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Ulrich v. Löhneysen, Journalist

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Die Funkausstellung ...

und was ich dort für wichtig halte

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Die Themen meiner IFA-Übersicht:

Digitales Fernsehen
DVD
Projektoren
Rückprojektoren
Fernseher
D-VHS
Festplatten-Videorecorder
Super-Audio
Diverses

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Die folgende Zusammenstellung basiert auf der Funkausstellungs-Vorschau, die ich für audiovision, Heft 5/99, geschrieben habe; sie entstand Ende Juli; einige Aktualisierungen sind eingefügt.

 

Digitales Fernsehen

Wenn alles digital wird, darf das Fernsehen nicht fehlen. Aus zwei Ecken kommt ein Neuanfang für digitales Fernsehen: Die Kirchgruppe präsentiert die Fusionsergebnisse aus Premiere und DF1, das deutsche Monopol in Sachen Pay-TV; aus dem Free-TV verkünden viele Sender ihren neuen Start auf der digitalen Ebene. Die Realität sieht aber nun mal so aus, dass sich digitales Fernsehen auf der Pay-Ebene durchsetzen wird - und hier setzt Kirch die Standards und niemand sonst. Auch das große Thema terrestrisches digitales Fernsehen, von dem viel die Rede ist, wird so schnell daran nichts ändern.

Worauf wir alle warten, das ist aber noch etwas anderes: nämlich digitales HDTV. Denn damit ist im Kino zu Hause eine ganz andere Bildqualität möglich als heute - ausreichend für Bildgrößen von 1,5 Metern und mehr. Hier sind die USA führend, wo die Ausstrahlung im letzten November begonnen hat. Ob und wann Europa nachziehen wird, das steht noch in den Sternen.

Im Folgenden einige Stände und Firmen, die einen Besuch wert sein müssten:

Premiere wird auf der Funkausstellung seine neue Dachmarke Premiere World vorstellen, unter der auch DF-1 aufgeht; geplant ist eine deutliche Ausweitung des Digitalprogramms auf den Umfang von DF-1, allerdings mit noch stärkerer Schwerpunktsetzung auf Film und Sport. IFA H 5.2

DF-1 feiert den Abschied als Sender, übernimmt aber de facto Premiere; die wichtigsten Elemente des Programms bleiben dort erhalten. IFA H 4.2, 5.2

ARD wird zum x-ten Mal den Start ihres Digitalpakets verkünden und ihre Sorgen, daß das Digitalfernsehen von Kirch (Premiere) dominiert werden könnte; verzweifelte Versuche, eine eigene Plattform zu installieren, gehen an der Realität vorbei. IFA Freigelände und H 4.2, 5.2

ZDF siehe ARD. IFA Freigelände und H 6.2, 6.3

Radix ist der erste von etlichen Herstellern, die ihre digitalen Sat-Receiver auf den Empfang von Dolby Digital umrüsten wollen. IFA H 8.2

RTL bastelt am einen eigenen Digital-Paket. IFA H 4.2

Loewe hat erste TV-Geräte für Deutschland, die mit Digital-TV-Empfängern auszurüsten sind. IFA H 6.2

Nokia entwickelt die D-Box weiter; angeblich hat man eine dicke Überraschung bereit - eine interaktive D-Box (wenn's jemand bracht ...). IFA H 5.2 und 2.2

Philips zeigt die zweite Generation der D-Box. H 22 und 5.2

Panasonic könnte mit Aufzeichnungen von US-HDTV aufwarten, wenn alles klappt; und neu: Set-top-Box für Dolby Digital auf Pro7. IFA H 25 und 5.2

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DVD

Die DVD ist eines der ganz großen Themen der Funkausstellung. Auf sie setzt die Branche ihre Hoffnungen. Gleichzeitig ist aber die alte Krankheit wieder zu besichtigen: Die Preise gehen so schnell nach unten wie die Stückzahlen nach oben. Deswegen geht der Trend dahin, die DVD in komplette Anlagen einzubauen, vom Receiver (bei Kenwood) über die Mini-Anlage (bei Pioneer) bis hin zum Fernseher (bei Grundig).

