Nachrichten-Archiv
Neues im März
16:9-Projektoren: Auch Toshiba ist dabei (21. 3. 2001)
Kurz gefasst: Die Röhre lebt (15. 3. 2001)
DVD-Forum vor dem Ende? Keine gemeinsamen Standards in Sicht (11. 3. 2001)
Digitale Schnittstellen: DVI mit bis zu 1.200 Zeilen (10. 3. 2001)
Progressive Scan in PAL: die ganze Wahrheit (10. 3. 2001)
Neues im Februar
Philips rotiert: HDTV-Bilder endlich preiswert? (8. 2. 2001)
Neues im Januar
Mit eigenen Waffen: Sanyo übertrumpft Sony-Projektor (30. 1. 2001)
Frage an Pioneer: Was ist eigentlich gemeint mit DVD-R? (30. 1. 2001)
Neu auf der CES: DVI, D-Theater, 16:9-DLP und mehr (11. 1. 2001)
Nachrichten-Archiv: Meldungen von 2000 (Januar bis Dezember 2000)
Nachrichten-Archiv: Meldungen von 1999 (August bis Dezember 1999)
16:9-Projektoren: Auch Toshiba ist dabei. So langsam wird es dann doch etwas mit den Projektoren, wie man sie sich für die Filmwiedergabe zu Hause wünscht. Ich habe gerade ein paar Details zum kommenden Modell MT-7 von Toshiba ergattert, und die lesen sich richtig gut: 16:9-Panel von 1.280 mal 720 Pixel in 1,2 Zoll Größe, das Ganze in einem Gehäuse, das sich nicht groß vom heutigen MT-1 unterscheidet - nur dass es in Perlmutt lackiert ist. Mit 5,1 Kilogramm leicht zu handhaben und mit rund 32 dB auch angenehm leise, und zwar trotz Lichtleistung von rund 1.000 Ansi-Lumen. Die LCDs sind wohl konventioneller Bauart, obwohl Toshiba auch gerne mit JVC zusammen arbeiten würde, um deren D-ILA-Panels (siehe auch mein Spezial zu diesem Thema) zu verwenden. Aber deren 1.280x720-Panels scheinen noch nicht serienreif zu sein. Angesichts der jüngsten Fortschritte in der LCD-Technologie muss es wohl gar nicht mehr DLP sein, wenn beste Videoqualität gefragt ist - echtes Schwarz scheint genauso mit Flüssigkristall zu gehen (nur bedingt bei Toshiba, aber bei anderen). Auch Sony will beim VPL-VW10 dringend etwas in dieser Richtung tun: Man hört von einer verbesserten Version gegen Jahresende, die in Sachen Kontrast den Sanyo PLV-60 (siehe Meldung vom 30. 1. 2000) nochmal überbieten soll. Wenn Sharp dann mit seinem XVZ-9000 kommt (siehe CES-Report), wird man wohl kaum noch Gründe finden, für einen DLP-Projektor in 16:9 das Doppelte von dem auszugeben, was ein LCD in diesem Format kostet.
Toshiba möchte auch bei Projektoren fürs Heimkino die Nummer eins werden; da sollte der Verkaufspreis am besten vierstellig sein. (21. 3. 2001)
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Toshiba MT-7: Der erste LCD-Projektor im 16:9-Format, der nicht die Sony-Panels nutzt. Mit einer Auflösung von 1.280 mal 720 Pixeln und rund 1.000 Ansi-Lumen gut gerüstet für heutige und zukünftige Videonormen. Markstart irgendwann gegen Ende des Jahres.
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Kurz gefasst: Die Röhre lebt. Mit dem, was man täglich vor Augen hat, beschäftigt man sich viel zu wenig: mit der Bildröhre. Bei allen flachen Displays: Weltweit stehen jede Menge Röhren-Fabriken unter Strom, es forschen Legionen von Ingenieuren an ihrer Weiterentwicklung. So hat jetzt Kyushu Matsushita Electric Co, Ltd (Panasonic) bekannt gegeben, dass man eine Bildröhre produzieren will, die mit 120 Grad Ablenkwinkel arbeitet. Je breiter dieser Winkel, umso kürzer kann die Röhre gebaut werden. Um so schwieriger ist es aber, bei so breiter Streuung des Elektronenstrahls noch die Farbpunkte auf dem Schirm exakt zu treffen. Daher arbeiten zum Beispiel PC-Monitore oft mit 90 Grad Ablenkung, bei Fernsehern kommt man auf rund 110 Grad. Allein die zehn Grad mehr machen bei Panasonic eine Verkürzung der Röhre von 54 auf 43 Zentimeter aus. Noch einen Schritt weiter will Hitachi gehen, wo die Produktion von 130 Grad Ablenkwinkel vorbereitet wird. Weil dann das Chassis das tiefste Bauteil wäre, setzt man es unter die Röhre - das macht das Gerät etwas höher, aber deutlich flacher als bisherige Fernseher.
