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Ulrich v. Löhneysen, Journalist
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HDTV: Alles neu in 2005
Weiter unten: Geplante HDTV-Receiver Es waren die Australier, die vor vielen Jahren HDTV über den europäischen Digital-TV-Standard DVB erzwangen weil sie das zur Bedingung für die Übernahme machten. Seither gibt es eine erweiterte Richtlinie, die da heißt "How to use MPEG-2 over DVB" und auch die HDTV-Profile der Videonorm einschließt. Aktuell wird wieder an einem solchen Papier gestrickt, und es wird heißen "How to use MPEG-4 over DVB". Denn schon nächstes Jahr sollen erste Dienst die verbesserte Codierung nutzen, unter anderem der französische Sender TF1 für terrestrische Abstrahlung, also über Antenne. Auch BSkyB in England, TPS in Frankreich und wahrscheinlich Premiere in Deutschland werden es so machen, auch die Pro7-Sat1-Gruppe liebäugelt mit dieser Norm. MPEG-4 heißt in diesem Zusammenhang natürlich immer H.264 oder Advanced Video Codec oder MPEG-4.10 was alles das Gleiche ist. Und diese Norm bringt immer auch ihren kleinen Bruder mit, die VC-9-Codierung von Microsoft. Alle Hersteller von Decoder-Chips planen nämlich immer für beide Verfahren, schließlich liegt der Mehraufwand bei nur rund zehn Prozent. Doch damit nicht genug der Neuerungen: Ab Mitte 2005 stehen Chipsätze für den neuen Übertragungsstandard DVB-S2 zur Verfügung. Hier gewinnt man durch Verbesserungen der Kanalmodulation, der Fehlerkorrektur und anderer Dinge rund 30 Prozent. Zusammen ergibt das folgende Situation: Wo man bisher auf einem Satelliten-Transponder gerade mal einen HDTV-Kanal plus einen in Standard-Auflösung unterbringen konnte, sind dann fünf HD-Programme gleichzeitig möglich. Damit liegen die Kosten für die Ausstrahlung hochauflösenden Fernsehens gar nicht mehr weit über den bisherigen Standard-TV-Kanälen. Bisher musste man rund mit dem Vierfachen rechnen. Und daher rechnen sich Spartenkanäle in HD-Qualität plötzlich ganz anders. Was nun aber auch bedeutet, dass alle bisherigen Empfangseinrichtungen dafür nicht mehr geeignet sein werden was nicht nur die Zinwell-Boxen betrifft, sondern auch jede Sat-Empfangskarte. Im PC hat man freilich den Vorteil, dass bei entsprechend leistungsstarker Hardware die Decodierung per Software klappen dürfte. Die HD-DVDs mit 1.080 Zeilen sind dafür der perfekte Test. Kein Wunder also, dass der Nachschub an HDTV-Boxen stockt. Aber die Aussicht auf viele schöne Programme im nächsten Jahr (leider erst in der zweiten Jahreshälfte) sollte Entschädigung genug sein. Geplante Set-top-Boxen und sonstige HDTV-Empfänger
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