Nachrichten-Archiv
Neues im Februar
Wieder vereint: gemeinsamer DVD-Standard für blauen Laser (19. 2. 2002)
Schnell reagiert: Panasonic macht DMR noch billiger (15. 2. 2002)
Versprechen gehalten: Pioneer halbiert DVR-Preis (14. 2. 2002)
Bei Philips sind 75 Hertz mehr als 100 (5. 2. 2002)
Neues im Januar
Sony vernetzt: MP3, Net-MD, Memory Stick (30. 1. 2002)
16:9 im Duett: Epson und Yamaha projizieren (20. 1. 2002)
DVD-Recorder: Knackt Philips die 1.000 Euro? (CES, 10. 1. 2002)
Der Laserprojektor: Wird's bald oder nicht? (9. 1. 2002)
Neues im Dezember
Sony contra Microsoft: Der große Krach (31. 12. 2001)
Acht Kanäle aus einem Lautsprecher: Der Tonwerfer kommt (5. 12. 2001)
Nachrichten-Archiv: Meldungen von 2001 (Januar bis Dezember 2001)
Nachrichten-Archiv: Meldungen von 2000 (Januar bis Dezember 2000)
Nachrichten-Archiv: Meldungen von 1999 (August bis Dezember 1999)
Wieder vereint: gemeinsamer DVD-Standard für blauen Laser. Jetzt hat das Hickhack um die DVD-Recorder doch noch ein Gutes. Heute geben die wichtigsten Firmen aller Lager bekannt, dass sie sich auf einen gemeinsamen Standard für die DVD mit blauem Laser geeinigt haben. Beteiligt sind aus dem DVD-RW-Lager Pioneer, Sharp und LG Electronics, die DVD-RAM-Vertreter Hitachi und Panasonic, der DVD+RW-Vorkämpfer Philips an der Seite des Alliierten Thomson und die Allesmacher namens Sony und Samsung. Die Einigung hatte sich schon abgezeichnet, nachdem Sony und Pioneer mit dem DVR-blue-Projekt länger brauchten als erhofft, und nachdem das RAM-Lager seine Niederlage bilanzieren musste (siehe Meldung vom 4. 10. 2001).
Die technischen Daten sind keine Überraschung: Laser von 405 nm Wellenlänge bei einer numerischen Apertur von 0,85, Abmessungen wie die normale DVD, aber Trägerschicht nur 0,1 Millimeter unter der Oberfläche (nicht 0,6 mm wie jetzt), Fassungsvermögen 27 GB pro Seite bei jeweils einem Layer (Dual Layer folgt später), maximale Datenrate 36 Mbit/s. Damit kommt man auf etwas mehr als zwei Stunden Aufzeichnung bei HDTV-Programmen oder 13 Stunden reguläres Fernsehen. Die Kompatibilität mit heutigen DVD-Discs soll recht einfach herzustellen sein, ob auch andere Formate beschrieben werden, bleibt den einzelnen Geräteherstellern überlassen. Vorläufig ist das System vor allem als Recorder konzipiert, der Standard für vorbespielte Software in HDTV muss noch festgelegt werden.
Auf der Strafbank sitzt nur Toshiba. Die Firma darf nicht mitmachen, obwohl man auf der CES noch einen Prototypen mit 30 GB zeigte. Auch geht die Standardisierung der Disc am DVD-Forum vorbei, obwohl oder weil dort Toshiba den Vorsitz hat (in Person des allseits geschätzten Koji Hase). Im DVD-Forum war es vor allem die Filmindustrie, die immer wieder technische Entwicklungen bremste, weshalb immer mehr Firmen ein neues Gremium für DVD-Standards suchen (siehe Meldung vom 11. 3. 2001)
Ach ja, der Name: Das Ding soll "Blu-ray Disc" heißen, Blaustrahl-Scheibe. Oder sollen wir sie BRD nennen? (19. 2. 2002)
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Das Logo: Die Blu-ray Disc ist vor allem für HDTV-Aufzeichnung gedacht |
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Schnell reagiert: Panasonic macht DMR noch billiger. Zufall kann das nicht sein, wenn innerhalb von zwei Tagen Pioneer und Panasonic neue, preiswerte DVD-Recorder vorstellen. Nach dem Pioneer DVR-3000 von gestern (siehe unten) gab Panasonic heute den Start des DMR-E30 bekannt für 93.000 Yen, das sind aktuell nur knapp über 800 Euro. Gegenüber dem DMR-E20 hat er 1,9 Kilogramm (3,7 statt 5,6) verloren, ebenso den Generator für Titel in chinesischer Schrift und den Firewire-Digitaleingang; dazu gekommen ist eine "Time Loop"-Funktion, die die letzten 30 Sekunden auf Knopfdruck wiederholt, ein schnelleres Laufwerk und ein Progressive-Scan-Ausgang (für NTSC-DVDs). Der Camcorder-Eingang scheint verzichtbar, denn Filmschnitt auf der Disc ist ohnehin nur eine halbe Sache, weil ohne Nachvertonung ziemlich sinnlos. Für diese Klientel gibt es den DMR-HS1 (siehe Meldung vom 26. 9. 2001) mit eingebauter Festplatte.
