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Nachrichten-Archiv 2003
Neues im Juli
Dreichip-DLP: jetzt im Breitformat (12. 7. 2003)
HDTV-Camcorder: Neues Leben auf DV (8. 7. 2003)
Neues im Juni
DVD-Recorder: Dual-Layer kommt doch noch (23. 6. 2003)
HDTV-Forum: Immerhin, man redet (23. 6. 2003)
Sony Qualia: der SXRD-Projektor und mehr (10. 6. 2003)
Projektoren-Premieren: 1.080 Zeilen und 999 Dollar (9. 6. 2003)
HDTV live: elf Jahre später ... (6. 6. 2003)
Neues im Mai
Sonys Digital-Bolide: Was ist eigentlich drin? (28. 5. 2003)
Fast macht's richtig: TV-Server komplett digital (28. 5. 2003)
DVD-Brenner: Auch Pioneer auf Plusminus-Pfaden (20. 5. 2003)
Stattlich: Ein großer Plasmaschirm oder vier kleinere (16. 5. 2003)
PAL ist zu gut: Progressive Scan nur auf Bewährung (16. 5. 2003)
Alles so schön bunt hier: LED macht LCD TV-tauglich (2. 5. 2003)
Neues im April
LCD-Panels von Epson: Fliegengitter vom Feinsten (30. 4. 2003)
Philips treibt's bunt: der farbigste Fernseher der Welt (26. 4. 2003)
Umdenken: Digital-Endstufen werden Hifi-tauglich (21. 4. 2003)
DLP verbessert: Spiegel wird platt (14. 4. 2003)
Neues im März
Sie kommen (1): DVD-Player mit DVI-Ausgang (24. 3. 2003)
Sie kommen (2): 576p-Projektoren, die Matterhörner (24. 3. 2003)
Spiegel statt Linsen: NEC projiziert aus sechs Zentimetern (15. 3. 2003)
Wie denn: Blu-ray-Disc schon fertig? (10. 3. 2003)
LCoS: das Comeback des Jahres (10. 3. 2003)
Neues im Februar
2.048 mal 1.080: die neue DLP-Größe (20. 2. 2003)
KFS/WFS: Surround-Revolution ohne Namen (20. 2. 2003)
Blu-ray und Co: Es geht voran (17. 2. 2003)
Neues im Januar
HDTV in Europa: So geht's nicht (27. 1. 2003)
HDTV auf DVD: So kann's gehen (25. 1. 2003)
Vorschlag: SACD und DVD-Audio auf einer Scheibe (8. 1. 2003)
Grundig und der Investor (8. 1. 2003)
Sharp und die wunderbare Welt der LCDs (7. 1. 2003)
Richtig: Samsung bringt LCD mit 54 Zoll (7. 1. 2003)
Nachrichten-Archiv: Meldungen von 2002 (Januar bis Dezember 2002)
Nachrichten-Archiv: Meldungen von 2001 (Januar bis Dezember 2001)
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Dreichip-DLP: jetzt im Breitformat. Barco aus Belgien stellt als erster Hersteller DLP-Projektoren mit drei HD2-Chips vor, die Modelle CineVersum 110 und 120. Zweiter Anbieter wird Digital Projection mit dem Typ Mercury HD sein. Nach den Vorstellungen von DLP-Produzent Texas Instruments soll das die neue High-end-Kategorie werden, aus verschiedenen Gründen. Erstens: Es entfällt der Regenbogen-Effekt, das Farbblitzen, das bei Einchip-Projektoren wegen der zeitversetzen Farbauszüge nie ganz zu vermeiden ist. Zweitens haben die Chips dreimal soviel Zeit für die Darstellung von Helligkeitsstufen, was für die feinere Abstufung bei dunklen Tönen sehr wichtig ist. Deswegen sind im Digitalkino ausschließlich Dreichip-Geräte möglich. Drittens kann DLP dann im Helligkeitswettbewerb dann wieder mit LCD mithalten oder sehr guten Kontrast liefern, ohne gleich auf Röhrenniveau zu leuchten. Und viertens: Die Einchip-Projektoren mit dem HD2-Chip (1.280 mal 720 Pixel) werden immer günstiger, da muss ein neues Angebot ganz oben her. Mit wenigen Ausnahmen bewegen sich die Preise bei den Einchip-Projektoren mit dem 720-Zeilen-Chip in Richtung 8.000 Euro. Wenn im Herbst noch der Optoma H76 und der Samsung SP-H700 (optimiert von Joe Kane) kommen, wird der Druck noch zunehmen. 6.000 Euro für einen HD2-Projektor sind mittelfristig realistisch und 2.500 Euro für einen LCD-Projektor mit gleicher Zeilenzahl, etwa den Sanyo PLV-Z2.
Für die Barcos wird man mit Einstiegspreisen in Richtung von 20.000 Euro rechnen müssen, zumindest für das Modell Cineversum 120, das nur zusammen mit dem "Master"-Videoprozessor funktioniert; Digital Projection wird ähnlich viel Geld verlangen, also nur etwas unterhalb des Panasonic PT-D7500, dem günstigsten 4:3-Dreichipper. Das Modell 110 von Barco wird wohl die Videoelektronik an Bord haben und damit etwas günstiger. Man darf annehmen, dass sie eine nominelle Lichtleistung von rund 2.000 Ansi-Lumen liefern, also etwa das Doppelte des vergleichbaren Einchip-Geräts. Spezifikationen sind noch nicht veröffentlicht. Ebenfalls neugestaltet ist das Modell Cineversum 80 (siehe 15. 4. 2002), das mit HD2-Chip höheren Kontrast und mit Wechseloptik mehr Flexibilität bietet. Dazu kommt eine einfacherer Projektor namens Cineversum 70, wahrscheinlich ein 80er ohne Zwang zum Master-Prozessor. Und ein Cineversum 60, ein weiterer Matterhorn-Beamer (siehe Meldung vom 24. 3. 2003), also mit 1.024 mal 576 Pixeln (nach den weitgehend baugleichen Toshiba MT-500, Infocus 5700 und Mitsubishi LVP-D1208, wozu noch der Runco CL-510LT und der Vidikron Vision 20ET kommen). Mittelfristig wird auch Dreichip-DLP nicht auf so exklusivem Preisniveau bleiben; Texas Instruments arbeitet mit Delta aus Taiwan an einer günstigeren Realisierung dieses Konstruktionsprinzips.
