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Nachrichten-Archiv 2003 

Neues im Dezember
Euro1080: HDTV-Start mit Hindernissen (31. 12. 2003)
Flache Fernseher? Flache Rückprojektoren! (30. 12. 2003)
Sony-Projektoren: Qualia die nächsten Tage, GLV nächstes Jahr (12. 12. 2003)

Neues im Oktober
Astra-Boss: In einem Jahr deutsche HDTV-Sender
(22. 10. 2003)

HDMI und i-Link: Pioneer macht alles digital (17. 10. 2003)
DVD+R9 und die Folgen: DVD-R9 und keine +RW (5. 10. 2003)

Neues im September
Hat Samsung das nötig? Sony will in die LCD-Produktion
(30. 9. 2003)

JVC macht Kino: D-ILA im Breitbildformat (28. 9. 2003)
HDTV auf Premiere: erste Tests schon im Oktober? (21. 9. 2003)
Halber Schritt: das Plus beim HD2-DLP (5. 9. 2003)
IFA-Report, Teil 1: Was jeder hat (Spezial, 5. 9. 2003)

Neues im August
Smarte Sache: der erste HDTV-Receiver
(22. 8. 2003)

Bild-Röhrchen: Fernseher zum Leinwand-Preis? (Spezial, 3. 8. 2003)

Neues im Juli
Dreichip-DLP: jetzt im Breitformat
(12. 7. 2003)

HDTV-Camcorder: Neues Leben auf DV (8. 7. 2003)

Neues im Juni
DVD-Recorder: Dual-Layer kommt doch noch
(23. 6. 2003)
HDTV-Forum: Immerhin, man redet
(23. 6. 2003)
Sony Qualia: der SXRD-Projektor und mehr
(10. 6. 2003)
Projektoren-Premieren: 1.080 Zeilen und 999 Dollar
(9. 6. 2003)
HDTV live: elf Jahre später ... (6. 6. 2003)

Neues im Mai
Sonys Digital-Bolide: Was ist eigentlich drin?
(28. 5. 2003)
Fast macht's richtig: TV-Server komplett digital
(28. 5. 2003)
DVD-Brenner: Auch Pioneer auf Plusminus-Pfaden (20. 5. 2003)
Stattlich: Ein großer Plasmaschirm oder vier kleinere
(16. 5. 2003)
PAL ist zu gut: Progressive Scan nur auf Bewährung
(16. 5. 2003)
Alles so schön bunt hier: LED macht LCD TV-tauglich
(2. 5. 2003)

Nachrichten-Archiv: Meldungen von 2003 (Januar bis Juni 2003)

Nachrichten-Archiv: Meldungen von 2002 (Januar bis Dezember 2002)

Nachrichten-Archiv: Meldungen von 2001 (Januar bis Dezember 2001)

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Euro1080: HDTV-Start mit Hindernissen. Das fängt irgendwie nicht gut an. Wenn morgen, am 1. Januar 2004 um 11.00 Uhr, das HDTV-Zeitalter in Europa anbricht, werden es nicht sehr viele Menschen mitbekommen. Das ist erstmal normal, irgendwer muss damit anfangen, auch wenn es kaum Zuschauer gibt. Der Sender Euro1080, von dem hier seit letztem Januar öfters die Rede war (siehe Meldungen vom 27. 1., 6. 6., 22. 8. und 22. 10.) trägt freilich seinen Teil zur Verwirrung bei. Informationen bekommt man nicht direkt auf Anfrage bei den verantwortlichen Personen, sondern über freundliche User des Beisammen-Forums, denen geantwortet wurde – meine E-mails dagegen müssen wohl verloren gegangen sein. Aber auch Nico Jurran von der c't beziehungsweise Heise.de ging es ähnlich. Dafür scheinen die drei Kinos in Deutschland, die auf der Euro1080-Webseite als Übertragungsorte für das Neujahrskonzert angegeben werden, von nichts zu wissen.
Sicher scheint Folgendes:
Das Neujahrskonzert wird live übertragen und unverschlüsselt – entgegen ursprünglichen Planungen; ob in Dolby Digital oder nur MPEG-Stereo, ist unklar.
Der Sender wird in absehbarer Zeit eine Verschlüsselung für den Main Channel einführen, auch wenn es offiziell dafür noch keine Bestätigung gibt – ab Mai teilweise, ab 2005 ganz; die Zinwell-Boxen sind dafür nicht geeignet (ich frage mich, ob man das allen Beteiligten vorher gesagt hat).
Das Programm vom Januar besteht weitgehend aus Konzert-Konserven; wer es genau wissen will, kann sich hier die Excel-Datei Euro1080.zip mit der Programmübersicht herunterladen, die mir von Stephan Küsl (www.kuesl.de) geschickt wurde – danke.
Übrigens: Der Verweis auf die zahlreichen Ereignisse im Jahr 2004, von Fußball-EM bis Olympische Spiele, bedeutet nicht, dass Euro1080 sie in HDTV übertragen wird. Sondern nur, dass man sie übertragen könnte und möchte. Unterschrieben ist mit Sicherheit noch nichts. Zum einen kostet das Geld, daher die Verschlüsselung. Zum anderen überlegt wohl inzwischen der eine oder andere Sender, ob er das nicht selbst machen soll.
Nur: Noch einen Fehlstart kann sich HDTV in Europa nicht leisten. Schönes neues Jahr! (31. 12. 2003)