TBC, also die Korrektur des Eingangssignals, heißt übrigens auf japanisch "Time Base Collector". (15. 2. 2002)
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Panasonic DMR-E30: Flacher und leichter als der DMR-E20; der Verzicht auf den Digitaleingang macht ihn billiger. Start in D und endgültiger Preis auch noch offen. |
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Versprechen gehalten: Pioneer halbiert DVR-Preis. Unverhofft findet sich mancher Preisbrecher plötzlich ganz oben in der Skala wieder. So etwa Panasonic, wo man mit einem Preis von rund 1.500 Euro für den DMR-E20 den anderen Anbietern einheizen wollte. Gerade hat Philips mit den Modellen DVDR 980 und 985 gekontert (für 1.200 beziehungsweise 1.300 Euro, siehe Meldung vom 10. 1.), da zieht auch Pioneer nach: Der DVR-3000 soll nur 125.000 Yen kosten, nachdem die ersten Modelle DVR-1000 und DVR-2000 in Japan rund 250.000 Yen gekostet haben. Das Versprechen, die Preise zu halbieren, hatte Pioneer vor mehr als einem Jahr bei der Bekanntgabe der Zusammenarbeit mit Sharp angegeben (siehe Meldung vom 4. 8. 2000).
Die Qualität des DVR-3000 scheint unter den Sparmaßnahmen nicht arg gelitten zu haben. Im Vergleich zum DVR-7000, der dieser Tage in Deutschland in den Handel gebracht wird, fehlt neben einigen Kilo Gehäusematerial eigentlich nur die Möglichkeit, PCM-Ton aufzunehmen. Allerdings kann der Neuling auch CD-Rs mit MP3 abspielen, was der teure Bruder nicht schafft. Und, noch wichtiger, der DVR-3000 nimmt auch auf DVD-R im kompatiblen Modus bis zu vier Stunden auf bisher waren hier nur zwei Stunden möglich. Sharp wird, auch das war ja versprochen, das Modell ebenfalls bringen, es heißt dort DV-SR100.
Fortschritte macht Pioneer vor allem bei der Durchsetzung des Video-Recording-Formats (VRF) in normalen Playern. Wichtigster Verbündeter ist neuerdings Sony, wo die neuen Modelle wie der DVP-F41 oder der kommende DVP-NS905 das Software-Format verstehen und die RW-Scheiben problemlos abspielen. Auch bei Thomson, Samsung und einige anderen Mitglieder der RWPPI darf man erwarten, dass ihre Player bald VRF-fähig sind. Eher peinlich dagegen die Aktion von Panasonic: Auch hier wird VRF genutzt, allerdings zur Aufzeichnung auf RAM-Discs. Wird dagegen eine Aufnahme in diesem Format auf einer RW-Disc angelegt, sperren die Player der Marke, wie der DVD-LA 95, die Wiedergabe.
