalls für den zuerst von Sony eingeschlagenen Weg entschieden hat, ist ein neuer Schlag für das RAM-Lager und die eisernen Forumstreuen um Panasonic, Hitachi und Toshiba, die sich doch mit Pioneer verbündet hatten (siehe 13. 4. 2001) für sie ist schon das Plus-Zeichen ein Verstoß gegen den Anstand (und trotzdem arbeitet man auch da und dort an Brennern, die alle Formate können, was LG schon geschafft hat, siehe Meldung vom 17. 2. 2003).
Die RAM-Befürworter freuen sich weiterhin am hohen Marktanteil bei DVD-Recordern. Doch auch der könnte bald ins Wanken geraten, wenn nämlich die Hersteller aus Taiwan und China endlich die +RW-Laufwerke von Ricoh bekommen, die ihnen schon länger versprochen worden sind. Dann werden Mustek, Sampo, MET und viele andere den Markt mit Recordern überschwemmen, die deutlich weniger als 500 Euro kosten (warum eigentlich nicht bei Aldi und Netto? Und bei Plus!). Die Referenz-Designs von Cirrus, ESS, Zoran und LSI Logic sind fertig, sogar Philips liefert die benötigten Chips im Komplettpaket nach Fernost.
Es wird langsam Zeit, den Sieger im Streit um das DVD-Recording-Format auszurufen. (20. 5. 2003)
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Pioneer DVR-A06: Die neueste Generation der DVR-Serie von Pioneer brennt DVD+RW mit 2,4-fachem Tempo, DVD+R und DVD-R sogar 4-fach. Zahlreiche Verbesserungen sollen die Sicherheit beim Schreiben erhöhen. |
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Stattlich: Ein großer Plasmaschirm statt vier kleinere. Bruce Berkoff, Marketing-Manager bei LG.Philips-LCD in Korea, bezeichnet Plasmas gerne als "Nischenprodukt"; bei Samsung, selbst einer der Großen im LCD-Business, hält man diese Nische wohl für sehr groß. Denn mit einem 70-Zöller setzt die Firma ab Anfang nächsten Jahres neue Größenmaßstäbe (178 cm Diagonale). Noch nicht einmal Rückprojektoren sind so groß, hier hört es bei 65-Zoll auf. Der neue Schirm ist auch der erste seiner Art, der die volle HDTV-Auflösung von 1.920 mal 1.080 erreicht selbst der hauseigene 63-er zählte nur 768 Zeilen. Gegenüber den bisherigen Modellen hat man auch die Schaltgeschwindigkeit verbessern können: Statt zwei Mikrosekunden kann man jetzt Intervalle von einer Mikrosekunde steuern, was die Bewegungsartefakte verringern und die Darstellung der Graustufen verbessern soll.
Der Riesenschirm ist aber eigentlich nur ein Nebenprodukt der neuen Produktionsanlage, die bei Samsung Anfang 2004 in Betrieb gehen soll. Dort wird man dann erstmalig bis zu vier Panels auf einmal fertigen können, bei Größen von 32 oder 42 Zoll. Das schaff natürlich Produktivitätsvorteile. Denn Samsung SDI, der Hersteller der Bildröhren im Konzern, wetteifert hier mit Samsung Semiconductor, der Halbleitersparte, die sich bei LCDs engagiert hat. Mit Stückzahlen von insgesamt 100.500 Panels pro Monat sieht man weiterhin große Chancen für Plasma.