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Flache Fernseher? Flache Rückprojektoren! Zahlreiche Firmen haben Rückpro-Technologien in der Schublade, die aus den gewohnten Kästen elegante, schlanke und vor allem brillante Bildschirme machen sollen. Angeblich sind die Rückprojektoren der Renner überhaupt auf dem US-Markt – nur die mangelnde Lieferfähigkeit der Hersteller bremst den Boom. Gemeinsam ist allen Entwicklungen nur, dass es sich nicht mehr um Röhrentechnologie handelt.
Intel will nach Erkenntnissen von John Markoff, Journalist bei der "New York Times", in die Fertigungs von LCoS-Chips einsteigen, also von spiegelnden Mini-LCDs, wie sie bereits von Philips und anderen Firmen gebaut werden (siehe LCoS-Spezial). Der Prozessor-Hersteller trifft damit auf den Rivalen Texas Instruments, der in den USA schon seit Jahren DLP auch für Rückprojektoren vermarktet. Ob Intel eigene Technologie verwendet oder von anderen Herstellern lizensiert, ist noch unbekannt; dass die Geräte damit flacher und preisgünstiger werden sollen, ist keine Intel-Spezialität.
Sony wird nicht nur Ende 2004 einen von Boss Kunitake Ando angekündigten Grand Wega auf SXRD-Basis bringen, sondern schon früher eine komplett neue Generation mit LCD-Technik. Sie sollen nur rund 25 Zentimeter tief sein, was mit gebogenen Spiegelflächen möglich ist; die werden bereits von NEC im Spezial-Projektor WT-600 (siehe 15. 3. 2003) und von Mitsubishi in einem Rückprojektor eingesetzt.
Samsung plant, für einen 52-Zoll-DLP-Rückpro die Scram-Screen genannte Technik der gleichnamigen US-Firma einsetzen; diese Scheibe besteht aus Polymer-Lichtführungen, die als Film aufgebracht werden. Sie erlauben es, das Licht extrem schräg von hinten zu projizieren. Ein Gerät soll nur rund 18 Zentimeter dick sein, was neuer Rekord wäre. Der Samsung soll schon in der ersten Jahreshälfte 2004 in Produktion gehen.
Epson bringt LCD-Panels mit 1.920 mal 1.080 Pixeln, die deutlich billiger werden sollen als die bisher verfügbaren (siehe Meldung vom 9. 6. 2003); statt 1,6 Zoll sind sie nur 1,3 Zoll groß. Ziel ist es, Rückprojektoren mit voller HDTV-Auflösung zum Preis von 720p-Geräten mit DLP-Technik anzubieten, also in der Größenordnung von 3.000 Dollar beziehungsweise Euro – falls die Hersteller solche Produkte überhaupt hier anbieten.
Daneben haben zahlreiche Firmen aus Taiwan und China Projekte in den Labors. So wird angeblich bei Delta an einer Light Engine mit drei DLP-Chips gearbeitet, die für Rückprojektoren von Gateway geplant ist. Sanyo will angeblich nur in Taiwan einen LCoS-Rückpro mit Chips von UMC anbieten, während unter gleichem Namen in China ein LCD-Rückpro mit Epson-Panels verkauft wird. Kolin hat mit der Fertigung von 50-Zoll-Schirmen begonnen, die UMC-Panels mit Technik der Firma Elcos beleuchten. Etliche dieser Neuheiten gibt es auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas zu sehen (8. bis 11. Januar).
Im Jahr 2006 sei die Zeit reif für einen 1.000-Dollar-Rückpro – so DLP-Hersteller Texas Instruments. (30. 12. 2003)
Die Scram-Screen: Ein Polymer-Film lenkt die extrem schräg auftreffenden Lichtstrahlen nach vorne auf die Rückpro-Scheibe. Samsung will mit dieser Technologie einen sehr flachen Rückprojektions-Fernseher bauen (52 Zoll Diagonale, 720p-DLP). Illustration: Insightmedia.