Ob die High-end-Strategie von TI und den Projektor-Herstellern fürs Erste aufgeht, steht auf einem anderen Blatt. Denn mit dem Qualia-Projektor platziert Sony einen harten Konkurrenten in dieser Preisklasse, der immerhin volle HDTV-Auflösung hat (siehe auch Meldungen vom 9. und 10. 6. 2003). Pixelzähler werden sich natürlich davon stark beeindrucken lassen. Ob 1.920 Bildpunkte aber wirklich ein besseres Bild machen, steht auf einem anderen Blatt.
Und im September kommt sowieso der Laserprojektor, steht im AVS-Forum. (12. 7. 2003)
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Barco CineVersum 120: Der erste Projektor mit drei DLPs im 16:9-Format. Technische Details sind noch nicht bekannt. Er wird auf jeden Fall mehr Licht liefern, aber auch bessere Darstellung dunkler Farbtöne. |
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HDTV-Camcorder: Neues Leben auf DV. Während die Branche darüber diskutiert, ob die Camcorder zukünftig mit DVDs, mit Festplatten oder gar mit Speicherkarten arbeiten werden, bekommt die betagte DV-Kassette spektakuläre Aussichten. Vier Firmen, nämlich JVC, Sharp, Canon und Sony, haben gemeinsam eine Norm für HDTV-Camcorder festgelegt. Vorreiter war JVC mit dem Camcorder GR-HD1 (siehe Meldung vom 1. 10. 2002). Der HDV-Standard, so der vorläufige Name, geht allerdings über das hinaus, was JVC in diesem Modell realisiert hat. Neben der 720p-Norm ist auch die Aufzeichnung mit 1.080 Zeilen möglich, allerdings im Halbbildverfahren (1080i). Vorgesehen sind im Einzelnen:
| Zeilen |
Pixel |
progressive Scan
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Hertz |
Datenrate |
| 720 |
1.280 |
progressive
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25 |
19 Mbit/s |
| 720 |
1.280 |
progressive
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30 |
19 Mbit/s |
| 720 |
1.280 |
progressive
|
50 |
19 Mbit/s |
| 720 |
1.280 |
progressive
|
60 |
19 Mbit/s |
| 1.080 |
1.440 |
interlaced
|
50 |
25 Mbit/s |
| 1.080 |
1.440 |
interlaced
|
60 |
25 Mbit/s |
Verwendet wird MPEG-2 im MP@H-14-Verfahren, also Main Profile im zweithöchsten Level, nämlich dem bis 1.440 Pixel pro Zeile. Wie bei Standard-Auflösung auf DV wird im Komponentenformat 4:2:0 komprimiert, also mit reduzierter Farbbandbreite. Da für 50 und 60 Hertz bei 720p die gleiche Datenrate geplant ist wie für 25 und 30 Hertz, ist anzunehmen, dass hier wie beim JVC-Camcorder nur mit einer Bildverdoppelung oder bestenfalls Interpolation ausgabeseitig gearbeitet werden soll; für schnellere Bewegungen ist dann auf jeden Fall das jeweilige 1080i-Format besser. Erfreulich auf jeden Fall, dass man von Anfang an auch an die 50-Hertz-Länder gedacht hat. Der Ton in Stereo funktioniert gemäß Layer-2 von MPEG-Audio bei 384 kbit/s.
Wer nicht dabei ist: Von den großen Camcorder-Herstellern fehlen in der HDV-Gruppe Panasonic, Hitachi und Samsung. Man darf vermuten, dass die ersten beiden Firmen gemeinsam an Geräten auf Blu-ray-Basis arbeiten, vielleicht sind auch die Koreaner mit im Boot. Darüber hinaus will Panasonic demnächst einen Profi-Camcorder zeigen, der auf vier SD-Karten von jeweils 16 Gigabyte, also 64 GB, HDTV aufzeichnet.
Was eine richtige HDTV-Kamera ist, die hat übrigens 4.320 Bildzeilen. (8. 7. 2003)
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Thomson Viper: Diese Kamera hat 1.920 Bildpunkte auf jeder der 4.320 Bildzeilen; wertet der Sensor vier Zeilen zusammen aus, ergeben sich daraus 1.080 Zeilen, fasst er sechs zusammen, werden es 720 Zeilen. Bei nur drei Zeilen kann er sogar 1.920 mal 1.080 im Cinemascope-Format (2,37:1) aufnehmen. |
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DVD-Recorder: Dual-Layer kommt doch noch. Vor mehr als zwei Jahren war Villingen eine Reise wert. Damals zeigte Thomson, woran in seinem dortigen Labor auf dem ehemaligen Saba-Gelände, gearbeitet wird. Die interessantesten Exponate waren ein Blu-ray-Disc-Prototyp, der damals noch DVR-blue hieß, und ein Dual-Layer-DVD-Recorder im +RW-Verfahren. Beide Prototypen hatten insofern etwas miteinander zu tun, als die Thomson-Entwickler ihre Dual-Layer-Technologie auch im Blu-ray-Standard unterbringen wollten wenn nicht Panasonic kurzfristig in diesen Zug eingestiegen und seine eigene Dual-Layer-Technologie mitgebracht hätte (siehe Meldungen vom 19. 2. 2002 und vom 11. 3. 2001). Auf der Funkausstellung 2001 zeigte Thomson dann einen DVD-Recorder, der angeblich mit dem Dual-Layer-Brenner arbeitete und nebenbei auch noch eine Harddisc an Bord hatte. Das Gerät kam aber nie auf den Markt. Und Philips als +RW-Besitzer winkte ab.
Doch nun scheint sich die Vernunft durchzusetzen. Denn ein DVD-Recorder, der auf zwei Schichten aufnehmen kann, ist extrem vernünftig. Man braucht nämlich ordentlich Datenrate, damit einigermaßen gute Bilder heraus kommen; speziell bei nicht so perfektem Ausgangsmaterial leistet der MPEG-Encoder Schwerstarbeit. Aber mehr als zwei Stunden sind dann nicht drin, denn DVD-Rohlinge bieten nicht mehr als 4,7 Gigabyte, wie man sie nicht dreht oder wendet (und wer will das schon). Ein Dual-Layer-Rohling dagegen kann bis zu 8,5 GB bereit stellen, etwa so viel, wie eine doppelschichtige DVD-ROM. Man kann also endlich auch einen Pro7-Spielfilm in guter Qualität aufnehmen, der samt Werbepausen fast drei Stunden dauert, und danach die Spots als zu überspringende Stellen markieren.