Mitte der 80-er Jahre hatte Sony mal einen tragbaren Mini-Fernseher, dessen Röhre nach unten abgeknickt war. Das Teil konnte nur Schwarzweiß, war in der Bildquaität trotzdem besser als die damals gerade aufkommenden Mini-LCDs. Bei Philips experimentierte man dagegen mit einem Verfahren, die Elektronen nicht in einem Strahl von hinten auf die Phosphorfläche zu jagen, sondern praktisch die Lochmaske zur Beschleunigung zu nutzen, also eine Art Aktivmatrix-Röhre - ähnlich den FED/SED-Entwicklungen, aber mit einer zentralen Kathode unten am Bildschirm.
Genug der abseitigen Entwicklungen: Bei Sony setzt man auch bei Rückprojektoren noch auf Röhren. Die neuen Modell der PS2-Serie (steht nicht für Playstation 2) korrigieren den Fehler vom letzten Jahr (siehe Meldung vom 31. 1. 2000) und bringen nun endlich die Bildqualität des hauseigenen DRC-Systems ins 16:9-Großformat. Die Geräte heißen KP-44PS2 und KP-51PS2; sie beziehen ihre Existenzberechtigung angesichts des LCD-Rückprojektors Grand Wega (siehe Meldung vom 4. 8. 2000) vor allen daraus, dass sie nicht einmal die Hälfte kosten werden.
Neue Technologien sind ja schön und gut. Aber die größte Herausforderung ist doch, sie preiswert herzustellen (15. 3. 2001)
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Sony KP-44PS2: Ein Röhren-Rückprojektor, weshalb der Schrank darunter dazu gehört - nur die Seitenteile sind optional. Mit 100-Hertz-Technik und DRC ganz auf dem neuesten Stand der Technik. Dank einer speziellen Frontscheibe soll der seitliche Blickwinkel bis zu 150 Grad betragen, das Bild also bei Betrachtung von der Seite nicht wesentlich schlechter werden.
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DVD-Forum vor dem Ende? Keine gemeinsamen Standards in Sicht. Es hätte ein Modell für die Zukunft sein können, das DVD-Forum. Es war 1996 entstanden aus dem DVD-Konsortium, dem Zusammenschluss der Firmen, die die DVD erfunden hatten. Ein Modell deswegen, weil hier fast alle großen Firmen gemeinsam über Standards berieten, weil hier auch die Software-Branche mit am Tisch saß - das garantierte den Konsumenten von Anfang an ein zukunftssicheres System und die Versorgung mit Filmen. Mit dieser Harmonie könnte es bald wieder vorbei sein, es droht ein Rückfall in die Zeiten, als jeder seine eigenen Erfindungen durchboxen wollte. VHS versus Betamax lässt grüßen.
Der Dissens im DVD-Forum wurde ihm freilich schon in die Wiege gelegt. De facto war es im Herbst 1995 so, dass man Sony und Philips ihre Kapitulation unterschreiben ließ - zum Trost durfte sie selbst verkünden, dass sie sich den Vorstellungen der Mehrheit unterwerfen, also der Phalanx von Panasonic, Toshiba, Hitachi, Pioneer und diversen anderen, die keine Patente im CD-Standard hatten. Die frisch gewonnene Macht nutzte Panasonic gleich, eine Schlappe aus der CD-Zeit wett zu machen: Die Firma hatte mit der PD-Disc (Phase Change Disc) die erste wiederbeschreibbare Platte im CD-Format, aber leider in einem anderen System als die CD. Diese Struktur der PD wurde als DVD-RAM in den DVD-Standard übernommen. Schon damals waren aber etliche Firmen abweichender Meinung, mit dem Ergebnis, dass sich bald daneben die Standards DVD-RW und DVD+RW etablierten. Schon bei DVD+RW fiel auf, dass sich Sony und Philips gar nicht bemühten, ihren Standard im DVD-Forum lizensieren zu lassen. Und genauso wird es wohl mit dem nächsten DVD-Standard sein, diskutiert unter dem Stichwort "Blauer Laser". Nachdem es Sony geschafft hat, mit Pioneer eines der treuesten unter den Mitgliedern des DVD-Forums auf seine Seite zu ziehen, gibt es kein Halten mehr: Der Standard "DVR blue" (siehe Meldung vom 27. 10 2000) wird jetzt festgelegt, egal, ob die Mehrheit des Forum etwas dagegen hat oder nicht.
Pikanterweise ist der DVR blue gar nicht so weit weg von der Technik der DVD-RAM: Auch er verwendet Wobbled-Land-Groove-Recording, arbeitet mit Sektoren statt Spiralen und verbirgt die Discs in einer Cartridge. All diese Punkte wurden von den DVR-Protagonisten Sony, Philips und Pioneer bei der RAM-Disc harsch kritisiert, weil sie die Kompatibilität mit heutigen DVDs so schwierig machten. Beim DVR blue wird das viel dramtischer: Weil er in nur 0,1 mm Tiefe aufzeichnet und nicht in 0,6 mm, wird nicht einmal ein Dual Laser reichen - die jeweiligen Linsensysteme sind zu unterschiedlich. Also braucht ein DVR-Gerät für die Wiedergabe von heutigen DVDs und CDs einen kompletten zweiten Lesekopf.