Nachdem der DVR-7000 noch auf der IFA mit 6.000 Mark angekündigt war, aber nun für 2.000 Euro eingeführt wird, darf man gespannt sein, wie lange dieser Preis zu halten ist. (14. 2. 2002)
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Pioneer DVR-3000: Versprechen gehalten, Markteinführung in Deutschland gestört. Er kann eher mehr als der teurere DVR-7000, etwa MP3 wiedergeben und vier Stunden auf DVD-R aufnehmen. Start in D und endgültiger Preis noch offen. |
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Bei Philips sind 75 Hertz mehr als 100. Seit 1988 weiß der gut informierte TV-Konsument, dass die besseren Fernsehgeräte zur 100-Hertz-Klasse gehören. Damals brachten Philips und Grundig die ersten Geräte mit doppelter Bildwechselfrequenz und ich rief in einer etwas voreilig formulierten Schlagzeile "das Ende der Flimmerkiste" aus. Was 100 Hertz zuverlässig abstellt, ist das Großflächenflimmern, das man bei hellen Bildern gut sieht, vor allem wenn sie besonders groß sind oder man sie aus dem Augenwinkel betrachtet. Das Kantenflackern beseitigt die Verdoppelung der Bildwechselfrequenz nicht, dagegen hilft Progressive Scan oder eine bewegungsadaptive Anpassung, wie sie seit ein paar Jahren 100-Hz-Standard ist. Bleibt noch die Sache mit den Doppelkonturen, die entstehen, weil ein Objekt zweimal an der gleichen Stelle abgebildet wird, obwohl sich das Auge bewegt. Das lässt sich recht aufwändig beseitigen, wenn man Zwischenbilder errechnet, was Philips mit Digital Natural Motion macht (DNM, in Fernsehern, aber auch im DVD 1010). Um auch noch das Zeilenraster unsichtbar zu machen, müsste man entweder mit Progressive Scan arbeiten oder die Zeilenzahl erhöhen. Fernseher mit Progressive Scan sind aber auch nicht der Weisheit letzter Schluss, da man dann zumindest bei PAL wieder mit 50 Hertz arbeitet und das Großflächenflimmern wieder da ist. Das Gleiche gilt für die Verdoppelung der Zeilenzahl, wie Sony es mit DRC vorführt. Der Ausweg hieße nun zum Beispiel Bildröhre mit 64 kHz Ablenkfrequenz, da könnte man Progressive Scan mit 100 Hertz kombinieren. Solche Röhren sind aber für TV-Geräte nirgends in Produktion, sie wären auch viel zu teuer. Standard ist immer 32 kHz, wie bei 100 Hertz benötigt. Der Ausweg bei Pixel-plus ist nun, die Frequenz etwas zu reduzieren und im gleichen Maß die Zeilenzahl anzuheben: Statt 100 Hertz nur 75, was auch schon völlig flimmerfrei ist, und statt 576 Zeilen 768, womit das Zeilenraster wesentlich weniger sichtbar ist. Normalerweise würde 75 Hertz übel ruckeln, weil eine Bewegungsphase doppelt, die nächste aber nur einmal abgebildet werden. Das aber lässt sich dank Bildinterpolation (Digital Natural Motion) beseitigen.
Zu Pixel-plus gehört auch ein neues Interpolationsverfahren, das die Kantenübergänge wesentlich schärfer macht. Intern wird daher auch die Pixelzahl pro Zeile auf 2.048 heraufgesetzt. An Übergängen von Hell zu Dunkel oder umgekehrt wird hier nicht linear interpoliert, sondern so, dass keine Graustufen dazwischen entstehen. Damit gewinnt das Bild subjektiv an Schärfe, wenn auch nicht an Informationsgehalt. Auch an Kontrast und Schwarzwert hat man noch etwas gedreht, so dass das Ergebnis selbst skeptische Tester überzeugt. Nur die Geschichte von 2.048 Pixeln pro Zeile muss man nicht glauben. Denn keine Lochmaske bietet wesentlich mehr als 800 Öffnungen quer über den Schirm. Aber die Zahl macht sich halt toll. Bei NTSC arbeitet Pixel-plus übrigens mit 60 Hertz.