Größe ist nicht alles, Aber ein guter Maßstab dafür, was eine Firma kann. (16. 5. 2003)
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70-Zoll-Plasma von Samsung: Mit 1,78 cm Diagonale größter Fernseher der Welt sieht man von Stadion-Anzeigetafeln und ähnlichem ab. Auslieferung im ersten Halbjahr 2004, Zielmärkte sind Hotellobbies, Konferenzräume und Flughäfen. Preise sind noch nicht bekannt. |
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PAL ist zu gut: PAL-progressive nur auf Bewährung. Allgemein ist dieser Tage zu hören und zu lesen, das leidige Thema Progressive Scan bei europäischen DVD-Playern, also die Norm 576p oder 625p, sei endlich vom Tisch. Das stimmt, aber nur für ein Jahr. Die DVD Copy Control Association hat im März endlich den Standard verabschiedet, das DVD-Forum hat es zur Kenntnis genommen und sogar die letzte Einspruchsfrist ist verstrichen. Aber im Frühjahr 2004 wird man das Thema erneut behandeln, die Bedenken dagegen sind größer als erwartet. Sie haben zu tun mit einer Grundsatzentscheidung, die von den Hollywoodstudios schon vor rund zwei Jahren getroffen wurde, betreffend vor allem HDTV: Nur digitale Ausgänge, hat man damals festgestellt, lassen sich zuverlässig schützen. Deshalb müssen zum Beispiel Set-top-Boxen für den HD-Empfang in USA in der Lage sein, die analogen Ausgänge auf 480 Zeilen zu beschränken, selbst bei Bildern mit 1.080 Zeilen. Auch bei DVD-Playern ist das Hochskalieren auf 720 oder 1.080 Zeilen nur dann erlaubt, wenn die Ausgabe über Digitalschnittstelle (DVI oder HDMI) passiert. Die Analogausgänge dürfen nicht hochgerechnet werden, mit Ausnahme von 480p, also NTSC-progressive. Diese Norm hat man schon vor der Grundsatzentscheidung genehmigt, nicht zuletzt im Hinblick auf HDTV-Fernseher in den USA, für die das ein passendes Format ist. 576p ist für uns Europäer zwar ebenfalls kein Hochskalieren, aber für den NTSC-Bereich schon. Eine Norm auf einen Regionalcode-Bereich zu begrenzen, ist aber nicht vorgesehen, schließlich hat auch Japan zum Beispiel Code 2, aber NTSC. Die Studios, die 576p so lange blockiert haben, waren also gegen das Hochskalieren generell.
Aktueller Stand ist, dass fast alle Gerätehersteller mit der Auslieferung von PAL-progressive-Playern begonnen haben. Pioneer hat noch einige interne Probleme zu klären, was die Nachrüstung angeht. Nur Panasonic hat noch eine größere Ladung DVD-V75 auf den Weltmeeren schwimmen, die bei Ankunft schon veraltet sein werden, weil nur für 480p ausgelegt. Noch nicht einmal die Frage, ob eine Nachrüstung auf 576p möglich ist, ist eindeutig geklärt. So sehr kann Forums-Treue dem Geschäft schaden.
Dass 2004 PAL-progressive widerrufen wird, ist nun nicht wahrscheinlich. Aber die Diskussion zeigt dreierlei. Erstens: Dass eigentlich nur Bildschirme oder Projektoren mit Digitaleingang (und der Fähigkeit, den Kopierschutz HDCP zu verstehen) wirklich zukunftsicher sind. Zweitens: Dass es kein Witz war, als Artisan das Format 1.024 mal 576 auf der "Standing in the Shadows of Motown"-DVD (in Windows Media 9) als HDTV bezeichnete. Und drittens: Die Leute, die für die Studios in der DVD CCA entscheiden, sind so von gestern, dass sie immer noch in Kategorien denken, die im Rechtsstreit Hollywood gegen Betamax vor 30 Jahren entstanden sind; dass DVD-Kopien praktisch ausschließlich per PC hergestellt werden, scheint ihnen bis heute verborgen geblieben zu sein.
Die sind so hinterher, würden US-Kollegen spotten, die versuchen immer noch, Karten für Woodstock zu bekommen. (16. 5. 2003)
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Toshiba MT-500: Sind 1.024 mal 576 Pixel schon HDTV? Microsoft sagt ja, Hollywood denkt noch drüber nach. Der Projektor ist optimiert für PAL-Auflösung und kommt im Juni für 4.000 Euro; es ist eine Gemeinschaftsentwicklung von Toshiba, Benq und Mitsubishi (siehe auch Meldung vom 24. 3.). Europapremiere war auf dem Beamertreffen in Kaarst. |
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Alles so schön bunt hier: LED macht LCD TV-tauglich. LCD-Schirme stehen erst am Anfang ihrer Entwicklung zumindest was ihren Einsatz als Fernseher angeht. Einen großen Schritt vorwärts in der Bildqualität wird die Hintergrundbeleuchtung mit Leuchtdioden (LED) bringen. Ihr Markteinsatz wird am nächstem Jahr erwartet. Mehr darüber auf einer neuen Spezialseite. (5. 5. 2003)
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LCD-Panels von Epson: Fliegengitter vom Feinsten. Eine Firma, die es schafft, den Projektormarkt zu weiten Teilen zu beherrschen, ist schon eine nähere Betrachtung wert. Bei LCD-Projektoren zumindest hat Epson mit seiner Hochtemperatur-Polisilizium-Technik alle anderen Verfahren verdrängt und liefert rund 80 Prozent der Panels. Was diese Firma plant, bestimmt also den Markt. Ein Blick hinter die Kulissen der Fabrik von Suwa Minami zeigt unter anderem neue, noch kleinere Panels, mit denen Beamer für 1.000 Euro möglich werden; und er zeigt Anzeichen für erste Projektoren mit voller HDTV-Auflösung. Mehr darüber im Epson-Spezial mit dem Titel "Fliegengitter vom Feinsten".
