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DVD+RW: der Player mit dem Record-Knopf
D-ILA-Projektoren von JVC
Apple Powerbook als DVD-Player
Meldungen 1999
Meldungen 2000
IFA-Vorschau 1999
IFA-Meldungen 1999
DVD-Recorder und Bilder dazu (auf der IFA 1999)
CES 2001 in Las Vegas (4)
DVD-Trends: Dual-Recorder und mehr
Wo es hingeht: Progressive Scan bei DVD, wenig Neues bei DVD-Recordern, Systemstreit zwischen DVD-Audio und Super-Audio-CD, und die X-Box wollen wir auch nicht vergessen - oder doch?
Bilder: DVD-Plusminus-Recorder von Sony, DVD+RW-Recorder von Thomson (RCA), X-Box.
Bei DVD lässt sich kaum noch ein allgemeiner Trend ausmachen: Denn DVD ist überall, in den USA noch mehr als bei uns. Der Erfolg des Systems ist umwerfend. Eigentlich müsste die ganze Branche Leuten wie Koji Hase und Warren Lieberfarb die Füsse küssen, die diese Idee durchgesetzt haben. Man hört, dass die Regisseure in Hollywood bereits anfangen, für DVD zu drehen - das heißt, sie denken an Zusatzmaterial, sie probieren alternative Stories; sie sehen in der Disc die Chance, ihre Filme ganz anders zu präsentieren, als das unter den kommerziellen Zwängen des Kinobetriebs möglich ist. Nun aber zu den Details.
Progressive Scan wird zum Pflichtprogramm, das man einfach haben muss; schon in der Mittelklasse hält der Spezialausgang Einzug, mit dem die Zeilenstruktur der Vergangenheit angehört. Es wäre sinnlos, alle Anbieter solcher DVD-Player aufzuführen - praktisch jeder Hersteller hat sie auf der CES 2001 gezeigt. Allerdings: Praktisch alle Chips, die hier verwendet werden, können kein PAL, also 576-progressive. Insofern wissen wir nur, dass Progressive Scan kein Riesenaufwand ist. Aber wann es auch in PAL kommt, bleibt fraglich. Erste Hersteller richten sich nun auf die Funkausstellung Ende August ein, um erste Lösungen mitsamt Kopierschutz zeigen zu können. Ein echtes Highlight in Sachen Progressive Scan stand auf dem Stand der weithin unbekannten Firma Sage, aber die haben nun mal Faroudja gekauft. Und vermarkten die Technologie dieser Progressive-Spezialisten nun weiter, unter anderem an Philips. So warten die besseren Player dieser Marke in USA mit Faroudja-Chips auf - eine Technologie, die auch in Europa aktuell werden könnte. Genauers kann aber noch niemand sagen, da muss erst im DVD-Forum entschieden über den PAL-Kopierschutz werden.
DVD-Recorder waren natürlich auch zu sehen, aber nichts grundsätzlich Neues (zumindest nicht für Leser dieser kleinen Seiten). Sony ging als erster Hersteller in die Offensive und zeigte ein Gerät, das angeblich DVD-RW und DVD+RW gleichermaßen verwendet, wie in meiner Meldung vom 31. 12. 2000 bekannt gemacht. Auch Thomson, ohne Stand auf der CES, aber mit großer Show im Mandalay Bay Hotel, hatte einen DVD+RW-Recorder im Gepäck, den es möglicherweise zeitgleich zum Philips DVDR 1000 ab September geben wird. Gleichzeitig bekräftigte man, auch DVD-RW aufnehmen zu wollen. Ein Sprecher der RWPPI (Meldung vom 12. 5. 2000) sagte, noch eine dritte Firma wolle DVD-Recorder für beide RW-Standards entwickeln, nannte aber keinen Namen. Dabei kann es sich eigentlich nur um LG Electronics handeln, wo es einen DVD-RW-Prototyp gibt. LG ist über die Tochterfirma Zenith sehr stark in USA vertreten. Nichts Neues in Sachen blauer Laser: Sony und Pioneer zeigten erstmalig außerhalb Japans die "DVR-blue"-Prototypen (Meldung vom 27. 10. 2000) mit HDTV-Material. Im RAM-Lager wenig Aufregung: Panasonic zeigte einen DVD-Camcorder, der aber von Hitachi kommt; Hitachi vertreibt im Gegenzug den Recorder DMR-E10 von Panasonic. In Sachen RAM-Kompatiblität wenigstens ein erster Ansatz: Der Panasonic DVD-Player RP91, der im Frühjahr zu kaufen sein wird, kann RAM-Discs lesen, die von Camcorder oder Recorder beschrieben wurden.