Das Problem bei Dual-Layer+RW ist vor allem die Kompatibilität. Philips will unbedingt, dass alle Discs mit dem Pluszeichen auf möglichst allen aktuellen Playern laufen. Das ist keine große Schwierigkeit bei DVD+R, denn hier lassen sich die organischen Materialien den zwei unterschiedlichen Reflexionsgraden anpassen (bei Dual-Layer-Scheiben ist die eine Schicht halbtransparent und reflektiert nur einen geringen Teil des Lichts, die andere Schicht reflektiert fast alles). Die DVD+RW dagegen arbeitet mit Phase-Change-Material, das ähnlich stark reflektiert wie die halbtransparente Schicht einer DVD-ROM/DVD-Video. Es ist vorläufig noch das Geheimnis der Villinger Forscher, wie sie damit zwei unterschiedliche Reflexionseigenschaften hinbekommen wollen. Aber es soll funktionieren, in etwa so gut wie bei der Einschicht+RW. Auf der nächsten Funkausstellung wollen Philips und Thomson den neuen Standard vorstellen.
Und alle Raubkopierer dieser Welt warten nun gespannt auf einen Dual-Layer-Brenner für den PC. (23. 6. 2003)
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Thomson-Prototyp: Auf der IFA 2001 stand dieser DVD-Recorder, der angeblich schon mit einem Dual-Layer-Laufwerk arbeitete; daneben war auch eine Festplatte eingebaut. Neuer Auftritt auf der nächsten Funkausstellung? |
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HDTV-Forum: Immerhin, man redet. Nach langem Schweigen ist es schon ein Fortschritt, dass in Deutschland mal wieder über HDTV gesprochen wird. So wie beim Medienforum NRW und der angegliederten Mediavision Cologne (Kölner Messe, 23. bis 25. 6. 2003). Und gelegentlich hört man auch interessante Stellungnahmen, so etwa von Albrecht Ziemer, Produktionsdirektor und Technikchef des ZDF: Es bestünde "Handlungsbedarf bei den Programmveranstaltern" in Sachen hochauflösendes Fernsehen, konstatierte er. Noch vor einigen Monaten vertrat er die Ansicht, HDTV passe nicht in die Landschaft. Eine Chance sieht er allerdings frühestens zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Da die englischen Sender vehement auf 16:9-Material drängten, sollte man bei dieser Gelegenheit gleich in hoher Auflösung produzieren; technisch sei das ZDF dafür gerüstet. Dass man nicht so lange warten muss, versprach ein Panasonic-Vertreter bei der gleichen Gelegenheit: Die Firma werde auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) Ende August auf ihrem Messestand HDTV live über Satellit zeigen, aufgenommen mit Broadcast-Equipment aus dem eigenen Hause und empfangen mit einer neuen Set-top-Box, die HD-fähig ist.
Davon war, der Hinweis sei gestattet, hier schonmal die Rede: im November 2000. (23. 6. 2003)
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Sony Qualia: der SXRD-Projektor und mehr. Schon wieder, wie bei der Blu-ray-Disc legt es Sony drauf an, mich Lügen zu strafen. In Japan wurde heute eine neue Produktserie mit dem Namen Qualia vorgestellt; die entsprechende Webseite heißt www.sony.co.jp/qualia. Dazu gehört auch der Projektor, über den seit der Vorstellung der SXRD-Technologie, der Sony-Variante des LCoS-Prinzips, viel spekuliert wurde. Dieses Gerät soll in Japan schon am 1. August zu kaufen sein, also noch vor dem Sanyo PLV-HD10 (siehe Meldung von gestern); damit wäre er das erste Modell mit voller HDTV-Auflösung bei einem digitalen Projektor (wenn man Röhren als analog einstufen will). Der Qualia Q004-R1 soll rund 3.000:1 Kontrast bieten, dank erstmaliger Verwendung einer Xenon-Lampe ein videogerechtes Farbspektrum aufweisen und 40 Kilogramm wiegen. Mit 2.400.000 Yen, etwas weniger als 18.000 Euro, liegt er im Rahmen der Erwartungen.
Zur Qualia-Reihe gehören außerdem eine SACD-Boxen-Kombi, ein Röhrenfernseher und eine Digital-Fotokamera. Sony Deutschland quält sich noch ein wenig mit dem Namen und den Produkten es wird in Köln noch über die Einführung diskutiert. Bemerkenswert ist freilich zweierlei: Sony hat zurückgefunden zur Produktqualität; ein Sony-Gerät muss technisch, nicht nur vom Design her etwas Besonderes bieten. Und: Die Strategie, sich über außergewöhnliche Produkte ("Wow!") zu profilieren, hatte zuletzt nur Samsung konsequent verfolgt und umgesetzt.