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Sony-Projektoren: Qualia die nächsten Tage, GLV nächstes Jahr. "Wie sieht er denn aus?", wird man jetzt natürlich gefragt. Denn Sony zeigte einer Handvoll europäischer Journalisten den Qualia-Projektor, basierend auf dem LCoS-Panel in SXRD-Technik (siehe Meldungen vom 10. 6. 2003 und das LCoS-Spezial). Riesig, kann man nur sagen, aber das bezieht sich auf die Abmessungen. Natürlich waren die Bilder toll: Frauen, die sich langsam bewegen und roten Lippenstift benutzen, knackige Früchte, Meeresbrandung – alles schön und gut, aber es sagt erstmal wenig darüber aus, wie sich der Projektor nachher wirklich verhält, bei Film und Sport, bei 50 Hertz und bei Schwenks. Diese Art von Displays stellte bisher vor allem die Frage, ob die Serie hält, was Prototypen versprechen. Beim Qualia dürfte dies kein so großes Thema sein, denn er wird handselektiert in geringen Stückzahlen ausgeliefert. Ab dieser Woche, wahrscheinlich in den nächsten Tagen, erhalten Kunden in Japan ihre bestellten Geräte, zum Preis von umgerechnet knapp 20.000 Euro. Auch nach Europa kommt er, wohl noch in der ersten Jahreshälfte 2004. Wer bisher überlegt hat, einen Marantz VP-12S3 für 12.000 Euro zu kaufen, könnte da in Versuchung geraten, ein wenig länger zu sparen. Dank 700-Watt-Xenon-Lampe ist der Qualia heller, er ist schärfer dank 1.920 mal 1.080 Bildpunkten, Farbblitzen und Dithering sind bei LCoS ohnehin kein Thema.
Wer den Qualia aus der Portokasse bezahlt, sollte sich freilich auch mit dem Thema GLV beschäftigen. Grating Light Valve, also Gitter-Lichtventil, heißt die Variante der Laser-Projektion, an der bei Sony schon seit einigen Jahren gearbeitet wird (siehe mein Thema Sony-Bildschirme). Auch GLV kann man sehen, allerdings nur auf Einladung in die Sony Media World, gegenüber der S-Bahn-Station Shinagawa im Süden Tokios. Auch hier wieder: Die Frage nach der Qualität der Vorführung erübrigt sich, da der Besucher das Material nicht kennt. Aber das Potenzial der Technik ist zu sehen, zum Beispiel in Bildern, die einen goldenen Fächer zeigen. Wirklich gold – und dabei ist der Projektor nur ein Glied der Kette, man muss schließlich auch eine Kamera und ein Videosystem haben, die diese Farbtiefe beherrschen. Auch tiefblauen Himmel oder türkisfarbenes Meer hat man so farbig wie in der GLV-Projektion bisher nur in der Realität gesehen. Ab nächstem Jahr bereits soll es die Laserbilder nach Sony-Art geben, allerdings nicht als Projektor für zu Hause, sondern für Digitalkinos und ähnliche Installationen. Erst wenn die Halbleiterlaser in den drei Grundfarben zur Verfügung stehen, will Sony damit in die Consumer-Schiene gehen.
Und sorry wg. langer Pause – zu viel Arbeit. (12. 12. 2003)
Qualia-Projektor (links), GLV-Vorführung (oben): Während die SXRD-Technik im Detail bekannt ist, wird um die Laser-Projektion noch ein großes Geheimnis gemacht. Mehr als ein Loch hinter einer Glasscheibe darf man davon nicht sehen.