Musik-seitig spitzt sich die Auseinandersetzung DVD-Audio gegen Super-Audio-CD weiter zu. Auf der Geräte-Seite geht DVD-Audio nun in Führung, immer mehr Hersteller adaptieren diesen Standard, vor allem in den High-endigen DVD-Playern. Neuester Zugang auf der CES ist Yamaha, wo ein erstes Modell zu sehen war - bei uns zum Jahresende; vor eineinhalb Jahren auf der Funkausstellung 1999 ließ sich Yamaha noch dem SA-CD-Lager zurechnen. In beiden Camps hat man nun die 500-Dollar-Schwelle ins Auge gefasst, was bei uns etwa 1.200 Mark wären. Sony bietet dafür das Modell SCD-CE555, einen Fünffach-Wechsler mit Sechskanal-Fähigkeit (je billiger, desto mehr Kanäle). Aber noch kein Modell, das Multichannel-SA-CD und DVD-Video kann. Auf der anderen Seite der Toshiba SD-4700, zum gleichen Preis ein vollwertiger DVD-Video- und DVD-Audio-Player. Auch mäßig interessant: Panasonic will einen tragbaren DVD-Player mit LCD-Schirm und Aktivboxen für DVD-Audio bauen.
Eingebaut wird DVD sowieso in Fernseher jeder Art. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir: eine DVD-VHS-TV-Kombi bei Panasonic (ohne TV auch bei Samsung), eine schicke TV-DVD-Kombi bei Konka aus China, eine Miniatur-Kiste mit Neunzoll-Röhre und Player bei Toshiba sowie ein Fernseher bei Konka mit zwei Laufwerken, eines für DVD, das andere ein Video-CD-Recorder. Das hat doch was.
Die X-Box von Microsoft hatte auf der CES ihren ersten öffentlichen Auftritt im endgültigen Design. Wie schon bekannt, ist sie auch ein DVD-Spieler (wenn man möchte). Aufhorchen lässt da die Tatsache, dass Bill Gates in seiner CES-Keynote versprach, die X-Box werde HDTV-Auflösung unterstützen, so mächtig sei die Maschine und so leistungsfähig die Software. Das hieße also: Mindestens ein Progressive-Scan-Ausgang (in der NTSC-Version, von PAL und den in dieser Version geplanten Ausgängen natürlich noch kein Wort); oder vielleicht sogar echte HDTV-Auflösung etwa von 720p oder 1080i, sowohl bei Spielen wie bei DVD-Wiedergabe? HDTV ja, bei beiden sagt die Pressemappe. Wie wenig man auf solche Ankündigungen geben muss, zeigt allerdings ein Vergleichschart: Dort steht auch, die Playstation 2 würde HDTV nur bei DVD, nicht bei Games unterstützen. Da muss Microsoft an dieser Konsole etwas gefunden haben, was allen Testern und sogar Sony selbst bisher verborgen geblieben ist.
Wunschvorstellungen sollte man nicht für Realität nehmen, selbst wenn sie mit Verkaufsdaten versehen sind.
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Bilder: DVD-Recorder in RW-Technik auf der CES 2001.
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Sonys Dual-RW-Recorder: Er soll Mitte 2002 zu haben sein und dann sowohl +RW als auch -RW verarbeiten könen. Vorläufig ist dieser Prototyp mehr aber ein politisches Statement: Wir untersützen die Formate, die DVD-Video-kompatibel sind. Und bis Mitte 2002 kann noch viel passieren. |
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RCA DVD+RW-Recorder: Die US-Marke des Thomson-Konzerns zeigte ihre Version eines DVD+RW-Aufnahmegeräts. Für 2.000 Dollar möglicherweise schon ab Sommer auf dem US-Markt. |
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Bill Gates (rechts), X-Box: Die Konsole von Microsoft unterstützt auch HDTV, sagt er. Und die Playstation 2 tut das nur bei DVD-Wiedergabe - ja, ja, Herr Gates. |
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