Nichts gegen Marketing und schönes Aussehen; aber außergewöhnliche Technik ist durch nichts zu ersetzen. (10. 6. 2003)
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Sony Q004-R1: Der Projektor in LCoS-Technik sieht ungewöhnlich aus, und liefert mit seiner Xenon-Lampe farbkorrekte HDTV-Bilder. Über einen Import nach Deutschland ist noch nicht entschieden (fragen Sie bei Sony in Köln nach Suzan Scheffen). |
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Sony Q007-SCD und Q007-SSS: Der SACD-Player hat zwei Digitalendstufen schon eingebaut; die Lautsprecher sind mit sechs Ultra-Hochtönern ausgerüstet, um möglichst breit abzustrahlen. Der Player kostet 80.000 Yen, das Boxen-Paar 70.000 Yen. |
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Projektoren-Premieren: 1.080 Zeilen und 999 Dollar. Seit mehr als einem Jahr wurde unter Projektorspezialisten über zwei Fragen heftig debattiert: Wer bringt das erste Gerät mit voller HDTV-Auflösung, also 1.080 Zeilen bei 1.920 Bildpunkten? Und wer wird erstmalig in einem neuen Gerät die Schwelle von 1.000 Dollar unterbieten? Beide Fragen wurden jetzt praktisch zeitgleich beantwortet, nämlich auf der Infocomm in Orlando, Florida. Der Sieger bei den HDTV-Projektoren heißt Sanyo mit dem Modell PLV-HD10, basierend auf den 1,6-Zoll-Panels von Epson (siehe mein Spezial zu Epson-LCDs). Ein PLV-90 ist es nicht geworden, denn Sanyo siedelt das Modell in der Profischiene an: 6.000 Ansi-Lumen aus vier UHP-Lampen bei 30 Bit Farbtiefe, 1.000:1 Kontrast bei serienmäßig videokorrekter Farbtemperatur von 6.500 Grad Kelvin, das prädestiniert den großen Sanyo fast schon für elektronisches Kino oder zumindest, siehe Meldung von vor drei Tagen, für HDTV im Kino, für Fußball, Boxen, Werbung und so weiter. Das Gerät wird ab Oktober 2003 ausgeliefert, der Preis wird im hoch fünfstelligen Bereich liegen (also nicht 10.000 Euro). Zeitgleich zur Infocomm zeigte Sony abermals ein Technologie-Muster seines SXRD-Verfahrens (siehe LCoS-Spezial) auf der HE-Show in San Francisco. Der erste Projektor damit wird ebenfalls die volle HD-Pixelzahl haben, dafür aber wesentlich günstiger sein; meine letzten Information sagen, dass er etwas unter 20.000 Dollar kosten wird aber nicht Euro, hier sieht man vorerst keinen Markt dafür. Ein erstes bezahlbares Gerät für Europa könnte auf der Funkausstellung im August stehen, und zwar von Toshiba. Dort wird man den Hitachi-Chip mit 1.080 Zeilen auch für Frontprojektion einsetzen (den Rückpro gibt es schon in USA), als Abrundung der Modellpalette nach oben. MT-900 wäre doch ein schöner Name dafür.
Bei der 1.000-Dollar-Frage ist der Sieger nicht so eindeutig. Natürlich gab es schon Auslaufmodelle zu diesem Preis, es gab im März den NEC VT460 für 995 Dollar, allerdings nur für Schulen in USA. Erstes offiziell dreistellig kalkuliertes Produkt ist der Epson EMP-S1, ein Gerät aus der Multitainment-Kategorie, also für Schulen, Präsentationen und Unterhaltung gleichermaßen geeigneten Projektor. Nicht zufällig arbeitet er mit den kleinsten LCDs, die Epson zurzeit baut, nämlich den 0,5-Zoll-SVGA-Panels. Dass trotzdem aus einer 130-Watt-Lampe 1.200 Ansi-Lumen rauskommen, liegt am Multi-Lens-Array, einem Linsenraster, das das Licht auf die transparenten Teiles des Panels fokussiert diese Arrays waren bisher teuren Geräten vorbehalten. Es wäre aber nicht ganz richtig, jetzt LCD zum Sieger dieses Wettbewerbs zu küren, denn Infocus hat kurzerhand den Preis seines DLP-Modells X1 auf 999 Dollar gesenkt; das Gerät heißt jetzt Screenplay 4800 und unterscheidet sich vom X1 nur durch die Vorab-Einstellung, etwa auf 16:9 statt 4:3 und auf Video-Farbwiedergabe. Noch nicht beantwortet ist die 1.000-Euro-Frage, denn der Epson S1 soll hierzulande rund 1.400 Euro kosten. Damit es 1.000-Euro-Produkte gibt, braucht es wahrscheinlich das noch nicht vorgestellt 480p-D4-Panel von Epson warten bis zur Funkausstellung, bitte. Trotz der zurzeit für Europa günstigen Wechselkurs-Entwicklung ist immer zu bedenken: US-Preise werden ohne Verkaufssteuer angegeben, und die Vertriebskosten in Euro-Land sind immer noch wesentlich höher als in Ami-Land.
Es sind die vielgeschmähten Brüsseler Bürokraten, die daran arbeiten, aus Europa einen einheitlichen Markt zu machen nur wenn sie Erfolg haben, können wir mit US-Preisen rechnen. (9. 6. 2003)
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Sanyo PLV-HD10: Der erste LCD-Projektor mit voller HD-Auflösung ist für digitale Kinos und ähnliches gedacht. Auslieferung wahrscheinlich im Oktober. |
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Epson EMP-S1: Der offizielle Sieger im 1.000-Dollar-Rennen kostet in Europa 1.400 Euro; er ist für Schulen, Büros und auch fürs Wohnzimmer geeignet. |
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HDTV live: elf Jahre später ... Falls Sie morgen zufällig in Kopenhagen sind und im Imperial Bio "Matrix Reloaded" anschauen wollten: Die Vorstellungen um 15.15 und um 18.30 Uhr fallen aus. Statt dessen gibt es technisch Gleichwertiges, nämlich die ersten europäischen HDTV-Übertragungen seit den Olympischen Spielen von Barcelona 1992. Statt des unsäglichen Grand Prix der Eurovision sendet Alfacam, eine belgische Produktionsfirma in Zusammenarbeit mit der skandinavischen TV-Gruppe Modern Times Group, das Fußballspiel zwischen Dänemark und Norwegen, bei dem es um die Qualifikation zur Europameisterschaft 2004 geht. Es gilt als erster Test für den Start von Euro1080, des ersten europäischen HD-Kanals, der am 1. Januar 2004 auf Sendung gehen soll (siehe Meldung vom 27. 1. 2003). Produziert wird mit 50 Hertz und 1.080 Zeilen interlaced, denn die Belgier brauchen das Signal für auch für Standard Definition, also das normale TV-Signal, das man später am Tag auch bei uns sehen wird. Die Ausstrahlung passiert über den Astra 3A auf 23,5 Grad Ost; passende Receiver (HD-DVB-S) gibt es noch nicht, Empfang nur mit Studio-Ausrüstung (in Kopenhagen von Tandberg, NHK und JVC).
In die Schlange vor dem Kino brauchen Sie sich aber morgen nicht einreihen: Es gibt 1.102 Sitzplätze, aber 25.000 wollten rein. Denn das Länderspiel gilt als brisant, das Stadion in Kopenhagen war schon seit Monaten ausverkauft. Wesentlich mehr als noch im Januar klingt die Alfacam-Strategie nun schlüssig: Die Zusammenarbeit mit örtlichen TV-Sendern muss sein, um an die Rechte von Top-Ereignissen zu kommen. Und Fußball zieht halt immer noch.