Und die Konkurrenz? Die ist natürlich jetzt unter Druck. Panasonic hat schon vor Jahren davon gesprochen, dass Progressive Scan mit 75 Hertz ideal für PAL-Fernseher wären (siehe auch mein leicht angejahrtes Spezial). Das braucht aber Röhren mit 48 kHz, macht die Geräte also recht teuer. Außerdem sind die Japaner auf Chip-Lieferanten angewiesen. Micronas (inklusive der Siemens/Infineon-TV-Abteilung) hat noch zur IFA bestritten, an 75-Hertz-Lösungen zu arbeiten, es fehlt auch die DNM-Technologie, mit der das erst möglich wird. Sony hat mit DRC ein ähnliches System, das aber nur zwischen doppelter Zeilenzahl und doppelter Bildwechselfrequenz umschaltbar ist. Die Zwischenstufe, die einigen Sinn macht, fehlt selbst in der Euro-Version DRC-MF.
Und wenn der Kunde im Laden fragt, ob der Philips-Fernseher auch 100 Hertz hat, kann der Verkäufer guten Gewissens ja sagen das Gerät ist nämlich von 768 Zeilen/75Hertz auf 576 Zeilen/100 Hertz umschaltbar. Nur besser ist 100 Hertz nicht. (5. 2. 2002)
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Philips-Fernseher mit Pixel-plus: In vier Varianten kommt die Bildverbesserung auf den Markt, immer 16:9, von 28 bis 36 Zoll. Sichtbar sind 768 Zeilen, abgegeben werden 833; von den 2.048 Pixeln pro Zeile ist dagegen wenig zu sehen. |
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Sony vernetzt: MP3, Net-MD, Memory Stick. Genau wie bei der Frage nach dem bevorzugsten Standard für DVD-Aufzeichnung antwortet Sony beim Musikformat mit einem entschiedenen Sowohl-als-auch. Während es bei der DVD sowohl +RW als auch -RW sein dürfen, ist Musik willkommen, die entweder im Atrac- oder im MP3-Format codiert wurde. Ob dieser fröhliche Dualismus nun Ausdruck strategischer Fehler oder Beweis von Flexibilität ist egal: Den Kunden freut es, wenn er praktische Geräte und Anwendungen bekommt. Dass an MP3 kein Weg vorbei geht, hat man spät, aber gründlich eingesehen. So kommt der Standard aus Erlangen nun bei immer mehr Geräten zum Einsatz, so etwa bei DVD-Playern. Die Modelle DVP-NS305 und NS403 sowie der Design-Player S41 können nun CD-Rs mit diesen Dateien abspielen. Um das komfortabel zu gestalten, hat Sony sogar einen eigenen MP3-Browser entwickelt, der die Dateien aufspürt, sortiert und darstellt. MP3-Files direkt auf Minidisc abzuspeichern, ist mit den Net-MD möglich, allerdings wandeln die Geräte das Internet-Format in Atrac3, womit sie innerhalb des MD-Standards bleiben.
Der Memory-Stick wird immer wichtiger im Hause Sony: Mit dem DVP-S41 gibt es einen ersten DVD-Player, der einen Slot für die Speicherkarte hat. Man kann damit Fotos im JPEG-Format, also Aufnahmen von den Sony-Digitalkameras, direkt auf dem Fernseher ansehen. Und man kann Musikaufnahmen, angefertigt auf den Sony-Vaios oder anderen Geräten, direkt vom Memory Stick auf die HiFi-Anlage schicken. Zukünftig wird der Kaugummi-förmige Speicher, in kommenden Projektoren zum Beispiel, auch MPEG-Movies abspielen, wie man sie mit den neueren Camcordern der Marke anfertigen kann.