Nicht nur für das Kino zu Hause, sondern auch für Videofilmer eignet sich die DVD: Auf der Funkausstellung versuchen verschiedene Hersteller, die bespielbare DVD hier zu positionieren. Das Problem dabei: Die Systeme dafür sind nicht oder nur mit viel Aufwand kompatibel zu normalen DVD-Spielern. Hitachi und Panasonic setzen auf das DVD-RAM-Format, während Thomson das "Multimedia Video Disc"-Format von NEC nutzen will. Hitachi baut mit DVD-RAM sogar einen Camcorder, die anderen Firmen bauen Schnittrecorder, die herkömmliche Camcorder ergänzen. Die damit erstellten DVDs lassen sich aber nicht auf DVD-Video-Playern abspielen. Erst im nächsten Jahr will Panasonic seine Videoplayer auch RAM-tauglich machen.

Vormerken sollten sich DVD-Interessenten auf jeden Fall einen Besuch in Halle 10.1, denn dort stellen die Mitglieder der DVD-AG nur zu diesem Thema aus; einige schöne Vorführungen sind geplant (diverse Kinos). Neben den Kollegen von "video - das Testmagazin" (so heißt es jetzt, früher haben wir gesehen was Spaß macht) hat auch das DVD-Magazin ein winziges Eckchen. Dort werde ich mich gelegentlich herumtreiben.

Einige Firmen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Akai hat drei neue Player, alle aus der 400er-Serie: DVP-4000, DVP-4100C und DVP-4500D mit Digitalanschluß für Akai-Plasma-Bildschirme. IFA H 20

Esonic aus Taiwan möchte nächstes Jahr weltweit eine Million DVD-Player verkaufen; davon sollen auch einige nach Deutschland kommen. IFA H 17

Grundig hat die beiden neuen Typen GDV-110 und GDV-200 auf der Funkausstellung, beide Abkömmlinge der neuesten Philips-Generation. Der GDV-200 soll aber mit elegantem Alu-Design einen eigenständigen Auftritt erhalten. IFA H 10.1 und 23

Hitachi bringt den DVP-250 nach Berlin; er soll mit einer eigenen Menüstruktur das Auffinden von DVD-Extras erleichtern. Weiterer Schwerpunkt: DVD-RAM im Camcorder. IFA 8.2

JVC stößt in die 800-Mark-Klasse vor. IFA H 7.1

LG Electronics steigt mit dem DVD-2230 und DVD-2280 ins Geschäft ein; der zweite hat einen DD-Decoder. Preise 700 und 900 Mark. IFA H 11.2

Nakamichi wagt einen Neustart mit dem Modell DVD-10, einem Normalmodell mit DD/MPEG-Decoder. IFA H 8.1

Panasonic verwirrt das Publikum mit dem DVD-A360; er hat jetzt doch nur einen Dual-Decoder (DD, DTS); dazu gibt’s das Carmedia-System mit DVD fürs Auto. IFA H 10.1 und 5.2

Philips bringt eine neue Baureihe mit den Modellen DVD-750 und 950; beide DTS-fähig und Laufgeräusch-optimiert. IFA H 10.1 und 22

Pioneer überrascht mit dem Mini-Player, dem PDV-LC10 mit LCD-Schirm; neu auch der DV-626 mit DD-Decoder. IFA H 10.1 und 17

Orion kommt mit dem DVD-902 nach Berlin, einem günstigen Standard-Player. IFA H 8.2

Samsung legt den Schwerpunkt auf die Player mit eingebautem Normwandler. IFA H 25

