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Ulrich v. Löhneysen, Journalist

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IFA 2001

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Thomson kombiniert

Wenn eine Firma den Begriff Multimedia im Namen führt, verpflichtet das. (23. 8. 2001, live aus Berlin)

TAK ist interaktives Analog-TV.
LCD mit DVD für zu Hause.
Festplatten für Video und Audio.

Abgesehen davon, dass die Presse-CD-ROM nur auf PCs läuft: Dass Microsoft Anteilseigner von Thomson ist, sieht am an TAK, einer Konkurrenz zu MHP. Ein weiterer Großaktionär ist NEC, was man an den Plasma-Fernsehern sieht. Bei Festplatten kooperiert Thomson Multimedia mit Seagate.

TAK war schon vor zwei Jahren das Thema auf der internationalen Pressekonferenz von Thomson (siehe IFA 1999); nun wechselte es in die deutsche Pressekonferenz am Donnerstag Morgen, dem ersten Termin der IFA 2001. Denn TAK startet Anfang 2002 in ersten Fernsehern von Thomson, als dem zweiten Markt weltweit nach Frankreich, wo es seit Februar auf dem Markt ist. Die Besonderheit von TAK ist, dass es zusammen mit normalem, analogem Fernsehen realisiert werden kann. Denn die Daten werden in der Austastlücke gesendet, genau wie der Videotext, und deswegen kann TAK auf der ganz normalen TV-Infrastruktur aufbauen. Die Daten basieren auf HTML, der im Fernsehen eingebaute Browser wird aber mit Microsofts eigener TV-Software aufgebaut, auch wenn die Daten nicht MSTV-kompatibel sind. Zusätzlich braucht TAK dann noch einen Rückkanal über das Telefon, über den dann auf spezielle Inhalte, aber auch auf alle anderen Internet-Seiten zugegriffen werden kann. Die werden für bessere Lesbarkeit an den TV-Standard angepasst.
Ab nächsten Jahr
soll TAK in acht Thomson-Fernsehern eingebaut sein, andere Partner sind eingeladen, sich zu beteiligen (was aber eher unwahrscheinlich ist). TAK ist eine eigene Firma, an der Thomson mit 70 Prozent und Microsoft mit 30 Prozent beteiligt sind. Die TAK Deutschland mit Sitz in München hat die Arbeit aufgenommen, attraktive Inhalte zusammen zu stellen. Vorgeführt wurden unter anderem Dienste mit Inhalten von der ARD, der Verlagsgruppe Milchstraße, dem Stern und mehr. Björn Hoffmeyer von TAK Deutschland sagte am Rande, sie hätten neun Jahre Zeit – dann wird das analoge Fernsehen sowieso abgeschaltet. Wahrscheinlich werden es aber einige Jahre mehr. Aber etwas verwirrend ist es schon, wenn hier eine neue Form der Interaktivität aufgebaut wird, in dem Augenblick, in dem alle Welt von MHP redet.

E-mail für Dich: So könnte es aussehen, wenn Anfang nächsten Jahres Thomson mit TAK auf Sendung geht. Auch Infodienste sind geplant.
Tastatur für Dich: Zur Interaktivität gehört immer ein Keyboard, auch wenn viele TAK-Funktionen auch mit der Fernbedienung abrufbar sind.
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Bei flachen Fernsehern bietet Thomson eine neue Kombination, die noch keiner gewagt hat: Einen LCD-Schirm mit DVD-Laufwerk drin. Logischerweise kann die DVD nicht flach in den Fernseher geschoben werden, denn das Gehäuse würde sonst viel zu tief. Die Disc wird vielmehr von oben in einen Schlitz eingeführt. Der Bildschirm im Standard-Format 15 Zoll soll recht hell sein und auch für ein recht breites Blickfeld ein brauchbares Bild abliefern.
Plasma hat Thomson von seinem Partner NEC; und zwar nun auch in der Supergröße 61 Zoll. Wann er auf den Markt kommt, wollte Marketing-Leiter Emauel Funk-Moreau nicht sagen, nur das: "Mittelfristig soll der Preis 100 Dollar pro Inch betragen, das entspricht rund 6.100 Dollar." Was sich gut verkauft, nennt er "Star Product". Der große Plasma dagegen ist ein "Dream Product".

Thomson Wysius 15 LDV: Erstmalig wurde ein LCD-Fernseher mit einem DVD-Laufwerk (oben) kombiniert; der Preis des Gerätes steht noch nicht fest.


Thomson Wysius mit 1,66 Meter Diagonale: Wahrscheinlich kommt er erst im Jahr 2003 auf den Markt, wenn die Preise gefallen sind.

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Festplatten setzt Thomson auch für die TV-Aufzeichnung ein: Der Wysius UDR 001 ist ein Harddisc-Recorder der Extraklasse und gleichzeitig ein perfektes Empfangsteil für die neuen Wysius-Plasma-Schirme. Denn er hat zwei Tuner an Bord, so dass man gleichzeitig ein Programm live ansehen und ein zweites aufzeichnen kann – oder auch zwei gleichzeitig aufzeichnen. Daneben hat er einen DVI-Ausgang, wie er schon bei der Front-end-Box vorgesehen ist. Er nimmt allerdings nur analoge Signale auf, ein Digitaleingang oder DVB-Tuner ist nicht vorgesehen. Auf 40 Giga-Byte passen in Standard-Qualität maximal 40 Stunden Programm, zusätzlich gibt es einen Standbild-Speicher, etwa für Adressen oder sehenswerte Aktionen, in den 8.000 Bilder passen. Per Telefonkabel erhält der UDR 001 seine Befehle für Aufzeichnung und Programmplatz, von welchem Dienst, ist aber noch nicht klar; wahrscheinlich wird das per TAK-Anbindung in irgendeiner Form erledigt.
Ein zweiter Festplattenrecorder ist für Audio gedacht: die "Personal Jukebox" PDP 2800. Es ist das erste Produkt, das auch MP3pro abspielen kann, die in beide Richtungen kompatible Erweiterung von MP3. Es verbessert den Klang in den Bereich unterhalb von 128 kBit/s, wo die normalen Encoder die höheren Frequenzen kappen. MP3pro stellt sie wieder her. Angeblich kann man dann sogar mit 64 kBit/s arbeiten, doch das sollte man sich mal genauer anhören. Dann passen 300 Stunden auf die 10 GB der Festplatte.

Mehr von Thomson am Samstag auf der Internationalen Pressekonferenz; zum Beispiel der DVD+RW-Recorder.

Pre-IFA: Die bereits vorgestellten Thomson-Neuheiten im Vorbericht.

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