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Astra-Boss: In einem Jahr deutsche HDTV-Sender. Am Vorabend der Medientage in München bat Astra-Chef Ferdinand Kayser zu einem Hintergrundgespräch. Thema: Neue Märkte wie Sat-Mode und HDTV. Unter Sat-Mode muss man sich einen einfachen Rückkanal für Sat-Receiver vorstellen, per Uplink. Das andere Thema muss wohl nicht mehr erklärt werden. Kayser erklärte offiziell: "Ab Herbst 2004 werden wir das Thema HDTV kommerzialisieren." Dass damit nicht gemeint ist, dass dann Euro1080 Geld für die HD-Ausstrahlung bezahlen muss, machte er auf Nachfrage deutlich. Astra will vielmehr im nächsten Herbst eine HDTV-Offensive starten, denn bis dahin hätte man "auch deutsche Sender in HDTV", so Kayser. Private wie öffentlich-rechtliche Sender genau wie Premiere seien interessiert, doch welcher genau als erster Anbieter aus Deutschland damit auf Satellit gehen werde, ließ er offen. Wahrscheinlich ist es auch noch nicht entschieden. Aber Astra (oder richtiger SES-Global, die Betreibergesellschaft) will den Sendern, die als erste damit starten, ziemlich weit entgegen kommen.
In Sachen Geschäftsmodell, dem Knackpunkt für praktisch alle Sender (siehe auch Meldung vom 21. 9.), scheint man auch eine Lösung gefunden zu haben. "Revenue Sharing" heißt das bei den Betreibern von DSL-Diensten über Satellit, also Beteiligung von Astra an den Einnahmen. Damit halten sich die Mehrkosten für die Sender in Grenzen, denn vorerst wird man vor allem das ausstrahlen, was sowieso in HDTV vorliegt, meistens also Sport und Filme. Im Jahr 2006, so Kayser weiter, sollten die Deutschen dann in kollektiven HD-Rausch verfallen und massenweise neue Fernseher, Plasmaschirme und Projektoren kaufen, damit sie die Fußball-WM hochauflösend verfolgen können.
In Sache HD-Receiver
hatten die Astra-Leute eine Überraschung im Gepäck: Einen Receiver der Marke QNS, von den begleitenden Technikern in Japan vermutet. Tatsächlich ist QNS aber die Abkürzung für Quanta Network Systems, eine Tochterfirma von Quanta Computer in Taiwan. Diese Firma ist bislang in Europa noch nicht in Erscheinung getreten, schon gar nicht mit einem HD-tauglichen Sat-Receiver. Aber er funktionierte. Auch bei Panasonic scheint das erste Gerät fertig zu sein und soll demnächst den Sendern vorgestellt werden. Originellerweise trägt die Version QTR-2140 sogar noch das QNS-Logo. Ein späteres Modell namens QTR-2150 soll dagegen ganz anders aussehen. Sogar ein HDTV-fähiger Fernseher ist dort in der Pipeline. Ein weiterer Kandidat für eine Set-top-Box ist Zinwell aus Taiwan; dieser Hersteller hat in Australien bereits einen Receiver für terrrestrischen HD-Empfang auf dem Markt.
Im Herbst 2014 gibt's dann auch HDTV im Kabelnetz – schätzungsweise. (22. 10. 2003)
QNS-Receiver (oben), Panasonic QTR-2140 (unten): Wie sich die Boxen gleichen . . . Der obere Receiver wurde von Astra für die Demonstration in München eingesetzt, das Bild darunter stammt von Panasonic. Die Kiste hat als Besonderheit einen Smart-Card-Reader für Embedded CA, damit man auch die mit Irdeto verschlüsselten Premium-Programme von Euro1080 empfangen kann (der Hauptkanal ist unverschlüsselt).
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HDMI und i-Link: Pioneer macht alles digital. Seit es DVD-Spieler mit DVI-Ausgang gibt (siehe Meldung vom 24. 3. 2003), könnte man eigentlich zufrieden sein: Bild und Ton werden ohne analoge Wandlung von der Scheibe zu Bildschirm oder Verstärker geleitet. Doch DVI ist gar nicht die Lösung, die Zukunft gehört der HDMI-Buchse. Über die sollen, wie bei einer digitalen Scart-Verbindung, Bild und Ton samt Steuersignalen von der Quelle zur Weiterverarbeitung gelangen (siehe HDMI-Spezial). Und die Tonschnittstellen an bisherigen Playern hatten das Problem, nicht für DVD-Audio und SACD geeignet zu sein; dafür braucht man i-Link (siehe Meldung vom 5. 8. 2002). Jetzt endlich, mehr als sechs Jahre nach den ersten Geräten, hat ein DVD-Player Digitalschnittstellen für alle Signale.
Der Pioneer DV-868AVi wird im November der erste Player auf dem deutschen Markt sein, der einen HDMI-Ausgang hat. Aktuell dürfte HDMI auch für CD-Ton und für DVD-Audio verwendet werden, doch das ist bei Pioneer nicht vorgesehen; die Firma setzt ganz auf Firewire, weil das eine bidirektionale Verbindung ist, die ein besseres Zusammenspiel zwischen den beteiligten Geräten ermöglicht. SACD über HDMI ist noch in Arbeit, doch da sowohl Sony als auch Philips zu den Systemführern auf beiden Seiten gehören, wird das nicht allzu lange mehr dauern. Noch eine Besonderheit am großen Pioneer: Er kann auch analoge Signale auf 720p oder 1080i hochrechnen (bei DVI und HDMI ist das Standard). Bisher waren diese Auflösungen vom DVD-Forum nicht zugelassen. Die ersten HDMI-Schirme kommen übrigens auch von Pioneer, Plasma-Fernseher mit 43 und 50 Zoll Diagonale. Per Adapter lassen sich die Player auch mit DVI-Eingängen verbinden, sofern diese HDCP-tauglich sind. Eine Übersicht über geplante Geräte mit HDMI findet sich bei www.hdmi.org.
Und warum hat es mit den Digitalverbindungen eigentlich sieben Jahre dauern müssen? (17. 10. 2003)
Pioneer DV-868AVi: Das A in der Typenbezeichnung steht für DVD-Audio und SACD, das V für das digitale "Visual Interface" HDMI, das kleine i für i-Link. Die Zahl 868 steht nicht für den Preis, der wird bei rund 1.500 Euro liegen. Ebenfalls HDMI hat das Modell DV-668AV ohne i-Link und Videoskalierung; es kostet rund 900 Euro. Beide sind ab November im Handel.

