Nachrichten-Archiv
Neues im Januar
Sony vernetzt: MP3, Net-MD, Memory Stick (30. 1. 2002)
16:9 im Duett: Epson und Yamaha projizieren (20. 1. 2002)
DVD-Recorder: Knackt Philips die 1.000 Euro? (CES, 10. 1. 2002)
Der Laserprojektor: Wird's bald oder nicht? (9. 1. 2002)
Neues im Dezember
Sony contra Microsoft: Der große Krach (31. 12. 2001)
Acht Kanäle aus einem Lautsprecher: Der Tonwerfer kommt (5. 12. 2001)
Nachrichten-Archiv: Meldungen von 2001 (Januar bis Dezember 2001)
Nachrichten-Archiv: Meldungen von 2000 (Januar bis Dezember 2000)
Nachrichten-Archiv: Meldungen von 1999 (August bis Dezember 1999)
Sony vernetzt: MP3, Net-MD, Memory Stick. Genau wie bei der Frage nach dem bevorzugsten Standard für DVD-Aufzeichnung antwortet Sony beim Musikformat mit einem entschiedenen Sowohl-als-auch. Während es bei der DVD sowohl +RW als auch -RW sein dürfen, ist Musik willkommen, die entweder im Atrac- oder im MP3-Format codiert wurde. Ob dieser fröhliche Dualismus nun Ausdruck strategischer Fehler oder Beweis von Flexibilität ist egal: Den Kunden freut es, wenn er praktische Geräte und Anwendungen bekommt. Dass an MP3 kein Weg vorbei geht, hat man spät, aber gründlich eingesehen. So kommt der Standard aus Erlangen nun bei immer mehr Geräten zum Einsatz, so etwa bei DVD-Playern. Die Modelle DVP-NS305 und NS403 sowie der Design-Player S41 können nun CD-Rs mit diesen Dateien abspielen. Um das komfortabel zu gestalten, hat Sony sogar einen eigenen MP3-Browser entwickelt, der die Dateien aufspürt, sortiert und darstellt. MP3-Files direkt auf Minidisc abzuspeichern, ist mit den Net-MD möglich, allerdings wandeln die Geräte das Internet-Format in Atrac3, womit sie innerhalb des MD-Standards bleiben.
Der Memory-Stick wird immer wichtiger im Hause Sony: Mit dem DVP-S41 gibt es einen ersten DVD-Player, der einen Slot für die Speicherkarte hat. Man kann damit Fotos im JPEG-Format, also Aufnahmen von den Sony-Digitalkameras, direkt auf dem Fernseher ansehen. Und man kann Musikaufnahmen, angefertigt auf den Sony-Vaios oder anderen Geräten, direkt vom Memory Stick auf die HiFi-Anlage schicken. Zukünftig wird der Kaugummi-förmige Speicher, in kommenden Projektoren zum Beispiel, auch MPEG-Movies abspielen, wie man sie mit den neueren Camcordern der Marke anfertigen kann.
Die Sony-Manager sind sehr stolz darauf, dass ihre Firma bei den Imagewerten zum Thema Vernetzung sogar vor Microsoft eingestuft wird. Vor Microsoft, wow! (30. 1. 2002)
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Sony DVP-S41: Die neuste Version des Design-Players hat auch einen Memory-Stick-Slot (links im Gehäuse). Von diesem Speicher spielt der Player sowohl Musik im Atrac-Format als auch JPEG-Bilder. Von einer CD darf neuerdings auch MP3 enthalten sein. |
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16:9 im Duett: Epson und Yamaha projizieren. Hoch oben in den japanischen Bergen, in der Provinz Nagano, haust der letzte Widerstand gegen DLP. Die Firma Epson hat bisher noch keinen DLP-Projektor hergestellt oder verkauft, sondern ausschließlich LCD-Beamer. Was Wunder, denn die Firma, eigentlich Seiko-Epson, ist der dominierende Hersteller der Polisilizium-Panel, die in allen modernen Geräten zu finden sind. Der einzige weitere Hersteller ist Sony, allerdings teilweise auf Grund von Epson-Patenten; Epson fertigt aber rund doppelt so viele Panels wie Sony. Auch bei den 16:9-Panels gibt es nur diese beiden Hersteller, nämlich Sony mit dem 1.365x768-Panel, das im hauseigenen VPL-VW11HT, im Grand Wega und im Sanyo PLV-60 zu finden ist; von Epson kommt ein 1.280x720-Bauteil, das man bisher im Toshiba TLP-MT7 finden konnte. Diverse andere Hersteller wollen es für Rückpros nutzen, etwa LG Electronics oder Panasonic. Schon im März will Epson nun mit einem eigenen Heimkino-Projektor im 16:9-Format kommen, dem Modell EMP-TW100. Auch er hat die Auflösung von 1.280 mal 720, allerdings schon die nächste Generation der Panels, die statt 1,2 Inch nun 0,87 Inch messen. Wichtigste Verbesserung gegenüber dem Toshiba ist der Kontrast, der mit 700:1 angegeben wird, also klar über den 400:1 des MT7. Weitere interessante Details sind eine einstellbare Bewegungserkennung am Faroudja-Chipsatz, separate Regelung der Hauttöne für perfekte Farben, Scirocco-Kühlung mit rund 30 dB, PAL-progressive-Eingang (576p), DVI-Anschluss (ohne HDCP, siehe CES-Report 2001), 500 Ansi-Lumen im Videobetrieb (700 im PC-Mode). Der Preis soll sich am Toshiba orientieren, also bei 6.000 bis 7.000 Euro liegen.