Die Sony-Manager sind sehr stolz darauf, dass ihre Firma bei den Imagewerten zum Thema Vernetzung sogar vor Microsoft eingestuft wird. Vor Microsoft, wow! (30. 1. 2002)
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Sony DVP-S41: Die neuste Version des Design-Players hat auch einen Memory-Stick-Slot (links im Gehäuse). Von diesem Speicher spielt der Player sowohl Musik im Atrac-Format als auch JPEG-Bilder. Von einer CD darf neuerdings auch MP3 enthalten sein. |
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16:9 im Duett: Epson und Yamaha projizieren. Hoch oben in den japanischen Bergen, in der Provinz Nagano, haust der letzte Widerstand gegen DLP. Die Firma Epson hat bisher noch keinen DLP-Projektor hergestellt oder verkauft, sondern ausschließlich LCD-Beamer. Was Wunder, denn die Firma, eigentlich Seiko-Epson, ist der dominierende Hersteller der Polisilizium-Panel, die in allen modernen Geräten zu finden sind. Der einzige weitere Hersteller ist Sony, allerdings teilweise auf Grund von Epson-Patenten; Epson fertigt aber rund doppelt so viele Panels wie Sony. Auch bei den 16:9-Panels gibt es nur diese beiden Hersteller, nämlich Sony mit dem 1.365x768-Panel, das im hauseigenen VPL-VW11HT, im Grand Wega und im Sanyo PLV-60 zu finden ist; von Epson kommt ein 1.280x720-Bauteil, das man bisher im Toshiba TLP-MT7 finden konnte. Diverse andere Hersteller wollen es für Rückpros nutzen, etwa LG Electronics oder Panasonic. Schon im März will Epson nun mit einem eigenen Heimkino-Projektor im 16:9-Format kommen, dem Modell EMP-TW100. Auch er hat die Auflösung von 1.280 mal 720, allerdings schon die nächste Generation der Panels, die statt 1,2 Inch nun 0,87 Inch messen. Wichtigste Verbesserung gegenüber dem Toshiba ist der Kontrast, der mit 700:1 angegeben wird, also klar über den 400:1 des MT7. Weitere interessante Details sind eine einstellbare Bewegungserkennung am Faroudja-Chipsatz, separate Regelung der Hauttöne für perfekte Farben, Scirocco-Kühlung mit rund 30 dB, PAL-progressive-Eingang (576p), DVI-Anschluss (ohne HDCP, siehe CES-Report 2001), 500 Ansi-Lumen im Videobetrieb (700 im PC-Mode). Der Preis soll sich am Toshiba orientieren, also bei 6.000 bis 7.000 Euro liegen.
Yamaha schickt wenig später einen eigenen 16:9-Projektor mit LCD-Technik ins Rennen, erstmalig gezeigt Anfang des Monats auf der CES. Die Übereinstimmung mit dem Epson ist so augenfällig, dass die Wahrheit bald ans Tageslicht kommt: Es ist der Epson, auch wenn er bei Yamaha LPX-500 heißt. Das ist jetzt recht interessant in Bezug auf den DPX-1, den ersten Yamaha-Bildwerfer. Denn der billigere Projektor hat, zumindest bei einer 16:9-Quelle, die höhere Auflösung (1.280 statt 1.024 Pixel waagrecht, 720 statt 576 Zeilen). Da stellt sich nur noch die Frage: Wird der Yamaha mit 16:9-DLP-Chip DPX-800 oder DPX-1000 heißen, wenn er gegen Ende des Jahres erscheint?
Aber was heißt Widerstand gegen DLP? Epson stellt immer noch wesentlich mehr LCD-Panel her als Texas Instruments von den DLP-Chips. (20. 1. 2002)
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Yamaha LPX-500: Projektor Nummer zwei der HiFi-Spezialisten, diesmal weitgehend ausgeborgt. |
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Epson EMP-TW100, Epson-Verantwortliche: Der erste echte Heimkino-Projektor vom führenden Hersteller der Poli-Si-Panels; stark im Kontrast, in den Farben und den Anschlüssen. |
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DVD-Recorder: Knackt Philips die 1.000 Euro? Kleine Neujahrsüberraschung für die europäischen Philips-Strategen: Da wollte man Anfang Februar in Monte Carlo die nächste Generation des DVD-Recorders im +RW-Verfahren vorstellen. Doch dann zeigen die US-Kollegen das Modell DVDR 985 schon auf der CES in Las Vegas. Er wird im März oder April in Deutschland zu haben sein, zum nahezu halben Preis des ersten DVD+RW-Recorders. Eigentlich sollte er irgendwo bei 1.200 Euro liegen, doch nachdem die Amerikaner einen Preis von 998 Dollar angekündigt haben, könnte er sogar in Europa für einen dreistelligen Betrag den Besitzer wechseln. Wesentliche Neuheit ist, dass der 985 (auch eine Design-Variante 980 wird es geben) serienmäßig DVD+R bespielen kann. Wer schon einen DVDR 1000 gekauft hat, muss sich trotzdem nicht grämen: Zum Start des kleineren Modells wird es das angekündigte Upgrade geben, das die DVD+R-Funktion per Software nachrüstet. Die Unterschiede liegen ansonsten mehr im Design und der Gehäusequalität als in der Technik.