Mehr über Projektoren am kommenden Wochenende beim Beamertreffen in Kaarst; da muss ich hin. (30. 4. 2003)
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Philips treibt's bunt: der farbigste Fernseher der Welt. Die richtige Darstellung von Farben ist bei elektronischen Bildern eine heikle Sache. Bis heute kann kein Bildschirm oder Projektor wirklich alle Töne des sichtbaren Spektrums wiedergeben; etwas kleiner als dieses Spektrum ist der Bereich der in der Natur vorkommenden Farben, doch auch der umfasst Dinge wie Gold oder Purpur. Einen noch wesentlich kleineren Ausschnitt stellt der Farbumfang des Fernsehens dar. Er ist auf das abgestimmt, was man mit den Phosphormischungen einer Bildröhre wiedergeben kann, liegt also deutlich unter dem Farbumfang von 35-mm-Film. Trotzdem wären viele Hersteller von Projektoren oder LCD-Monitoren froh, wenigstens das Röhren-Spektrum erreichen zu können. Philips dagegen behauptet nun, mit herkömmlichen Projektionslampen nie gesehene Farben auf den Bildschirm oder die Leinwand bringen zu können. Denn das Dilemma bisher liegt in der Filterung, die immer ein Kompromiss zwischen Lichtleistung und Farbreinheit ist: Um zum Beispiel Rot exakt zu treffen, muss man alle Blau- und Gelb-Anteile herausfiltern; tut man das, bleibt nur ein sehr schmalbandiger Anteil übrig lässt das Rotfilter mehr durch, ist reines Rot schon nicht mehr möglich, der Farbton tendiert meist in Richtung Orange.
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Genoa-Logo: magenta, blau, cyan, grün, rot und gelb vereint. |
Philips will dieses Problem dadurch lösen, dass man mehr als drei Farben filtert. Zusätzlich zu Rot, Grün und Blau wird Philips auch Filter für Cyan und Gelb einführen. Damit können die einzelnen Töne sortenreiner werden, und auch die Möglichkeiten für Mischtöne werden viel größer. Die Technik dazu soll von der israelischen Firma Genoa Color Technologies kommen, einer kleinen Firma in Herzlia (oder Herzelia), die ihr Verfahren im Mai erstmals auf einer Konferenz öffentlich demonstrieren will (bei der Society of Information Display). Techniker, die es schon mal gesehen haben, geraten ins Schwärmen: "Purpur ist purpur und sogar Gold lässt sich darstellen", so Philips-Manager Joep Thomassen. Eingesetzt werden soll die Genoa-Technologie erstmalig in LCoS-Fernsehern der Holländer; ob man dann mit fünf statt drei rotierenden Prismen (siehe Meldung vom 8. 2. 2001) arbeiten will oder vielleicht mit einem Prisma zwei Farben erzeugen kann, ist noch geheim. Ein Problem gilt es freilich zu bedenken: Alle elektronischen Bilder sind auf die Displays von heute abgestimmt (oder auf die von Gestern, die Röhre), eine Übertragung eins zu eins auf den erweiterten Farbraum würde zu Fehlfarben führen. Hier gilt es eine Farbraum-Konversion zu entwickeln, die vorsichtig mit den neuen Möglichkeiten umgeht, aber sie auch nicht verschenkt. Ein Verfahren dafür hat sich Laser-TV-Entwickler Christhard Deter (Ex-VEB Zeiss Jena, Ex-Schneider) patentieren lassen; auch Laser oder Leuchtdioden können wesentlich mehr Farben darstellen als Röhren. Man wird in absehbarer Zeit darüber nachdenken müssen, den Farbraum elektronischer Bilder deutlich zu erweitern.