Yamaha schickt wenig später einen eigenen 16:9-Projektor mit LCD-Technik ins Rennen, erstmalig gezeigt Anfang des Monats auf der CES. Die Übereinstimmung mit dem Epson ist so augenfällig, dass die Wahrheit bald ans Tageslicht kommt: Es ist der Epson, auch wenn er bei Yamaha LPX-500 heißt. Das ist jetzt recht interessant in Bezug auf den DPX-1, den ersten Yamaha-Bildwerfer. Denn der billigere Projektor hat, zumindest bei einer 16:9-Quelle, die höhere Auflösung (1.280 statt 1.024 Pixel waagrecht, 720 statt 576 Zeilen). Da stellt sich nur noch die Frage: Wird der Yamaha mit 16:9-DLP-Chip DPX-800 oder DPX-1000 heißen, wenn er gegen Ende des Jahres erscheint?
Aber was heißt Widerstand gegen DLP? Epson stellt immer noch wesentlich mehr LCD-Panel her als Texas Instruments von den DLP-Chips. (20. 1. 2002)
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Yamaha LPX-500: Projektor Nummer zwei der HiFi-Spezialisten, diesmal weitgehend ausgeborgt. |
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Epson EMP-TW100, Epson-Verantwortliche: Der erste echte Heimkino-Projektor vom führenden Hersteller der Poli-Si-Panels; stark im Kontrast, in den Farben und den Anschlüssen. |
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DVD-Recorder: Knackt Philips die 1.000 Euro? Kleine Neujahrsüberraschung für die europäischen Philips-Strategen: Da wollte man Anfang Februar in Monte Carlo die nächste Generation des DVD-Recorders im +RW-Verfahren vorstellen. Doch dann zeigen die US-Kollegen das Modell DVDR 985 schon auf der CES in Las Vegas. Er wird im März oder April in Deutschland zu haben sein, zum nahezu halben Preis des ersten DVD+RW-Recorders. Eigentlich sollte er irgendwo bei 1.200 Euro liegen, doch nachdem die Amerikaner einen Preis von 998 Dollar angekündigt haben, könnte er sogar in Europa für einen dreistelligen Betrag den Besitzer wechseln. Wesentliche Neuheit ist, dass der 985 (auch eine Design-Variante 980 wird es geben) serienmäßig DVD+R bespielen kann. Wer schon einen DVDR 1000 gekauft hat, muss sich trotzdem nicht grämen: Zum Start des kleineren Modells wird es das angekündigte Upgrade geben, das die DVD+R-Funktion per Software nachrüstet. Die Unterschiede liegen ansonsten mehr im Design und der Gehäusequalität als in der Technik.
Jetzt sind wieder Panasonic und Pioneer am Zug ihre letzten Gebote stehen bei 1.500 beziehungsweise 2.000 Euro. (CES, 10. 1. 2002)
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Philips DVDR 985: Erstmalig kann man bei dem DVD+Recorder der zweiten Generation auch DVD+Rs brennen. Preis ab Frühjahr zwischen 1.000 und 1.200 Euro. Die US-Version hat sogar Progressive Scan nach Faroudja-Bauart. |
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Der Laserprojektor: Wird's bald oder nicht? Schon in den Jahren 2003 oder 2004 sollte es einen Laserprojektor geben, für rund 3.000 Euro das hatte Schneider Technologies, Türkheim, auf der Funkausstellung bekannt gegeben. Für die neuste Ausgabe von Audiovision haben ich mal nachgefasst, mit folgendem Ergebnis: Schneider glaubt weiter daran, Osram-Opto-Semiconductor, wo man die Laser bauen soll, dagegen sagt 2005 bis 2009. Das wirft eine Menge Fragen auf, etwa die: Hat man bei Schneider eventuell noch einen anderen Partner im Hintergrund? Klare Aussage dazu: Nein, Osram-OS, die Siemens-Tochter, ist die Firma, mit der zusammen Schneider den Consumer-Laser verwirklichen will. Oder: Gibt es andere Prinzipien oder Technologien als das SHG-Verfahren (Second Harmonic Generation, Frequenzverdoppelung), an dem bei Osram-OS gearbeitet wird? Etwa eine Mischlösung mit rotem und grünem Dioden-Laser und einem anderen Laser in Blau. Auch hier wieder nein, alle drei Laser sollen auf preisgünstiger Halbleiterbasis arbeiten. Wie sind also die unterscheidlichen Angaben zu erklären, wo doch beide Seiten vom gleichen Projekt reden?