Jetzt sind wieder Panasonic und Pioneer am Zug ihre letzten Gebote stehen bei 1.500 beziehungsweise 2.000 Euro. (CES, 10. 1. 2002)
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Philips DVDR 985: Erstmalig kann man bei dem DVD+Recorder der zweiten Generation auch DVD+Rs brennen. Preis ab Frühjahr zwischen 1.000 und 1.200 Euro. Die US-Version hat sogar Progressive Scan nach Faroudja-Bauart. |
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Der Laserprojektor: Wird's bald oder nicht? Schon in den Jahren 2003 oder 2004 sollte es einen Laserprojektor geben, für rund 3.000 Euro das hatte Schneider Technologies, Türkheim, auf der Funkausstellung bekannt gegeben. Für die neuste Ausgabe von Audiovision haben ich mal nachgefasst, mit folgendem Ergebnis: Schneider glaubt weiter daran, Osram-Opto-Semiconductor, wo man die Laser bauen soll, dagegen sagt 2005 bis 2009. Das wirft eine Menge Fragen auf, etwa die: Hat man bei Schneider eventuell noch einen anderen Partner im Hintergrund? Klare Aussage dazu: Nein, Osram-OS, die Siemens-Tochter, ist die Firma, mit der zusammen Schneider den Consumer-Laser verwirklichen will. Oder: Gibt es andere Prinzipien oder Technologien als das SHG-Verfahren (Second Harmonic Generation, Frequenzverdoppelung), an dem bei Osram-OS gearbeitet wird? Etwa eine Mischlösung mit rotem und grünem Dioden-Laser und einem anderen Laser in Blau. Auch hier wieder nein, alle drei Laser sollen auf preisgünstiger Halbleiterbasis arbeiten. Wie sind also die unterscheidlichen Angaben zu erklären, wo doch beide Seiten vom gleichen Projekt reden?
Inoffiziell erfährt man, dass durchaus bei Osram in Regensburg Pläne existieren, die eine Realisierung bis Ende nächsten Jahres vorsehen. Das wäre der Fall, wenn alles absolut glatt läuft und weil das bisher der Fall war, ist man bei Schneider optimistisch. Bei den Laser-Entwicklern dagegen weiß man, dass man sich auf ein neues Gebiet begibt, was Vorsicht bei zeitlichen Aussagen nahe legt. Aber immerhin: Geleuchtet hat der Laser schon, man weiß, dass es mit dem SHG-Prinzip funktionieren kann. Doch das ist ein noch sehr wenig erforschtes Gebiet, nur Panasonic will diese Technologie auch für den blauen Laser bei der nächsten DVD-Generation verwenden (wenn auch mit wesentlich weniger Leistung, siehe Meldung vom 4. 10. 2001). Bleibt als Fazit eine für alle Ungeduldigen unbefriedigende Feststellung: Man weiß es halt wirklich noch nicht. Sorry auch für die Besitzer von Schneider-Aktien.