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DVD+R9 und die Folgen: DVD-R9 und keine +RW. Philips hat nun offiziell bekannt gegeben, was Leser dieser kleinen Seiten schon wussten: dass die Firma nämlich an einer Dual-Layer-Version der beschreibbaren DVD arbeitet (siehe Meldung vom 23. 6. 2003). Auch bei Pioneer muss man das schon gewusst haben, jedenfalls kam im Abstand von nicht einmal einem Tag aus Japan die Meldung, dass die Firma dem DVD-Forum eine Dual-Layer-DVD-R vorschlagen will. Technisch ist das nicht verwunderlich, denn beide Disc-Formate arbeiten mit den gleichen Materialien. Sowohl Philips als auch Pioneer versichern, dass die Scheiben mit einer Kapazität von rund 8,5 GB (daher auch DVD+R9) in den Reflexionseigenschaften (17 bis 19 Prozent) normalen Dual-Layer-Discs entsprechen und daher auf heutigen Laufwerken oder Playern abspielbar sein werden. Im Laufe des Jahres 2004 soll es Rohlinge und Produkte dafür geben.
Mindestens so interessant sind freilich die Fragen, die beide Firmen nicht beantworten. Bedeutet die Ankündigung einer Dual-Layer-Technologie für die einmal beschreibbaren Scheiben, dass es bei RW nicht funktioniert? Fast möchte man es meinen, denn wenn es bald möglich wäre, hätte man auf die löschbaren Discs gewartet. Und warum kommt Pioneer direkt nach Philips damit? Das kann nur heißen, dass man die Entwicklung bereits fertig hatte, aber nicht der erste Hersteller sein wollte. Wenn das DVD+RW-Lager vorprescht, kann das DVD-Forum nichts dagegen einwenden – auch wenn sich damit perfekte Kopien heutiger DVDs machen lassen.
Die ersten DVD+R9-Brenner werden höchstwahrscheinlich in PC-Laufwerken zu finden sein; dort spielt die RW-Funktion keine so große Rolle. Bei DVD-Recordern ist es schwieriger. Da wäre die Dual-Layer-Disc zwar ideal, weil sich damit auch durch Werbepausen verlängerte Spielfilme in brauchbarer Qualität aufzeichnen lassen. Sinnvoll erscheint der Einsatz der R9 eigentlich nur in Geräten, die ihre Aufnahmen auf Harddisc zwischenspeichern. Einen solchen Videorecorder zeigte Thomson im August 2001. Im Frühjahr 2004 endlich in Serie?
Was wäre die Welt langweilig ohne den Streit um beschreibbare DVDs. (5. 10. 2003)
Der Aufbau einer Dual-Layer DVD+R (oder DVD-R):