Vielleicht wird das die zögerlichen deutschen Sender etwas anspornen. (6. 6. 2003)
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Imperial-Kino in Kopenhagen: 1.102 Sitzplätze für die Premiere des HDTV-Neustarts in Europa. Ein zweites Kino in Bergen versorgt die norwegischen Fans.
Foto: Thomas Hauerslev |
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Sonys Digital-Bolide: Was ist eigentlich drin? Sony macht diesmal richtig Eindruck auf der High-End-Messe in Frankfurt. Als zweite Firma nach Pioneer (siehe Meldung vom 5. 8. 2002) stellt Sony eine Kombination von Player und AV-Vollverstärker vor, bei der alle Musikformate über Firewire übertragen werden können digital endlich, denn die bisher vorgeschriebene analoge Sechskanalverbindung war ein Anachronismus. Vom Super-Audio-CD-Player SCD-XA9000ES gelangen die Daten zum Verstärker TA-DA9000ES, wo sie aufbereitet werden. Und zwar jetzt auch bei Super-Audio mit dringend notwendigen Dingen wie Bassmanagement und Laufzeitkorrektur. Endlich muss man also nicht mehr die Lautsprecher an die Musik anpassen, es geht nun auch anders herum. Die spannendste Frage aber bleibt in allen Sony-Unterlagen über das Gerät bisher unbeantwortet: Was passiert, wenn man es mit einem Pioneer DV-757Ai verbindet und in diesen Player eine DVD-Audio einlegt? Sony ignoriert diese Technik bekanntlich konsequent. Aber: Der i-Link-Eingang ist eigentlich standardisiert, als Firewire und früher IEEE-1394. Er darf auch für Digitalton von DVDs benutzt werden, das DVD-Forum hat ihn freigegeben. Dolby Digital, DTS und so weiter von der DVD werden mit dem TA-DA9000ES also funktionieren. Man sollte annehmen, dass das auch für DVD-Audio gilt. Hat man dieses Format jedoch absichtlich gesperrt, wäre das ein böses Foul. Nicht so sehr an der Konkurrenz, sondern am Kunden. Noch hat niemand diese Frage beantworten können. Es sollte sich jemand auf der High-End mal einen Pioneer-Player ausleihen und damit zu Sony marschieren.
Die zweite Frage zum Inhalt des TA-DA9000ES ist einfacher zu beantworten: Die sieben digitalen Endstufen verwenden die von Sony selbst entwickelte S-Master-Pro-Technik. Das ist eine Pulsbreiten-Modulation (PWM), ähnlich wie bei Texas Instruments (siehe Meldung vom 21. 4. 2003). In anderen Geräten hat Sony schon Digitalverstärker von Tripath verwendet, allerdings in eher billiger Ware; in höherwertigen Subwoofern setzt Sony ICE-Power-Amps von Bang & Olufsen ein. Weil siebenmal 200 Watt noch etwas dürftig sind, sollte man sich den passenden aktiven Bassisten dazu anschaffen, den SA-WX900 mit runden 1.000 Watt.
Ich nehme noch Wetten an: Unterstützt er DVD-Audio oder nicht? (28. 5. 2003)
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Sony TA-DA9000ES: Digitaleingang über Firewire, digitale Endstufen und ein gewaltiger Auftritt. Ab Oktober wird es den AV-Verstärker für rund 4.000 Euro zu kaufen geben. |
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Fast macht's richtig: TV-Server komplett digital. Es war mal ein System, das nannte sich DAT, Digital Audio Tape. Es sollte der Nachfolger der Compact-Kassette werden. Statt dessen wurde es zum Flop, weil sich nämlich herausstellte, dass man auf das digitale Band nicht digital aufnehmen kann. Sind die Verbraucher heute weniger kritisch? Auf DVD-Recorder kann man heute noch nicht digitale Signale direkt aufnehmen es geht nur, wenn sie vorher in analoge Form gewandelt wurden. Digitales Fernsehen kann man digital aufnehmen, dazu gibt es Settop-Boxen mit Harddisc drin; aber man kann die Signale nicht digital archivieren, denn es gibt keinen digitalen Ausgang. Wenn man zum Beispiel eine D-Box auf Linux umbaut und das Digitalsignal übers Netzwerk in einen PC einspielt, kann man von vorn bis hinten vom Empfang bis zum Brennen einer DVD digital bleiben. Doch Bastellösungen sind nicht jedermanns Sache.
Die Fast TV-Server AG in München hat nun eine Lösung in Arbeit. Sie besteht aus einem kleinen Kästchen mit Digitaltuner für Sat-Empfang, der Netzwerk-Variante des TV-Servers TV-S100/200 (siehe Meldung vom 26. 8. 2002) und natürlich einem PC zum Brennen der Archiv-DVD. Der Tuner leitet die Daten über Ethernet an den Server, wo sie auf der Harddisc Platz finden. Ist die voll, kann man die Daten an den Computer überspielen (oder auch direkt ohne TV-Server). Der Tuner wird wohl frühestens zur Funkausstellung im August fertig, es ist noch nicht einmal entschieden, was der zweite Tuner darin empfängt (DVB-T, Kabel?). Das Kästchen wird einen Slot für ein CA-Modul besitzen, so dass man damit auch Premiere empfangen kann. Schon früher wird es die benötigten Programminformationen, den TVTV-Dienst, auf der digitalen Schiene geben, erste Vorführung ist auf der Anga-Cable in Köln vom 3. bis 6. Juni. Allerdings: Digital ist nicht gleich digital Daten aus dem DVB-TV-Standard lassen sich nicht einfach auf DVD brennen, sie müssen erst konvertiert werden. Daran scheitert wohl auch vorläufig die Kombination von Digitaltuner, TV-Server und DVD-Brenner in einem Gerät.