Erfreulicher ist mit Sicherheit ein anderer Aspekt, der auf längere Sicht für die Position von Schneider bei Laser-Projektion wichtiger werden könnte als der Laser selbst, der Osram oder anderen gehört: Man hat ein Prinzip zur Horizontal- und Vertikal-Ablenkung gefunden, das sich auf Halbleiterbasis realisieren lässt, etwa vergleichbar wie das DLP-Prinzip. Nur, dass es sich bei DLP um die Lichtmodulation handelt, also das Ein- und Ausschalten inklusive der Graustufen; das Gleiche gilt für das GLV-Verfahren von Silicon Light Machines, das Sony exklusiv gekauft hat (siehe Meldung vom 1. 8. 2000). In den heutigen Laser-Monstern (siehe Meldung vom 17. 9. 2000) wird die Ablenkung mit rotierenden Spiegeln bewerkstelligt, was aber für Consumer-Geräte zu teuer und zu voluminös ist. Das Prinzip ist derzeit in der Bearbeitung beim Patentamt, deswegen noch nicht öffentlich. Allerdings wirft das wieder die Frage nach einem strategischen Partner auf. Hier ist möglicherweise schon länger Thomson im Gespräch, relativ undementiert (eine "freundliche Übernahme droht nicht", heißt es, wobei der Akzent darauf liegt, dass es nicht um eine Drohung handelt). Noch interessanter ist freilich der Partner dieses Partners, nämlich NEC. Die Japaner haben schon vor 20 Jahren an Laser-TV gearbeitet und brächten alle Grundlagen und Produktions-Verfahren mit, die man für eine solche Ablenkeinrichtung auf Halbleiter-Basis bräuchte. Von NEC kommen auch die Projektoren, mit denen sich die Türkheimer auf das Home-Cinema-Geschäft vorbereiten nicht gerade erste Wahl, wenn man nach den Qualifikationen des Gerätes für Kino zu Hause geht, aber ein Hinweis darauf, dass man in Kontakt ist. Wobei Schneider, das ist man der öffentlichen Sponsorschaft schuldig, den Laserprojektor auf jeden Fall in Bayern bauen will.
Auch wenn es schwer fällt: In Sachen Laserprojektor werden wir noch einige Zeit mit Ungewissheiten leben müssen. Und uns zwischenzeitlich an dem erfreuen, was es heute schon gibt. (9. 1. 2002)
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Neues im November
Neu im Archiv: Cinemaxx-Kinos ohne THX (27. 11. 2001)
Winzig und hoch auflösend: LCoS-Chip von Hitachi (25. 11. 2001)
Kein Limit: Samsung vergrößert LCDs auf 1,30 Meter (20. 11. 2001)
Neues im Oktober
576 progressive DLP: Der Matterhorn kommt (29. 10. 2001)
THX Ultra2 und die Folgen: 6.1-Ton bald billiger (7. 10. 2001)
50-GB-DVD und mehr: Panasonic ist wieder da (4. 10. 2001)
Neues im September
DVD-R plus HDD: Panasonic macht's vor (26. 9. 2001)
Post-IFA: 16:9-DLPs von vorn und hinten (26. 9. 2001)
Burmester baut rein digitalen DVD-Player (25. 9. 2001)
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IFA live: Thomson kombiniert (23. 8. 2001)
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Pre-IFA: Sony auf eigenen Wegen (19. 8. 2001)
Pre-IFA: Loewe goes west (6. 8. 2001)
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DVD+RW: Samsung dabei, aber Sony? (21. 7. 2001)
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DVD mit DVI-Digitalausgang: Wo ist das Problem? (16. 6. 2001)
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DVD-R, die Erste: Au Vaio, Sony (31. 5. 2001)
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Neue Rückprojektoren: das fröhliche Panel-Tauschen (30. 4. 2001)
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16:9-Projektoren: Auch Toshiba ist dabei (21. 3. 2001)
Kurz gefasst: Die Röhre lebt (15. 3. 2001)
DVD-Forum vor dem Ende? Keine gemeinsamen Standards in Sicht (11. 3. 2001)
Digitale Schnittstellen: DVI mit bis zu 1.200 Zeilen (10. 3. 2001)
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Neu auf der CES: DVI, D-Theater, 16:9-DLP und mehr (11. 1. 2001)
Neues im Dezember 2000
Neu im Archiv: DVD+RW, der Player mit dem Record-Knopf (31. 12. 2000)
Das Jahr der Entscheidung: RW-Lager hat die Nase vorn (31. 12. 2000)
Multimedia-Wahn bei Harman/Kardon: Die Einschläge kommen näher (28. 12. 2000)
Einbit-Audio: Endstufen prima, Disc weniger (20. 12. 2000)
Jeder hat seine Festplatte, nur keiner will sie kaufen (5. 12. 2000)
Nachrichten-Archiv: Meldungen von 2001 (Januar bis Mai 2001)
Nachrichten-Archiv 2000: Meldungen von 2000 (Januar bis Dezember 2000)
Nachrichten-Archiv 1999: Meldungen von 1999 (August bis Dezember 1999)
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