1. Ettiket

2. Transparentes Polycarbonat

3. Metallische Reflexionsschicht

4. Organischer Layer L1

5. Distanzhalter

6. Halbtransparente Reflexionsschicht

7. Organischer Layer L-null


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Hat Samsung das nötig? Sony will in die LCD-Produktion. Seit die Ergebnisse des 1. Quartals 2003 so schlecht ausgefallen waren, wurde bei Sony die bisherige Display-Strategie über den Haufen geworfen. Man prüfe, hieß es damals, den Einstieg in die LCD-Fertigung. Vorher hatte man nur OLED und eventuell auch FED als Nachfolge-Technologien für die Bildröhre angesehen (siehe mein Spezial zum Thema Sony und die Bildschirme). Letzte Woche hat Sony erstmals zugegeben, dass man mit LCD-Herstellern über eine Beteiligung spricht. Die japanische Tageszeitung Nihon Keizai Shimbun will sogar wissen, dass ein Einsteig bei Samsungs LCD-Bereich bevorstehe beziehungsweise die Gründung eines Joint Ventures.
Aus Sony-Sicht würde das durchaus Sinn ergeben. Denn man will sofort eine sichere Belieferung mit großen Stückzahlen und nicht erst in ein paar Jahren, wenn vielleicht doch Alternativ-Technologien funktionieren. Also scheiden die Hersteller in Taiwan weitgehend aus, denn dort laufen die Fabriken für die preisgünstige Herstellung großer LCDs erst langsam an; den Herstellern dort fehlt das Know-how dafür, das Sony aber auch nicht mitbringt. Der bisherige Hoflieferant LG.Philips-LCD hat gleich zwei Konzernmütter, die mit Sony in Konkurrenz stehen. Und Sharp in Japan erst recht. Was bleibt also außer Samsung? Bereits bei Plasmaschirmen hat sich Sony bei einem Hersteller eingekauft: mit rund 45 Millionen US-Dollar bei NEC.
Aus Samsung-Sicht ist die Sache weniger eindeutig. Wer schon an der Spitze ist (bei der Herstellung) und auch beim Geräte-Verkauf dorthin will, sollte die Vorteile der eigenen Produktion vor allem für sich nutzen. Allerdings kämpft Samsung hier einen Mehrfronten-Kampf. Auf der einen Seite steht der koreanische Konkurrent LG.Philips, der mit massiven Investitionen die Nummer eins erobert hat (auch wenn Samsung im vierten Quartal wahrscheinlich wieder ganz oben rangiert); zum neuen Selbstverständnis von Samsung passt es nicht, hier die Nummer zwei zu sein. Auf der anderen Seite gilt es die Konkurrenz aus Taiwan klein zu halten, wo mindestens fünf Fabriken für Groß-LCDs entstehen oder schon laufen. Da nimmt man auch Überproduktion in Kauf, um den Neueinsteigern wie Hon Hai, Quanta und Hannstar die Lust am Geschäft zu verderben. Bis 2010 will Samsung daher rund 17 Milliarden Dollar in LCDs investieren. Da kommt ein Partner gerade recht, der Absatz und Finanzierung sicher stellen kann. Man hat Sony vielleicht nicht nötig, aber es beruhigt doch, wenn man so viel Geld in die Hand nehmen muss. Anders als LG ist es aber bei Samsung nicht dringend, weshalb, so ein Insider, "es für Sony nicht so billig werden wird wie damals für Philips".
Und die Konkurrenz? Kommen Sony und Samsung zusammen, hat vor allem Panasonic erstmal schlechte Karten – der Sony-Erzrivale hatte sich nämlich Samsung als Lieferanten ausgesucht, denn die eigene Fertigung im Toshiba-Matsushita-Verbund reicht nur bis 22 Zoll Größe. Die Hersteller aus Taiwan ihrerseits haben damit eine Chance verpasst, sich eine erste Adresse in der Branche zu sichern. Für sie bleiben mehr denn je die Billigmarken von Medion über Sampo bis Dell. Was nicht heißen muss, dass hier nicht ordentlich Marktanteile zu gewinnen wären.
Zur Klarstellung: Unterschrieben ist nichts, man verhandelt; und selbst unterschreibene Verträge können noch platzen, wie wir alle wissen. (30. 9. 2003)
LCD-Fernseher von Dell: Die Hersteller aus Taiwan suchen die ihnen vertrauten Vertriebsschienen für ihre neuen Produkte – und daher muss nun auch Dell ins TV-Geschäft einsteigen. In USA wird dieser 17-Zöller bereits angeboten.