Weil bei mir zuhause analog out ist: Ich bestell' schon mal so eine Kombi, Herr Zahn! (bevor es die Kopierschützer merken. 28. 5. 2003)
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Netzwerk-Tuner von Fast: Der Digital-Tuner (das Kästchen in der Mitte) kann über Ethernet seine Daten zum PC leiten, aber auch mit dem TV-Server TV-S200-N verbunden werden. Das Design ist nicht endgültig, ein Preis steht auch noch nicht fest. |
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DVD-Brenner: Auch Pioneer auf Plusminus-Pfaden. Wenn es noch einer Bestätigung bedurft hätte, dass DVD+RW auf der Siegerstraße fährt, hier ist sie. Auch Pioneer, Erfinder des DVD-R/RW-Formats baut nun einen Brenner, der beide Formate beherrscht, den DVR-A06. Eigentlich, sagt die Firma, sei das nicht nötig, DVD-R sei das dominierende System, aber es hätte halt auf dem Markt ein wenig Verwirrung gegeben und dem wolle man abhelfen. Tatsache ist aber, dass ohne +RW kaum noch ein Computerhersteller die Laufwerke haben wollte, auch wenn sich -R in vielen Tests und Marktstudien als zuverlässig und kompatibel erwiesen hat. Dass sich Pioneer nun ebenfalls für den zuerst von Sony eingeschlagenen Weg entschieden hat, ist ein neuer Schlag für das RAM-Lager und die eisernen Forumstreuen um Panasonic, Hitachi und Toshiba, die sich doch mit Pioneer verbündet hatten (siehe 13. 4. 2001) für sie ist schon das Plus-Zeichen ein Verstoß gegen den Anstand (und trotzdem arbeitet man auch da und dort an Brennern, die alle Formate können, was LG schon geschafft hat, siehe Meldung vom 17. 2. 2003).
Die RAM-Befürworter freuen sich weiterhin am hohen Marktanteil bei DVD-Recordern. Doch auch der könnte bald ins Wanken geraten, wenn nämlich die Hersteller aus Taiwan und China endlich die +RW-Laufwerke von Ricoh bekommen, die ihnen schon länger versprochen worden sind. Dann werden Mustek, Sampo, MET und viele andere den Markt mit Recordern überschwemmen, die deutlich weniger als 500 Euro kosten (warum eigentlich nicht bei Aldi und Netto? Und bei Plus!). Die Referenz-Designs von Cirrus, ESS, Zoran und LSI Logic sind fertig, sogar Philips liefert die benötigten Chips im Komplettpaket nach Fernost.
Es wird langsam Zeit, den Sieger im Streit um das DVD-Recording-Format auszurufen. (20. 5. 2003)
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Pioneer DVR-A06: Die neueste Generation der DVR-Serie von Pioneer brennt DVD+RW mit 2,4-fachem Tempo, DVD+R und DVD-R sogar 4-fach. Zahlreiche Verbesserungen sollen die Sicherheit beim Schreiben erhöhen. |
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Stattlich: Ein großer Plasmaschirm statt vier kleinere. Bruce Berkoff, Marketing-Manager bei LG.Philips-LCD in Korea, bezeichnet Plasmas gerne als "Nischenprodukt"; bei Samsung, selbst einer der Großen im LCD-Business, hält man diese Nische wohl für sehr groß. Denn mit einem 70-Zöller setzt die Firma ab Anfang nächsten Jahres neue Größenmaßstäbe (178 cm Diagonale). Noch nicht einmal Rückprojektoren sind so groß, hier hört es bei 65-Zoll auf. Der neue Schirm ist auch der erste seiner Art, der die volle HDTV-Auflösung von 1.920 mal 1.080 erreicht selbst der hauseigene 63-er zählte nur 768 Zeilen. Gegenüber den bisherigen Modellen hat man auch die Schaltgeschwindigkeit verbessern können: Statt zwei Mikrosekunden kann man jetzt Intervalle von einer Mikrosekunde steuern, was die Bewegungsartefakte verringern und die Darstellung der Graustufen verbessern soll.
Der Riesenschirm ist aber eigentlich nur ein Nebenprodukt der neuen Produktionsanlage, die bei Samsung Anfang 2004 in Betrieb gehen soll. Dort wird man dann erstmalig bis zu vier Panels auf einmal fertigen können, bei Größen von 32 oder 42 Zoll. Das schaff natürlich Produktivitätsvorteile. Denn Samsung SDI, der Hersteller der Bildröhren im Konzern, wetteifert hier mit Samsung Semiconductor, der Halbleitersparte, die sich bei LCDs engagiert hat. Mit Stückzahlen von insgesamt 100.500 Panels pro Monat sieht man weiterhin große Chancen für Plasma.
Größe ist nicht alles, Aber ein guter Maßstab dafür, was eine Firma kann. (16. 5. 2003)
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70-Zoll-Plasma von Samsung: Mit 1,78 cm Diagonale größter Fernseher der Welt sieht man von Stadion-Anzeigetafeln und ähnlichem ab. Auslieferung im ersten Halbjahr 2004, Zielmärkte sind Hotellobbies, Konferenzräume und Flughäfen. Preise sind noch nicht bekannt. |
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PAL ist zu gut: PAL-progressive nur auf Bewährung. Allgemein ist dieser Tage zu hören und zu lesen, das leidige Thema Progressive Scan bei europäischen DVD-Playern, also die Norm 576p oder 625p, sei endlich vom Tisch. Das stimmt, aber nur für ein Jahr. Die DVD Copy Control Association hat im März endlich den Standard verabschiedet, das DVD-Forum hat es zur Kenntnis genommen und sogar die letzte Einspruchsfrist ist verstrichen. Aber im Frühjahr 2004 wird man das Thema erneut behandeln, die Bedenken dagegen sind größer als erwartet. Sie haben zu tun mit einer Grundsatzentscheidung, die von den Hollywoodstudios schon vor rund zwei Jahren getroffen wurde, betreffend vor allem HDTV: Nur digitale Ausgänge, hat man damals festgestellt, lassen sich zuverlässig schützen. Deshalb müssen zum Beispiel Set-top-Boxen für den HD-Empfang in USA in der Lage sein, die analogen Ausgänge auf 480 Zeilen zu beschränken, selbst bei Bildern mit 1.080 Zeilen. Auch bei DVD-Playern ist das Hochskalieren auf 720 oder 1.080 Zeilen nur dann erlaubt, wenn die Ausgabe über Digitalschnittstelle (DVI oder HDMI) passiert. Die Analogausgänge dürfen nicht hochgerechnet werden, mit Ausnahme von 480p, also NTSC-progressive. Diese Norm hat man schon vor der Grundsatzentscheidung genehmigt, nicht zuletzt im Hinblick auf HDTV-Fernseher in den USA, für die das ein passendes Format ist. 576p ist für uns Europäer zwar ebenfalls kein Hochskalieren, aber für den NTSC-Bereich schon. Eine Norm auf einen Regionalcode-Bereich zu begrenzen, ist aber nicht vorgesehen, schließlich hat auch Japan zum Beispiel Code 2, aber NTSC. Die Studios, die 576p so lange blockiert haben, waren also gegen das Hochskalieren generell.