Beispiel: Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, warum man zwar die deutsche Fahne als Schwarz-Rot-Gold bezeichnet, sie aber immer Gelb statt Gold enthält? Weil Gold in medialer Darstellung, egal ob Print oder TV, immer nur ein schmutziges Gelb ist. (26. 4. 2003)
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Magisches Dreieck: Innerhalb dieses Raumes bewegen sich die Farben des sichtbaren Spektrums. In der Mitte ist Weiß zu finden, die Mischung aus allen spektralen Anteilen. Die gebogene Außenlinie besteht aus den reinen Farben, die nur eine einzige Wellenlänge haben. Der sRGB-Bereich entspricht in etwa dem für PAL vorgeschriebenen Farbraum. NTSC ist dagegen mehr in Richtung Grün verschoben. |
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Umdenken: Digital-Endstufen werden Hifi-tauglich. Seit der Funkausstellung 1999 sind digitale Endstufen ein Thema in Hifi-Kreisen; damals stellte Sharp den ersten Stereo-Verstärker in Einbit-Technik vor (siehe IFA-Report 1999). Den Durchbruch hat das Verfahren bis heute nicht so richtig geschafft, noch immer dominieren in hochwertigen AV-Systemen die analogen Kaliber; in Kompaktanlagen, DVD-Receivern und aktiven Subwoofern überwiegen dagegen bereits die Digital-Amps. Vorteil der digitalen Technik: Leistung wird nur dort benötigt, wo auch Lautstärke erzeugt wird, weshalb Wirkungsgrade von 80 bis 90 Prozent möglich sind statt 30 bis 50 Prozent bei analogen Verstärkern. Das hat zur Folge, dass weniger Strom gebraucht wird, weniger Hitze abzuführen ist und damit weniger Masse verbaut werden muss. Nachteile: Die Reaktion der digitalen Schaltungen entspricht nicht den analogen Kurven, die für optimale Wiedergabe benötigt werden ähnlich ist es bekanntlich bei digitalen Displays wie DLP oder Plasma. Zudem sind diese Endstufen empfindlich auf falsche Verkabelung und produzieren ungeschirmt Störsignale wie ein Langwellensender.
Als erster Hersteller aus der klassischen HiFi-Ecke wagt sich Onkyo mit einer Siebenkanal-Endstufe in digitaler Technik auf den Markt, dem Modell DTA-7 aus der Integra-Reihe (dazu gehören der AV-Controller DTC-7 und der Player DPS-1). Onkyo nutzt die PWM-Technologie von Texas Instruments, also Pulse Width Modulation oder Pulsbreiten-Modulation, bei der es auf die Zeitdauer des Einschaltens ankommt; die PDM-Technologie, Pulse Density Modulation, setzt dagegen auf die Häufigkeit immer gleich großer Impulse. PWM in dieser Form hat den Vorteil, dass sich Digitalsignale von CD oder DVD direkt umrechnen lassen dank des so genannten Equibit-Verfahrens. Bei anderen Digitalendstufen muss das Signal vorher auf die analoge Ebene gewandelt und dort den Besonderheiten der Amps angepasst werden. Equibit entstand bei Toccata Technology und wurde mitsamt dieser Firma von Texas Instruments im März 2000 aufgekauft. Auch Hans Georg Herrmann, der Entwickler des Sonovisions-Projekts (siehe auch Audiovision 2/2003), schwört auf Equibit. Er demonstriert, dass eine 200-Watt-Endstufe (an vier Ohm) in eine Hand passt, mit zusätzlichen Kühlkörpern bringt sie sogar 300 Watt.
Die Abmessungen zeigen, wohin die Reise für Endstufen geht: hinein in die Lautsprecher, weg von den Dickschiffen. Bei aktiven Boxen liegt dann auch die Funkübertragung der Daten auf der Hand. Nächster Schritt wären mehrere Endstufen in einem Lautsprecher und eine Trennung der Frequenzbereiche auf digitaler Ebene. Das Bild einer AV-Anlage wird sich also gründlich wandeln in nächster Zeit, hin zu mehr Wohnraumfreundlichkeit bei bestem Klang.
Die Fraktion, die Klangqualität nach dem Gewicht der Endstufen und der Boxengröße beurteilt, wird trotzdem nicht so schnell aussterben. (21. 4. 2003)
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Onkyo Integra DTA-7: Äußerlich wie immer, doch im Inneren der Siebenkanal-Endstufe arbeiten digitale Bauteile nach dem PWM-Verfahren. Dank des selbst entwickelten Vector-Linear-Verfahrens soll die Klangqualität der sieben 120-Watt-Endstufen mit analogem Amps mindestens mithalten können. Vorerst nur in Japan für rund 350.000 Yen. |
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Digital-Endstufe: Im deutschen Sonovisions-Projekt entstehen auf PWM-Basis extrem leistungsfähige Verstärker: hier der Prototyp eines 200-Watt-Bauteils. |
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Nachrichten-Archiv: Meldungen von 2002 (Januar bis Dezember 2002)
Nachrichten-Archiv: Meldungen von 2001 (Januar bis Dezember 2001)
Nachrichten-Archiv: Meldungen von 2000 (Januar bis Dezember 2000)
Nachrichten-Archiv: Meldungen von 1999 (August bis Dezember 1999)
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