Inoffiziell erfährt man, dass durchaus bei Osram in Regensburg Pläne existieren, die eine Realisierung bis Ende nächsten Jahres vorsehen. Das wäre der Fall, wenn alles absolut glatt läuft und weil das bisher der Fall war, ist man bei Schneider optimistisch. Bei den Laser-Entwicklern dagegen weiß man, dass man sich auf ein neues Gebiet begibt, was Vorsicht bei zeitlichen Aussagen nahe legt. Aber immerhin: Geleuchtet hat der Laser schon, man weiß, dass es mit dem SHG-Prinzip funktionieren kann. Doch das ist ein noch sehr wenig erforschtes Gebiet, nur Panasonic will diese Technologie auch für den blauen Laser bei der nächsten DVD-Generation verwenden (wenn auch mit wesentlich weniger Leistung, siehe Meldung vom 4. 10. 2001). Bleibt als Fazit eine für alle Ungeduldigen unbefriedigende Feststellung: Man weiß es halt wirklich noch nicht. Sorry auch für die Besitzer von Schneider-Aktien.
Erfreulicher ist mit Sicherheit ein anderer Aspekt, der auf längere Sicht für die Position von Schneider bei Laser-Projektion wichtiger werden könnte als der Laser selbst, der Osram oder anderen gehört: Man hat ein Prinzip zur Horizontal- und Vertikal-Ablenkung gefunden, das sich auf Halbleiterbasis realisieren lässt, etwa vergleichbar wie das DLP-Prinzip. Nur, dass es sich bei DLP um die Lichtmodulation handelt, also das Ein- und Ausschalten inklusive der Graustufen; das Gleiche gilt für das GLV-Verfahren von Silicon Light Machines, das Sony exklusiv gekauft hat (siehe Meldung vom 1. 8. 2000). In den heutigen Laser-Monstern (siehe Meldung vom 17. 9. 2000) wird die Ablenkung mit rotierenden Spiegeln bewerkstelligt, was aber für Consumer-Geräte zu teuer und zu voluminös ist. Das Prinzip ist derzeit in der Bearbeitung beim Patentamt, deswegen noch nicht öffentlich. Allerdings wirft das wieder die Frage nach einem strategischen Partner auf. Hier ist möglicherweise schon länger Thomson im Gespräch, relativ undementiert (eine "freundliche Übernahme droht nicht", heißt es, wobei der Akzent darauf liegt, dass es nicht um eine Drohung handelt). Noch interessanter ist freilich der Partner dieses Partners, nämlich NEC. Die Japaner haben schon vor 20 Jahren an Laser-TV gearbeitet und brächten alle Grundlagen und Produktions-Verfahren mit, die man für eine solche Ablenkeinrichtung auf Halbleiter-Basis bräuchte. Von NEC kommen auch die Projektoren, mit denen sich die Türkheimer auf das Home-Cinema-Geschäft vorbereiten nicht gerade erste Wahl, wenn man nach den Qualifikationen des Gerätes für Kino zu Hause geht, aber ein Hinweis darauf, dass man in Kontakt ist. Wobei Schneider, das ist man der öffentlichen Sponsorschaft schuldig, den Laserprojektor auf jeden Fall in Bayern bauen will.
