Die Bildverarbeitung bei DIST besteht aus einer Wandlung in die Progressive-Ebene; danach folgt eine Formatierung auf das höhere Niveau, was bei NTSC eine Verdreifachung der Zeilen einschließt (bei unverändert 60 Hz), während bei PAL die Zeilenzahl verdoppelt und aus zwei Halbbildern drei gemacht werden (50 auf 75 Hz). Um das etwas klarer zu machen die Zeilenzahlen: NTSC hat 525 Zeilen einschließlich Austastlücke, 480 Zeilen sind sichtbar; in diesem Schema arbeitet JVC mit der Gesamtzeilenzahl, die man auch verwenden muss, um die Ablenkfrequenz zu errechnen, korrekt für die Bildinhalte ist aber der Ansatz der sichtbaren Zeilen. Das macht 480 Zeilen mal 3, also 1.440 Zeilen sichtbar; das ist damit exakt das Doppelte von 720p. Bei PAL sind es 576 mal 2, also 1.152 Zeilen (mit Austastlücke 1.250). Es mag erstaunen, dass aus 720p ein 1.440i-Signal gemacht wird, also Interlaced (Halbbilder) genau wie bei allen anderen Quellen auch. Für die Verwendung von Halbbildern gäbe es keinen Grund, geht man nur von NTSC, PAL oder 720p als Eingangssignalen aus; weil es aber auch 1.080i-Signale gibt, wäre Progressive Scan ein Rückschritt. Dieses Signal in Progressive Scan zu wandeln, ist verlustfrei nur bei Verdoppelung der Ablenkfrequenz möglich, man bräuchte dann 64 kHz, was noch mehr Schwierigkeiten macht als 45 kHz. Ein dritter Schritt in der Bildbearbeitung ist dann eine Anhebung der Detailschärfe, womit man niedrig aufgelöste Signale optisch ein wenig mehr in Richtung HD trimmen will (HD-DSD). Das Problemfeld der Schaltung wird die Umrechnung von zwei Bewegungsphasen bei PAL-Videoquellen auf drei sein. Wie das gelöst werden soll, beantworten die JVC-Informationen bisher nicht.