Aktueller Stand ist, dass fast alle Gerätehersteller mit der Auslieferung von PAL-progressive-Playern begonnen haben. Pioneer hat noch einige interne Probleme zu klären, was die Nachrüstung angeht. Nur Panasonic hat noch eine größere Ladung DVD-V75 auf den Weltmeeren schwimmen, die bei Ankunft schon veraltet sein werden, weil nur für 480p ausgelegt. Noch nicht einmal die Frage, ob eine Nachrüstung auf 576p möglich ist, ist eindeutig geklärt. So sehr kann Forums-Treue dem Geschäft schaden.
Dass 2004 PAL-progressive widerrufen wird, ist nun nicht wahrscheinlich. Aber die Diskussion zeigt dreierlei. Erstens: Dass eigentlich nur Bildschirme oder Projektoren mit Digitaleingang (und der Fähigkeit, den Kopierschutz HDCP zu verstehen) wirklich zukunftsicher sind. Zweitens: Dass es kein Witz war, als Artisan das Format 1.024 mal 576 auf der "Standing in the Shadows of Motown"-DVD (in Windows Media 9) als HDTV bezeichnete. Und drittens: Die Leute, die für die Studios in der DVD CCA entscheiden, sind so von gestern, dass sie immer noch in Kategorien denken, die im Rechtsstreit Hollywood gegen Betamax vor 30 Jahren entstanden sind; dass DVD-Kopien praktisch ausschließlich per PC hergestellt werden, scheint ihnen bis heute verborgen geblieben zu sein.
Die sind so hinterher, würden US-Kollegen spotten, die versuchen immer noch, Karten für Woodstock zu bekommen. (16. 5. 2003)
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Toshiba MT-500: Sind 1.024 mal 576 Pixel schon HDTV? Microsoft sagt ja, Hollywood denkt noch drüber nach. Der Projektor ist optimiert für PAL-Auflösung und kommt im Juni für 4.000 Euro; es ist eine Gemeinschaftsentwicklung von Toshiba, Benq und Mitsubishi (siehe auch Meldung vom 24. 3.). Europapremiere war auf dem Beamertreffen in Kaarst. |
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Alles so schön bunt hier: LED macht LCD TV-tauglich. LCD-Schirme stehen erst am Anfang ihrer Entwicklung zumindest was ihren Einsatz als Fernseher angeht. Einen großen Schritt vorwärts in der Bildqualität wird die Hintergrundbeleuchtung mit Leuchtdioden (LED) bringen. Ihr Markteinsatz wird am nächstem Jahr erwartet. Mehr darüber auf einer neuen Spezialseite. (5. 5. 2003)
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LCD-Panels von Epson: Fliegengitter vom Feinsten. Eine Firma, die es schafft, den Projektormarkt zu weiten Teilen zu beherrschen, ist schon eine nähere Betrachtung wert. Bei LCD-Projektoren zumindest hat Epson mit seiner Hochtemperatur-Polisilizium-Technik alle anderen Verfahren verdrängt und liefert rund 80 Prozent der Panels. Was diese Firma plant, bestimmt also den Markt. Ein Blick hinter die Kulissen der Fabrik von Suwa Minami zeigt unter anderem neue, noch kleinere Panels, mit denen Beamer für 1.000 Euro möglich werden; und er zeigt Anzeichen für erste Projektoren mit voller HDTV-Auflösung. Mehr darüber im Epson-Spezial mit dem Titel "Fliegengitter vom Feinsten".
Mehr über Projektoren am kommenden Wochenende beim Beamertreffen in Kaarst; da muss ich hin. (30. 4. 2003)
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Philips treibt's bunt: der farbigste Fernseher der Welt. Die richtige Darstellung von Farben ist bei elektronischen Bildern eine heikle Sache. Bis heute kann kein Bildschirm oder Projektor wirklich alle Töne des sichtbaren Spektrums wiedergeben; etwas kleiner als dieses Spektrum ist der Bereich der in der Natur vorkommenden Farben, doch auch der umfasst Dinge wie Gold oder Purpur. Einen noch wesentlich kleineren Ausschnitt stellt der Farbumfang des Fernsehens dar. Er ist auf das abgestimmt, was man mit den Phosphormischungen einer Bildröhre wiedergeben kann, liegt also deutlich unter dem Farbumfang von 35-mm-Film. Trotzdem wären viele Hersteller von Projektoren oder LCD-Monitoren froh, wenigstens das Röhren-Spektrum erreichen zu können. Philips dagegen behauptet nun, mit herkömmlichen Projektionslampen nie gesehene Farben auf den Bildschirm oder die Leinwand bringen zu können. Denn das Dilemma bisher liegt in der Filterung, die immer ein Kompromiss zwischen Lichtleistung und Farbreinheit ist: Um zum Beispiel Rot exakt zu treffen, muss man alle Blau- und Gelb-Anteile herausfiltern; tut man das, bleibt nur ein sehr schmalbandiger Anteil übrig lässt das Rotfilter mehr durch, ist reines Rot schon nicht mehr möglich, der Farbton tendiert meist in Richtung Orange.