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HDTV auf Premiere: Erste Tests schon im Oktober? Man hört es mit gewissen Staunen: "Wir bekennen uns zu allem, was Fernsehen schöner macht", sagt Kathrin Gogl, Sprecherin des Pay-Senders Premiere, "und dazu gehört gewiss auch HDTV." Es ist also etwas in Bewegung gekommen in München. Für nächstes Jahr stehe das Thema auf der Agenda, da müsse man prüfen, ob sich daraus etwas machen lasse – sprich: Ob es ein Geschäftsmodell gibt, das für genügend Geld in der Kasse sorgt. Premiere-Chef Georg Kofler hat sich schon immer offen für Innovationen gezeigt, wenn sie PR bringen und nicht mit Risiken verbunden sind, etwa zu seiner Zeit als Chef bei Pro7; da führte er Dolby Digital ein, als erster Sender in Europa überhaupt. Doch bevor man ans Rechnen geht, soll offensichtlich erst einmal die Technik ausprobiert werden.
Schon im Oktober könnte es erste HDTV-Tests geben, wahrscheinlich bei einem Heimspiel des FC Bayern München im Olympiastadion. Die Firma Plazamedia, auch ein inzwischen florierendes Unternehmen aus den Resten der Kirch-Gruppe, ist nämlich bereits mit HD-Produktionsequipment ausgestattet. Mithelfen könnte zudem die Filmfirma Bavaria, denn auch in deren Interesse wäre es, wenn sich HDTV durchsetzt; das lastet vorhandene Geräte besser aus und schafft neue Nachfrage. Auf dem Gelände des Studios gibt es am 8. Oktober das "Open House", bei dem es ebenfalls um HDTV geht. Beobachter sprechen deshalb bereits von einer Art bayerischer HDTV-Initiative.
Hat Uli Hoeneß eigentlich ein HDTV-fähiges Home Cinema? (21. 9. 2003)
Fußball im Fernsehen: Die Ausrüstung für HDTV-Produktion in München ist vorhanden. Jetzt fehlt noch der Termin – und das Geschäftsmodell dafür.

