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DVD+RW: der Player mit dem Record-Knopf
D-ILA-Projektoren von JVC
Apple Powerbook als DVD-Player
Meldungen 1999
Meldungen 2000
IFA-Vorschau 1999
IFA-Meldungen 1999
DVD-Recorder und Bilder dazu (auf der IFA 1999)
CES 2001 in Las Vegas (5)
Internet-Musik, Displays und mehr
Weitere interessante Neuerung aus Las Vegas: Musik aus dem Internet - ganz ohne Computer, neue Bildschirm-Technologien, und Lautsprecher an der Decke beim 6.0-System.
Bilder: RCA-Mediamanager, RCA/Thomson-Rückprojektor, Philips ProntoPro.
Musik und Radio werden ganz mit dem Internet verbunden. Jeder Hardware-Hersteller sucht die Kooperation mit einem Internet-Portal, so wie Harman/Kardon mit ZapMedia (siehe Meldung vom 28. 12. 2000). Ein Online-Radio gab es bei Philips, einen speziellen Media Manager bei RCA/Thomson, und dazwischen auch alles mögliche.
Der Media Manager von RCA, der US-Tochter von Thomson, kommt dort aus der HiFi-Abteilung. Er kombiniert einen DVD-Player mit Harddisc, die speziell für die Musikwiedergabe gedacht ist. Jede CD wird beim Abspielen automatisch als MP3-Version auf der Festplatte gespeichert, so dass man sich hier ein Archiv aufbaut. Von der Harddisc steht dann jeder Musiktitel im sofortigen Zugriff zur Verfügung. An dieser Art von Konzepten arbeiten praktisch alle Firmen (siehe auch Meldung vom 7. 3. 2000). Beim Download aus dem Internet ist nach wie vor ungeklärt, wer was für welche Musik zahlen soll und wie. Das hindet jedoch keine Firma daran, Konzepte vorzustellen, wie das funktionieren könnte. Es wird wohl nicht einen, für alle Bereiche gültigen Standard geben, sondern viele, nicht ein Portal, sondern Tausende. Welche Produkte irgendwann die Kunden überzeugen, das weiß heute noch keiner. Vor allem frage ich mich: Wenn ich dann 10.000 Musikstücke auf meiner Festplatte habe - was dann?
Thomson beziehungsweise RCA widmete seine gesamte Pressekonferenz zur einem einzigen Thema: dem neuen 50-Zoll-Rückprojektor. Der zeigte in der Tat ein beeindruckendes Bild und die Journalisten staunten: Kommt im Sommer, kostet 6.000 bis 8.000 Dollar, hat eine ganz neue Technologie, made in USA. Es handelt sich beim Bildelement nämlich um ein so genanntes Microdisplay, auch Liquid Chrystal on Silicon genannt (LCoS), geliefert von der US-Firma 3-5 Systems. Das sind spiegelnde Mini-LCDs (siehe Meldung vom 11. 3. 2000). Was vielen Anwesenden mit Sicherheit nicht klar war: So ein Gerät stand auch bei Samsung, originellerweise sogar mit den Microdisplays des gleichen Lieferanten (Samsung hat nämlich schon im letzten Sommer den Lieferanten gewechselt - lieferbar ist der Rückpro aber dort genauso wenig). Da fällt einem doch ein, dass Thomson seine DVD-Player in PAL von Samsung bezieht; dass es schon LCD-Rückprojektoren bei Thomson gab, die von Samsung gebaut wurden; dass der Thomson-Bildröhrenlieferant Corning auch ein Joint Venture in Korea betreibt - mit Samsung natürlich. Auffällig viele Gemeinsamkeiten, aber keine Antwort auf eine mögliche Zusammenarbeit beider Konzerne. Davon abgesehen: Wenn die Amis ihre Microdisplays endlich ans Laufen bekommen würden, könnte das eine tolle Technologie sein (siehe auch Photokina-Vorschau).
Neues Thema, gleiche Firma: Microsoft versucht, ins Geschäft mit Harddisc-Recordern einzusteigen - nicht Hardware-mäßig, das bleibt RCA überlassen, schließlich ist man ja an Thomson beteiligt. Nein, die Zielsetzung von "UltimateTV" ist es, die Kontrolle über die Festplatten zu bekommen, denn das gilt als das TV-Geschäft der Zukunft: Wie sortiere ich die Programme, was wird bevorzugt, wie wird mit Werbung umgegangen? Dieses Geschäftsmodell haben Replay und TiVo erfunden (siehe Report zu diesem Thema), aber es rollt noch nicht so wie geplant. Nicht zufällig hat Replay-Investor Marc Andreesen diese Steuerungs-Software als "Browser fürs Fernsehen" bezeichnet - er war schließlich bei Netscape schon der Erfinder des Browser, wie wir ihn heute nutzen. Mit Microsoft hat er schon die eine oder andere Erfahrung gemacht.
Um die Tonseite nicht ganz zu vergessen: Bei Dolby bekam ich eine DVD-Audio geschenkt (Zusammenhänge siehe Meldung vom 27. 6. 2000), die von Chesky Records produziert worden war. Der Boss dieser Firma, Chesky heißt er, meint, dass man Sechskanal-Sound ganz anders nutzen solle: Mit vier Boxen im Kreis um den Hörer, ganz nach klassischem Quadrophonie-Vorbild, aber dann zwei etwas weiter auseinander in der Höhe, ein bis zweieinhalb Meter über dem Boden. Damit ließe sich, so Chesky, der Raumanteil eines Konzertsaals oder einer Kirche viel besser reproduzieren als mit Boxen in der gleichen Höhe. Klingt logisch, aber ich bin so frei und lasse meine Lautsprecher da, wo sie jetzt sind. Und dann freute man sich bei Dolby über die ersten Geräte mit ProLogic II, die von Kenwood kommen. Auch bei DTS hat man DVD-Audio entdeckt und produziert nun eigene Discs dieser Art, bei denen ein DVD-Video-kompatibler Teil vorhanden ist (wie bei Warner, siehe Meldung vom 3. 10. 2000) - natürlich mit DTS, teilweise sogar im 6.1-Kanallayout. Dolby Digital ist auch drauf auf diesen Scheiben, aber nur in Stereo. Ätsch.
Sagen Sie nicht, dass ich etwas gegen Bill Gates hätte. Aber dass ich mich, um seine CES-Keynote zu hören, in lange Schlangen eingereiht habe, das war schon blöd. Aber dass ich mich dann in einer Videoübertragung seiner Ansprache wiederfand, hat mich geärgert. Und dass ich mich bei dieser Gelegenheit für nichts und wieder nichts in einen Kaugummi gesetzt habe, das verzeihe ich ihm nicht.
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Bilder: RCA-Mediamanager, RCA/Thomson-Rückprojektor, Philips ProntoPro.
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RCA-Rückprojektor: Großer Bildschirm mit winzigen LCoS-Displays, sehr helles Bild und breiter Blickwinkel, viel besser als bei Röhrengeräten. Und viel billiger als bei DLP-Rückprojektoren. Im Sommer für irgendeinen Preis unter 8.000 Dollar zu haben. |
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RCA Media Manager: Eine Box für Musik und DVD-Wiedergabe; auf der Festplatte speichert man Musik aus dem Internet oder von CDs, gewandelt ins MP3-Format. |
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Philips ProntoPro: Die Kult-Fernbedienung hat nun auch einen farbigen Bildschirm. Auch das Design ist etwas eleganter geworden. |
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