Sharp geht mit vier Playern der dritten Generation in die Herbstsaison: DV 600S im Mittelformat, DV 700S, DV 760S mit DD-Decoder und einen Mini-Portable. IFA H 3.2a

Sony stellt die DVD-Welt auf den Kopf — zumindest das Modell DVP-F11, das sich senkrecht ins Bücherregal stellen läßt, dank Disc-Slot statt Schlitten; mit dem DVP-S325 unterbietet Sony nun ebenfalls die 1.000-Mark-Marke. IFA H 10.1 und 18

Thomson kommt mit dem DTH-3300 und dem DTH-3600, beide mit Bild-Zoom, der 3600 aus den neuen Scenium-Reihe mit Dual-Decoder. IFA H 10.1 und 21

Toshiba ist nun bei der 09-Serie angelangt, dem preiswerten SD 2109 und dem 3109 mit Zwei-Disc-Schacht. IFA H 7.2

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Projektoren

Projektoren sind bekanntlich eines meiner Lieblingsthemen. Mehr und mehr gewinnt auch die Funkausstellung hier Bedeutung; viele Firmen ziehen sie sogar der Spezialmesse Infocomm in Köln vor und bringen ihre ganze Produktpalette mit nach Berlin. Highlights sind ohne Frage die neuen Microprojektoren von rund zwei Kilogramm, alle basierend auf der Mikrospiegel-Technik (DLP) von Texas Instruments. Die Firma Medium, Importeur des Plus-Winzlings U2-1080 (auch als SVGA-Modell U2-720) ist nicht vertreten, man wird das Gerät aber bestimmt auf einigen Ständen in Heimkinoanlagen sehen. Einen ähnlichen Winzling zeigt demnächst InFocus (nicht Davis, wie in audiovision stand, sagt jedenfalls Peter Finzel, und der hat es geschrieben). Die heißeste Adresse in Berlin ist aber bestimmt der Sharp-Stand, wo der erste DLP-Projektor der Firma zu sehen ist. Ein zweiter Trend: Projektoren werden für Video optimiert, was bisher bei LCD- und DLP-Geräten nicht selbstverständlich war.

Einige Firmen mit interessanten Projektoren (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Philips hört die Signale der Nutzer und macht den Hopper noch leiser; auch der Heimkinoprojektor Fellini ist in einer leicht verbesserten Version zu sehen. IFA H 22

Sharp ist erstmals mit eine DLP-Projektor vertreten, der in der Zweikilo-Klasse perfekte Bilder liefern soll. Daneben hat man ein großeres Gerät speziell für den Einsatz im Wohnzimmer optimiert, mit weniger Geräusch, besseren Farben und was sich der Heimkinofan so wünscht. IFA H 3.2a

Sony könnte die Fans von Kino zu Hause glücklich machen und den lang erwarteten Nachfolger des Breitbild-Projektors, des VPL-W 400 in Berlin zeigen. Er wird VPL-VW10HT heißen und inklusive HDTV auf seinen 16:9-Panels alles darstellen, was man sich nur wünschen kann. Genaueres wird man erst wissen, wenn Sony seinen Stand bestückt hat. IFA H 16

Toshiba zeigt erstmals in Deutschland den MT-1, einen tragbaren LCD-Projektor, der auch im Wohnzimmer gute Dienste leisten soll. IFA H 7.2c

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Rückprojektoren

Komisch: Jetzt, da die Bildschirmtechniken der Zukunft endlich konkrete, metergroße Formen annehmen (Plasma), da feiern altmodische Rückprojektoren ein Comeback. Das liegt sicherlich daran, dass sie das gewachsene Interesse an Großbildsystemen am preiswertesten befriedigen konnen, denn sie kosten nicht 20.000 Mark, sondern zwischen 5.000 und 10.000 Mark für die größten Modelle. Dabei sind sich die Firmen uneins, ob sie eher mit konventionellen Röhren oder mit LCDs arbeiten sollen; Rückprojektoren auf DLP-Basis sind angekündigt, aber noch nirgends marktreif (außer bei Davis). Manche Firmen konnen sich nicht entscheiden, und machen gleich beide Technologien, so Sony und Toshiba.