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Genoa-Logo: magenta, blau, cyan, grün, rot und gelb vereint. |
Philips will dieses Problem dadurch lösen, dass man mehr als drei Farben filtert. Zusätzlich zu Rot, Grün und Blau wird Philips auch Filter für Cyan und Gelb einführen. Damit können die einzelnen Töne sortenreiner werden, und auch die Möglichkeiten für Mischtöne werden viel größer. Die Technik dazu soll von der israelischen Firma Genoa Color Technologies kommen, einer kleinen Firma in Herzlia (oder Herzelia), die ihr Verfahren im Mai erstmals auf einer Konferenz öffentlich demonstrieren will (bei der Society of Information Display). Techniker, die es schon mal gesehen haben, geraten ins Schwärmen: "Purpur ist purpur und sogar Gold lässt sich darstellen", so Philips-Manager Joep Thomassen. Eingesetzt werden soll die Genoa-Technologie erstmalig in LCoS-Fernsehern der Holländer; ob man dann mit fünf statt drei rotierenden Prismen (siehe Meldung vom 8. 2. 2001) arbeiten will oder vielleicht mit einem Prisma zwei Farben erzeugen kann, ist noch geheim. Ein Problem gilt es freilich zu bedenken: Alle elektronischen Bilder sind auf die Displays von heute abgestimmt (oder auf die von Gestern, die Röhre), eine Übertragung eins zu eins auf den erweiterten Farbraum würde zu Fehlfarben führen. Hier gilt es eine Farbraum-Konversion zu entwickeln, die vorsichtig mit den neuen Möglichkeiten umgeht, aber sie auch nicht verschenkt. Ein Verfahren dafür hat sich Laser-TV-Entwickler Christhard Deter (Ex-VEB Zeiss Jena, Ex-Schneider) patentieren lassen; auch Laser oder Leuchtdioden können wesentlich mehr Farben darstellen als Röhren. Man wird in absehbarer Zeit darüber nachdenken müssen, den Farbraum elektronischer Bilder deutlich zu erweitern.
Beispiel: Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, warum man zwar die deutsche Fahne als Schwarz-Rot-Gold bezeichnet, sie aber immer Gelb statt Gold enthält? Weil Gold in medialer Darstellung, egal ob Print oder TV, immer nur ein schmutziges Gelb ist. (26. 4. 2003)
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Magisches Dreieck: Innerhalb dieses Raumes bewegen sich die Farben des sichtbaren Spektrums. In der Mitte ist Weiß zu finden, die Mischung aus allen spektralen Anteilen. Die gebogene Außenlinie besteht aus den reinen Farben, die nur eine einzige Wellenlänge haben. Der sRGB-Bereich entspricht in etwa dem für PAL vorgeschriebenen Farbraum. NTSC ist dagegen mehr in Richtung Grün verschoben. |
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Umdenken: Digital-Endstufen werden Hifi-tauglich. Seit der Funkausstellung 1999 sind digitale Endstufen ein Thema in Hifi-Kreisen; damals stellte Sharp den ersten Stereo-Verstärker in Einbit-Technik vor (siehe IFA-Report 1999). Den Durchbruch hat das Verfahren bis heute nicht so richtig geschafft, noch immer dominieren in hochwertigen AV-Systemen die analogen Kaliber; in Kompaktanlagen, DVD-Receivern und aktiven Subwoofern überwiegen dagegen bereits die Digital-Amps. Vorteil der digitalen Technik: Leistung wird nur dort benötigt, wo auch Lautstärke erzeugt wird, weshalb Wirkungsgrade von 80 bis 90 Prozent möglich sind statt 30 bis 50 Prozent bei analogen Verstärkern. Das hat zur Folge, dass weniger Strom gebraucht wird, weniger Hitze abzuführen ist und damit weniger Masse verbaut werden muss. Nachteile: Die Reaktion der digitalen Schaltungen entspricht nicht den analogen Kurven, die für optimale Wiedergabe benötigt werden ähnlich ist es bekanntlich bei digitalen Displays wie DLP oder Plasma. Zudem sind diese Endstufen empfindlich auf falsche Verkabelung und produzieren ungeschirmt Störsignale wie ein Langwellensender.
Als erster Hersteller aus der klassischen HiFi-Ecke wagt sich Onkyo mit einer Siebenkanal-Endstufe in digitaler Technik auf den Markt, dem Modell DTA-7 aus der Integra-Reihe (dazu gehören der AV-Controller DTC-7 und der Player DPS-1). Onkyo nutzt die PWM-Technologie von Texas Instruments, also Pulse Width Modulation oder Pulsbreiten-Modulation, bei der es auf die Zeitdauer des Einschaltens ankommt; die PDM-Technologie, Pulse Density Modulation, setzt dagegen auf die Häufigkeit immer gleich großer Impulse. PWM in dieser Form hat den Vorteil, dass sich Digitalsignale von CD oder DVD direkt umrechnen lassen dank des so genannten Equibit-Verfahrens. Bei anderen Digitalendstufen muss das Signal vorher auf die analoge Ebene gewandelt und dort den Besonderheiten der Amps angepasst werden. Equibit entstand bei Toccata Technology und wurde mitsamt dieser Firma von Texas Instruments im März 2000 aufgekauft. Auch Hans Georg Herrmann, der Entwickler des Sonovisions-Projekts (siehe auch Audiovision 2/2003), schwört auf Equibit. Er demonstriert, dass eine 200-Watt-Endstufe (an vier Ohm) in eine Hand passt, mit zusätzlichen Kühlkörpern bringt sie sogar 300 Watt.
Die Abmessungen zeigen, wohin die Reise für Endstufen geht: hinein in die Lautsprecher, weg von den Dickschiffen. Bei aktiven Boxen liegt dann auch die Funkübertragung der Daten auf der Hand. Nächster Schritt wären mehrere Endstufen in einem Lautsprecher und eine Trennung der Frequenzbereiche auf digitaler Ebene. Das Bild einer AV-Anlage wird sich also gründlich wandeln in nächster Zeit, hin zu mehr Wohnraumfreundlichkeit bei bestem Klang.
Die Fraktion, die Klangqualität nach dem Gewicht der Endstufen und der Boxengröße beurteilt, wird trotzdem nicht so schnell aussterben. (21. 4. 2003)
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Onkyo Integra DTA-7: Äußerlich wie immer, doch im Inneren der Siebenkanal-Endstufe arbeiten digitale Bauteile nach dem PWM-Verfahren. Dank des selbst entwickelten Vector-Linear-Verfahrens soll die Klangqualität der sieben 120-Watt-Endstufen mit analogem Amps mindestens mithalten können. Vorerst nur in Japan für rund 350.000 Yen. |
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Digital-Endstufe: Im deutschen Sonovisions-Projekt entstehen auf PWM-Basis extrem leistungsfähige Verstärker: hier der Prototyp eines 200-Watt-Bauteils. |
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