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DVD+RW: der Player mit dem Record-Knopf
D-ILA-Projektoren von JVC
Apple Powerbook als DVD-Player
Meldungen 1999
Meldungen 2000
IFA-Vorschau 1999
IFA-Meldungen 1999
DVD-Recorder und Bilder dazu (auf der IFA 1999)
CES 2001 in Las Vegas
DVI: Die Digitalschnittstelle kommt
Eigentlich sollte ja IEEE-1394 (Firewire) alle digitalen Geräte verbinden; aber jetzt kommt DVI und macht das Rennen. Bei Bildschirmen, Projektoren, DVD-Playern, Settop-Boxen und so weiter.
Bilder: DVI auf der CES 2001 in Las Vegas (weiter unten).
Die digitale Verbindung zwischen digitalen Geräten ist immer noch ein Vakuum - nicht vorhanden. Der Grund dafür ist bekannt: Die Ängste der Hollywood-Studios und anderer Rechteinhaber vor Raubkopien in Original-Qualität. So ließ sich im DVD-Forum immer noch keine Einigung zwischen den Hardware-Hersteller und den Studios über die Art, wie digitale Inhalte über IEEE-1394 (auch bekannt als Firenwire oder i-Link) übertragen werden können, herstellen. Im PC-Sektor hat sich mittlerweile eine andere Schnittstelle etabliert, das Digital Visual Interface, DVI abgekürzt. Es ist im Prinzip eine Art digitaler VGA-Buchse. Dafür gibt es mittlerweile sogar einen Kopierschutz, der unautorisiertes Anzapfen des Datenstroms zuverlässig verhindern soll (HDCP genannt). Zwar existitiert auch dafür noch keine Freigabe der Filmstudios, aber die scheint nur noch eine Frage der Zeit. Weil nämlich der Datenstom für einen Monitor sehr viel einfacher zu handhaben ist, sind hier keine Probleme zu erwarten.
Zahlreiche Hersteller aus der Unterhaltungselektoinik wollen deshalb die DVI-Schnittstelle in ihre Produkte einbauen, allen voran die Produzenten von Rück- und Frontprojektoren. Doch nötig sind auf der anderen Seite auch die digitalen Quellen. Und da scheint der Durchbruch jetzt geschafft: Die meisten Betreiber digitaler Satellitendienste wie Echostar oder DirecTV haben ihr Einverständnis zu DVI gegeben, was sie bei IEEE-1394 bisher verweigert haben (Panasonic zog seine Settop-Box mit Firewire zurück, weil Sat-Empfang sonst unmöglich gewesen wäre). Ein Bekenntnis zu DVI haben auf der CES unter anderem Toshiba, Samsung und JVC abgelegt. Mehr sollen folgen. Doch nicht nur Fernsehen wird es über DVI geben, genauso ist der Anschluss von DVD-Playern und Digitalrecordern über diese Buchse möglich. Die ersten Anbieter werden wohl im Sommer mit DVD-Playern auf den Markt kommen. Die Gedankenspiele gehen bis hin zu Videoeingängen im DVD-Player mit integriertem De-Interlacer (Linedoubler) für den 'DV'I-Output. Da bleiben kaum noch Wünsche offen. Zweite Quelle für DVI-Eingänge könnte D-VHS werden. JVC will die Buchse bei seinen Recordern einführen (mitsamt HDTV-Software, siehe nächsten Beitrag).
Nachteilig bei DVI ist noch die Tatsache, dass über die Buchse ausschließlich Bilddatgen übertragen werden. Das soll sich mit DVI 2 ändern, das im Sommer 2001 spezifiziert sein wird. Dann kommen über die Schnittstelle auch der Ton sowie Kontrollinformationen. Dieser Standard erscheint für die Unterhaltungselektronik ideal, eine Art digitaler Scart-Stecker (ein ganz neues Feld für die Adapter-Branche, wenn der Ton dann woanders hin muss als das Bildsignal).
Wird IEEE-1394 und die damit verbundene HAVI-Initiative damit überflüssig? Nicht wirklich, wie der Amerikaner zu sagen pflegt. Denn primäres Ziel ist hier ja die Verknüpfung aller Komponenten im Haus in Form eines intelligenten Netzwerkes und nicht die Datenübertragung zum Monitor allein. Diese Funktion kann und soll DVI nicht übernehmen. Aber um mal einen Blick auf die Schwierigkeiten zu werfen: Die Software-Seite verlangt zum Beispiel, dass lokale Speicherung ganz unterbunden werden kann, wenn es der Sender wünscht. Die Hardware-Industrie möchte aber natürlich keine Geräte verkaufen, die nur gelegentlich aufnehmen können - der Käufer würde sich vor allem bei den Geräteherstellern beschweren, nicht bei der Software, wenn er plötzlich sein teuer gekauftes Gerät nicht benutzen dürfte. Aber es geht noch weiter: Auch lokale Speicherung soll von den Rechteinhaber kontrolliert werden können, etwa in der Form, dass eine Kopie nur für eine gwisse Zeit existieren darf und sich danach selbsttägig sperrt. Selbst ohne Digitalschnittstelle würde sich dann zum Beispiel eine Aufzeichnung auf Festplatte nur für einen vom Sender festgelegten Zeitraum halten. Die berechtigte Frage der Industrie: Wer will so etwas kaufen?
Vom gesamten Konzept her wäre IEEE-1394 natürlich die bessere Schnittstelle auch für Monitore oder Projektoren. Denn über sie kommt das Signal von jedem Gerät zum Bildschirm, egal, wo es im Netzwerk hängt. Bei DVI wird man dagegen schon bald zwei Eingänge brauchen - oder einen Umschalter -, wenn man eine digitale Settop-Box und einen DVD-Player mit DVI anschließen will. Trotzdem: DVI schließt endlich die Lücke in der digitalen Kette, so dass von der Abtastung im Studio bis hin zum Display eine durchgängige Verarbeitung ohne Analog-Wandlung möglich wird.
Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass DVI auch in PAL erlaubt sein wird . . .
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Bilder: DVI auf der CES 2001 in Las Vegas.
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DVI bei Samsung: Prototyp einer Settop-Box mit der Digitalschnittstelle, angeschlossen an einen Fernseher. |
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DVI bei JVC: Im D-Theater von JVC spielt die Digitalschnittstelle eine wichtige Rolle; der Rückprojektor D'Aliah soll nun ausgeliefert werden und zwar standardmäßig mit DVI-Schnittstelle. Vorne eine Settop-Box für digitales Fernsehen und HDTV, auch der D-VHS-Recorder soll einen DVI-Ausgang haben. Auf der Haube Bekennerschreiber der Software-Industrie, dass DVI mit Kopierschutz die Unterstützung Hollywoods hat (siehe dazu auch nächsten Bericht). |
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