Einige Firmen mit interessanten Rückprojektoren (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Hitachi baut seine Progressive-Scan-Technologie (Vollbilddarstellung) nun auch in Rückprojektoren ein. IFA H 8.2

Philips kommt zurück ins Business mit Rückprojektoren; zwei Modelle mit 46 und 55 Zoll Diagonale sind im neuen Angebot. IFA H 22

Sanyo hat eine neue Technologie entwickelt, die LCD-Rückpros noch flacher macht: Dank gewölbter Spiegel wird das Gehäuse nochmal deutlich flacher als bisher. Ob so ein Flachmann auch in Berlin zu sehen sein wird, wissen wir, wenn die letzten Hüllen - von den schwarzen Kästen - gefallen sind. IFA H 25

Sharp zeigte schon auf der Cebit im Frühjahr einen Rückprojektor für HDTV, der mit der CGS-Technologie arbeitet. Dieses Verfahren erlaubt die sehr feine Verarbeitung von Silizium auf den LCD-Scheiben, wodurch mehr Licht durchpasst und die Auflösung höher wird - das Ding ist einen Blick wert. IFA H 3.2a

Toshiba bietet die größte Palette von Rückpros an: Acht Geräte mal mit Röhren, mal mit LCD, mal 16:9, mal 4:3, von 40 bis 61 Zoll (1,5 Meter Diagonale). IFA H 7.2c

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Fernseher

TV-Geräte und Programm gleichen sich: Beide werden immer flacher. Bei den Geräten darf man nun aber sicher sein, dass nicht mehr flacher geht, zumindest, was die Bildröhren-Frontscheibe angeht. Alle großen Röhrenhersteller - es gibt nur vier in Europa - rüsten ihre Werke um, so dass man auf allen Ständen der Funkausstellung die neuen flachen Röhren sieht. Wer die Chance hat, sich etwas hinter den Kulissen der Stände umzusehen, sollte mal nach den Bildröhrentypen sehen - und nicht nur nach den Fernsehern.

Die großen Bildröhrenhersteller:

Panasonic hat sein Röhrensortiment soeben um 4:3-Modelle mit flacher Oberfläche erweitert; in 16:9 gibt es sie schon seit einem halben Jahr. IFA H 5.2

Philips liefert als letzter Hersteller die flachen Röhren jetzt gerade aus; auf der letzten Pressekonferenz vor der IFA funktionierten sie noch nicht. IFA H 22

Sony beliefert als einziger Röhrenmacher keine anderen Firmen; der Grund dafür, nämlich die Sonderstellung der Trinitron-Röhren und der damit verbundene Vorteil, ist aber nun entfallen, nachdem alle anderen auch komplett flach wurden. IFA H 18

Thomson startet wie Philips erst jetzt mit den flachen Frontscheiben; das erste Modell damit gehört zur neuen Scenium-Heimkino-Reihe. IFA H 5.2

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D-VHS

Vor genau zwei Jahren habe ich für FOCUS eine Geschichte über die Mogelpackung D-VHS geschrieben, weil dieses System gar nicht digital aufzeichnet, wenn es mit normalen TV-Signalen gefüttert wird. Kaum lässt man die Geschichte ein bisschen liegen, wird sie inaktuell: Denn auf der Funkausstellung sehen wir weltweit die ersten D-VHS-Recorder mit eingebautem MPEG-2-Encoder. Das heißt, die Recorder wandeln analoge Signale in das digitale Standardformat und zeichnen es so auf. Signale von digitalem Fernsehen kommen schon in diesem Standard, müssen also nicht mehr extra gewandelt werden. Gleichzeitig haben die D-VHS-Recorder, die es bei Hitachi und JVC zu sehen gibt, auch einen MPEG-Decoder, so dass sie dann nicht mehr auf die Settop-Box für die Wiedergabe angewiesen sind. Die wird nur dann noch benötigt, wenn die Digitalsignale verschlüsselt aufgezeichnet wurden - dafür gibt es aber noch keine Settop-Box, denn digitale Ausgänge sind dort nach wie vor unüblich.