Auch wenn es schwer fällt: In Sachen Laserprojektor werden wir noch einige Zeit mit Ungewissheiten leben müssen. Und uns zwischenzeitlich an dem erfreuen, was es heute schon gibt. (9. 1. 2002)
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Neues im November
Neu im Archiv: Cinemaxx-Kinos ohne THX (27. 11. 2001)
Winzig und hoch auflösend: LCoS-Chip von Hitachi (25. 11. 2001)
Kein Limit: Samsung vergrößert LCDs auf 1,30 Meter (20. 11. 2001)
Neues im Oktober
576 progressive DLP: Der Matterhorn kommt (29. 10. 2001)
THX Ultra2 und die Folgen: 6.1-Ton bald billiger (7. 10. 2001)
50-GB-DVD und mehr: Panasonic ist wieder da (4. 10. 2001)
Neues im September
DVD-R plus HDD: Panasonic macht's vor (26. 9. 2001)
Post-IFA: 16:9-DLPs von vorn und hinten (26. 9. 2001)
Burmester baut rein digitalen DVD-Player (25. 9. 2001)
Neues im August
IFA live: Thomson kombiniert (23. 8. 2001)
Philips beendet die VHS-Produktion (19. 8. 2001)
Pre-IFA: Sony auf eigenen Wegen (19. 8. 2001)
Pre-IFA: Loewe goes west (6. 8. 2001)
Pre-IFA: Die große Schau ist eröffnet (5. 8. 2001)
Projektoren: Neue Wege bei Plus, InFocus/Toshiba, Sony (4. 8. 2001)
Neues im Juli
Pre-IFA: Herzblut für Grundig (21. 7. 2001)
DVD+RW: Samsung dabei, aber Sony? (21. 7. 2001)
Neues im Juni
Pre-IFA: Thomson kann's auch (28. 6. 2001)
Farb-Recycling: DLP praktisch neu erfunden (24. 6. 2001)
Pre-IFA: Philips setzt alles auf DVD+RW (22. 6. 2001)
DVD mit DVI-Digitalausgang: Wo ist das Problem? (16. 6. 2001)
So kommt er: der DVD-Recorder von Pioneer (12. 6. 2001)
Motorola im Wohnzimmer: Wir lassen's krachen (12. 6. 2001)
Rundum-Ton wie im Konzert: AT&T verspricht Wunder (11. 6. 2001)
Der Yamaha-Projektor: stark dank DLP (6. 6. 2001)
Neues im Mai
DVD-R, die Zweite: Panasonic macht's besser (31. 5. 2001)
DVD-R, die Erste: Au Vaio, Sony (31. 5. 2001)
Denon wird unabhängig und amerikanisch (22. 5. 2001)
Matsushita und Hitachi: Worüber man spricht (21. 5. 2001)
DTS legt nach: Jetzt auch mit 96 kHz und 24 Bit (15. 5. 2001)
Wasserzeichen marsch: DVD-Kopierschutz ab 2003 verschärft (13. 5. 2001)
HD statt analog: ein Premiere-World-Szenario (13. 5. 2001)
Neues im April
Neue Rückprojektoren: das fröhliche Panel-Tauschen (30. 4. 2001)
Eine wunderbare Freundschaft: Dolby und AAC (30. 4. 2001)
In eigener Sache: Mitarbeiter gesucht (16. 4. 2001)
Die Friedenspfeife: Panasonic macht DVD-R (13. 4. 2001)
Neues im März
16:9-Projektoren: Auch Toshiba ist dabei (21. 3. 2001)
Kurz gefasst: Die Röhre lebt (15. 3. 2001)
DVD-Forum vor dem Ende? Keine gemeinsamen Standards in Sicht (11. 3. 2001)
Digitale Schnittstellen: DVI mit bis zu 1.200 Zeilen (10. 3. 2001)
Progressive Scan in PAL: die ganze Wahrheit (10. 3. 2001)
Neues im Februar
Philips rotiert: HDTV-Bilder endlich preiswert? (8. 2. 2001)
Neues im Januar
Mit eigenen Waffen: Sanyo übertrumpft Sony-Projektor (30. 1. 2001)
Frage an Pioneer: Was ist eigentlich gemeint mit DVD-R? (30. 1. 2001)
Neu auf der CES: DVI, D-Theater, 16:9-DLP und mehr (11. 1. 2001)
Neues im Dezember 2000
Neu im Archiv: DVD+RW, der Player mit dem Record-Knopf (31. 12. 2000)
Das Jahr der Entscheidung: RW-Lager hat die Nase vorn (31. 12. 2000)
Multimedia-Wahn bei Harman/Kardon: Die Einschläge kommen näher (28. 12. 2000)
Einbit-Audio: Endstufen prima, Disc weniger (20. 12. 2000)
Jeder hat seine Festplatte, nur keiner will sie kaufen (5. 12. 2000)
Nachrichten-Archiv: Meldungen von 2001 (Januar bis Mai 2001)
Nachrichten-Archiv 2000: Meldungen von 2000 (Januar bis Dezember 2000)
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