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Halber Schritt: das Plus beim HD2-DLP. Für George Bush ist es bekanntlich sehr wichtig, dass man sich auf sein Wort 100-prozentig verlassen kann. Bei anderen Texanern gilt das auch: Texas Instruments hält, was die Firma versprochen hat. Allen Gerüchten zum Trotz kommt nun der so genannte Dimple Fix bei den DLP-Chips, also die Verbesserung von Kontrast und Helligkeit durch Schließen des Lochs über dem Spiegelfuß (siehe Meldung vom 14. 4. 2003). Drei Geräte sind bereits angekündigt, die davon unterschiedlichen Gebrauch machen:
–Der Sharp XV-Z12000 wird mit 5.000:1 Kontrast angegeben, was zahlengläubige Leute nervös machen wird.
–Der Marantz VP-12S3 kommt mit verbesserter Lampe und automatischer Kalibrierung per Vorsatzoptik.
–Der Infocus Screenplay 7205 verwendet erstmalig ein Siebensegment-Farbrad, das zusätzlich zu jeweils zwei Rot-, Grün- und Blau-Teilen noch ein Dunkelgrün-Filter besitzt.
Wie schon bei vorherigen Verbesserungen, etwa der Umstellung auf zwölf Grad Kippwinkel beim Schritt von HD1 auf HD2 bleibt es also den Geräteherstellern überlassen, wie sie den Fortschritt nutzen. Mehr Licht, höherer Kontrast und bessere Farben – oder ein Mix aus alledem. Der Quantensprung wird es aber nicht sein, wie schon der Name des Chips aussagt: HD2+ wird er offiziell genannt, gelegentlich auch HD2,5. Lieferbar werden die Geräte, sagen die Texaner, ab Januar sein.
Größere Schritte wird man dann in der ersten Jahreshälfte 2004 machen. Dann kommen:
–Der 480p-Chip, mit dem endlich kleinere DLPs im Breitbild möglich werden; vorgesehen für 999-Dollar-Projektoren und für Rückprojektoren.
–Der HD3, dessen wichtigste Eigenschaft die kleineren Abmessungen sind (0,55 Zoll); das macht die Herstellung preiswerter.
–Der XHD, von dem man nur weiß, dass die Buchstaben für Extended High Definition stehen – was das wohl für eine Auflösung sein wird?
PS: Auch die 576p- und 720p-Projektoren von heute sind schon recht gut. Und oft auch nicht zu teuer. (5. 9. 2003)
Marantz VP-12S3: Die neueste Version hat ein automatisches Farb-Kalibrierungssystem, das den Projektor perfekt auf die Raumbedingungen einstellen soll. Preis voraussichtlich rund 13.000 Euro.
Sharp XV-Z12000: Sharp setzt mit einem Kontrast von 5.000:1 eine neue Rekordmarke beim Kontrast. Ob der Projektor auch im korrekten Schwarz geliefert wird, ist noch offen.

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Smarte Sache: der erste HDTV-Receiver. Manchmal passieren die Dinge schnell und unerwartet. Da fragt man sich, ob und wann irgendeine Firma sich aufraffen kann und Receiver für HDTV herstellen wird. Schließlich will Euro1080 (siehe Meldungen vom 27. 1. und 6. 6. 2003) am 1. Januar 2004 mit dem Regelbetrieb starten. Und dann flattert die E-mail ins Postfach: Smart bringt den Imperator – einen HDTV-Empfänger. Und zwar einen, der es faustdick hinter der Frontblende hat. Denn er empfängt das hochauflösende Fernsehen nicht nur, er speichert es auch auf der Festplatte. Ganz wie ich es mir schon vor einiger Zeit gewünscht hatte (siehe Premiere-Szenario vom 13. 5. 2001). Dann steckt noch ein zweiter Tuner drin, einer für DVB-T. Damit ist man auf der sicheren Seite, wenn denn eines Tages die PAL-Übertragungen ganz abgeschaltet werden, wie Anfang des Monats in Berlin. Um das Bild auf einen Projektor oder ein anderes Großbild zu bringen, steht eine VGA-Buchse bereit. Und ein "digitaler Videoausgang", wobei es sich nur um DVI handeln kann. Das ist ja alles noch viel schöner als erhofft. Ein digitaler Audioausgang ist natürlich auch dabei, da könnte man am Sonntag sogar das Spiel Bayern gegen HSV life in 5.1-Ton hören (24. 8., 16.30 Uhr, unverschlüsselt und in Dolby Digital auf Premiere). Die erste Präsentation des Imperators findet auf der Funkausstellung statt, am Stand des Smart-Herstellers Wela Electronic in Halle 2.1. Da muss er freilich unbeschäftigt bleiben, denn Panasonic wird dort doch keine HDTV-Übertragungen organisieren (der gute Mann hat IFA und IBC verwechselt).
Hiermit erkläre ich mit sofortiger Wirkung Smart zu meiner Lieblingsfirma. (22. 8. 2003)
Smart Imperator: Ein HD-DVB-S-Receiver, wenn der Ausdruck gestattet ist – das Empfangsgerät für HDTV-Übertragungen über Satellit. Festplatte, DVI-Ausgang und ein zweiter Receiver für DVB-T sind an Bord. Auslieferung zum Jahresende, Preis noch unbekannt.

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Nachrichten-Archiv: Meldungen von 2002 (Januar bis Dezember 2002)


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