D-VHS-Recorder zeigen:

Hitachi will es mit diversen neuen Technologien wissen, wobei MPEG die Hauptrolle spielt: Der D-VHS-Recorder für die digitale Aufzeichnung von analogen TV-Signalen ist praktisch serienreif. Und er wird nicht einmal besonders teuer. IFA H 8.2

JVC bringt den Super-Huper-Recorder, der auch zaubern kann - Näheres nach der Pressekonferenz. IFA H 7.1

Panasonic hat auf Vor-IFA-Pressekonferenzen D-VHS mit US-Digitalfernsehen gezeigt. Eindrucksvolle Bildqualität, aber bei uns mangels entsprechender Sender leider nicht möglich. IFA H 5.2

Philips möchte schon seit seligen HD-MAC-Zeiten den Datenstrom auf VHS aufzeichnen und auch gern die Settop-Boxen mit Digitalausgang bauen. Das scheitert bislang immer daran, dass kein Sender seine Daten digital weiterverbreitet sehen möchte. IFA H 22

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Festplatten-Videorecorder

MPEG ist auch bei einer weiteren neuen Produktgeneration das Hauptthema: Bei den Festplatten-Videorecordern, auch PVR (Personal Video Recorder) oder AV-HDD (Audio-Video Harddisc Drive) genannt. Weil MPEG-Encoder mittlerweile lieferbar sind und Festplatten auch nicht mehr die Welt kosten, liegt es nahe, Video auch auf Festplatte aufzuzeichnen. Damit läßt sich das Signal ganz anders nutzen als bei anderen Speichermedien - nämlich gleichzeitig schreiben und auslesen. Damit kann der geneigte Couch Potato (oder heißt es die Couch Potato?) seine Lieblingsserie kurz anhalten, weil die Gemahlin das Abendessen fertig hat. Und danach geht es nahtlos weiter, wobei Werbeunterbrechungen elegant übersprungen werden. Oder für die Kreativen: Man kann auf der Festplatte selbst gedrehte Filme schneiden. Der Schnitt besteht dann nur noch darin, die Bruchstücke in der richtigen Reihenfolge abzuspielen. Damit daraus "persönliches Fernsehen" wird, wie es bei Philips heißt, ist ein Provider nötig, der den Festplatten-Videorecorder mit den aktuellen Sendedaten füttert und je nach den Vorlieben des Benutzers auswählt, welche Sendungen aktuell gerade auf der Platte niedergelegt werden sollen. Dieses Konzept gibt es in zwei Versionen: Als Kiste zum Anschluss an den Fernseher und als PC-Einbaulösung. Auf der Funkausstellung dominieren logischerweise die Kisten.

Festplatten-Recorder zeigen:

Axcent aus Paderborn hat schon auf der Cebit die Software für einen Festplatten-Recorder vorgestellt, in Berlin ist nun auch die zugehörige Kiste zu bewundern. IFA H 3.2

Panasonic macht wie immer alles: Es gibt dort AV-HDDs für den Videoschnitt und es gibt dort Replay-Boxen; Replay-TV ist einer von den zwei US-Firmen, die PVR-Kisten anbieten. Panasonic hat sich dort auch eingekauft. IFA H 5.2

Philips arbeitet mit TiVo, dem zweiten US-Unternehmen für PVRs zusammen und baut auch die Boxen, die nun in USA verkauft werden. IFA H 22

Sony, seit kurzem auch im PC-Geschäft tätig (Vaio-PCs und Notebooks), setzt auf Karten und Software für Computer. Ist der Rechner leistungsstark genug, wird er so nebenbei auch zum Videorecorder. IFA H 18

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DVD-Audio und Super-Audio CD

Alle wollen sie, keiner weiß warum: Die neuen Super-Audiosysteme DVD-Audio und Super-Audio-CD beleben den HiFi-Markt. Dabei behaupten die meisten Testhörer, jetzt auch die extremen Frequenzen bis 100 kHz zu hören — nur mein Kollege Walter Schild vom AV-Testlabor in München meint, es bringt nix. Einzig bei den Plattenfirmen kann man verstehen, was sie daran reizt: Die neuen Systeme auf DVD-Basis haben diverse Kopierschutz-Maßnahmen, was in Zeiten von CD-Brennern und MP3 immer wichtiger wird. Wer an den höchsten Tönen teilhaben will, die die Branche zur Zeit bietet, sollte sich vor allem in der High-End-Halle 8.1 herumtreiben.

Super-Audio-Systeme gibt^s unter anderem:

JVC gehört natürlich zum DVD-Audio-Lager, nachdem die Firma sogar die Leitung im Standardisierung-Gremium hatte. IFA H 7.1

Panasonic und Technics wollen auch bei DVD-Audio die ersten auf dem Markt sein. Die Player Panasonic DVD-A7 und Technics DVD-A10 stehen in Berlin. IFA H 5.2

Pioneer möchte sich bei DVD weiter ganz vorne aufhalten und puscht die DVD-Audio. IFA H 17 und 8.1

Sharp engagiert sich bei der Super-Audio-CD, und zwar mit einem Player-Prototyp, vor allem aber mit dem Einbit-Verstärker SM-SX 100. IFA H 3.2a

Sony kommt bekanntlich schon im Herbst mit seinem Super-Audio-System, das aber leider vorläufig nur zweikanalig ist. Fast wichtiger als die Technik ist derzeit die Frage, wer denn Software für das System liefert; denn zu DVD-Audio haben sich alle wichtigen Musikfirmen bekannt, zur SA-CD erst Sony selbst. IFA H 18 und 8.1

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Diverses

Und was haben wir sonst noch? Telefone, Surfboxen für den Fernseher und all das Zeug interessieren mich nicht, so lange sie mir keine Filme nach Hause bringen. Ein paar Dinge sollten freilich noch erwähnt werden:

Plasma-Fernseher werden billiger, einige auch größer. Pioneer ist Vorreiter bei 50-Zoll-Schirmen, 60-Zoll-Prototypen haben Panasonic (vom Tochterunternehmen Plasmaco) und LG Electronics (IFA H 12) fertig. Ob sie auch in Berlin zu sehen sind, wird die Standbesichtigung zeigen. Bei den Preisen bewegt man sich zügig auf 10.000 Mark für einen 42-Zoll-Schirm zu. Für brauchbare Geräte muß man aber noch mit rund 15.000 Mark rechnen.

Laser-Fernsehen war lange in den Schlagzeilen, aber jetzt sind die Kollegen ermattet - dabei geht es nun wirklich los. Schneider baut in Türkheim eine Fertigung auf und wirbt schon Leute von anderen Projektorfirmen ab. Die Geräte werden aber nur in der höchsten Preisklasse bei rund 250.000 Mark zu finden sein, zumindest fürs Erste. Neu zu sehen ist in Berlin der Entwicklungsstand mit 48 kHz Ablenkfrequenz, also geeignet für HDTV und elektronisches Kino. Erst wenn klar ist, wer die Halbleiter-Laser für Consumer-Anwendungen baut, kann man darüber spekulieren, wann die Technik wirklich einmal im Wohnzimmer einsetzbar ist. Laser-TV-Entwicklungschef Christhard Deter ist jedoch optimistisch: Schon im Jahr 2002 könnten die billigen Lichtquellen serienreif sein. IFA H 23

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