Und wann kommt der DVR blue eigentlich? Sony hat vor zwei Jahren gesagt, man wolle damit 2001 auf dem Markt sein (siehe Meldung vom 1. 10. 1999). Wenn man das komplizierte Genehmigungsverfahren beim DVD-Forum weglässt, könnte das zu schaffen sein. Falls das System rechzeitig fertig ist, dann aber nur für den japanischen Markt, nicht für Europa, hört man. Und warum dann überhaupt den Dual-RW-Recorder von der CES (siehe Bericht)? Der ist für den Teil des Publikums gedacht, der kompatible Scheiben zu heutigen Playern brennen will. Der DVR blue soll dagegen HDTV aufzeichnen oder zehn Stunden Standard-TV in bester Qualität. Ein vorbespieltes Format für HD-Filme ist dagegen noch nicht definiert.
Fragen Sie mich jetzt nicht, ob das Ende des DVD-Forums eine gute Nachricht ist oder eine schlechte. (11. 3. 2001)
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Digitale Schnittstellen: DVI mit bis zu 1.200 Zeilen. Ein kleiner Nachtrag zur CES 2001, aber ein hammerartiger - der DVD-Player D1 von Parasound wird über eine DVI-Buchse bis zu 1.200 Zeilen liefern, jede von ihnen mit maximal 1.920 Bildpunkten (zu DVI siehe meinen CES-Report, erster Teil). WUXGA nennt das der Kenner, Wide Ultra eXtended Graphics Adapter, was der höchsten derzeit üblichen Auflösungstufe von Profimonitoren entspricht, die im 16:10-Format gehalten sind (etwa das Cinema Display von Apple). Jeweils knapp darunter liegen das HDTV-Format mit 1.920 mal 1.080 Pixeln (also 16:9) oder die UXGA-Auflösung von 1.600 mal 1.200 Pixeln (4:3). Der Parasound D1 liefert allen diesen Displays, egal ob Monitor oder Projektor, das ideale Bild mit genau der richtigen Pixelzahl. Das Hochrechnen von den 720 mal 480 Pixeln einer NTSC-DVD besorgt ein Chipsatz von Silicon Image. Diese Firma hat gerade DVDO aufgekauft, die den nach Faroudja anerkanntermaßen besten Linedoubler/Scaler baut. Zufälligerweise ist die Firma auch Lieferant der meisten DVI-Bauelemente, darunter auch derjenigen, die zum ersten Mal Bild und Ton über DVI übertragen (DVI 2). Die erste Variante dieses Scaler-Chips kann übrigens auch Progressive Scan in PAL (Details hier/PDF), darf es aber bekanntlich noch nicht; sie ist zu finden im neuen Denon DVD 2800. Die neueren Versionen gehen dann noch weiter als 576p, bis hinauf eben zu 1.200 progressive, also 72 kHz Ablenkfrequenz, um es in analogen Maßstäben auszudrücken. Diese Höchstleistung liefert der Parasound nicht nur von DVDs, sondern von jeder anderen Quelle: Als erster DVD-Spieler verfügt er über einen Videoeingang, so dass der Player auch als externer Linedoubler eingesetzt werden kann. Bei einem Preis von unter 8.000 Mark gibt es den DVD-Player quasi gratis mit dazu, inklusive DVD-Audio und was der Notwendigkeiten mehr sind.
Und nun die schlechten Nachrichten: Importeur Domino Design erwartet die ersten Geräte irgendwann zur Weihnachtszeit 2001. Bis dahin wird es wohl auch den Pantera 2 von Mediamatics geben, die Konkurrenz zum Silicon-Image-Chip im Parasound. Was er genau kann, ist noch nicht veröffentlicht, aber es wird auf jeden Fall auch DVI-Unterstützung sein. In die TAG McLaren-Player DVD32R, die jetzt ausgeliefert werden, lässt sich dieser Chip nachrüsten, so dass auch hier DVI möglich sein wird. Der TAG kostet aber mit rund 12.000 Mark noch ein Eckchen mehr.
Schlechte DVI-Nachricht No. 2: Besitzer von Projektoren mit DVI-Eingang, etwa der ASK-Modelle, haben keinen Grund zur Freude. Nach allen mir vorliegenden Unterlagen werden ihre Geräte die DVI-Signale aus den DVD-Playern nicht verstehen. Denn die müssen, so werden es die Lizenzbestimmungen verlangen, das Bild mit dem Kopierschutzsignal HDCP versehen. Um das wiederzugeben, benötigt das empfangende Bauteil einen speziellen Chip, der die HDCP-Codierung wieder rückgängig macht (Details zu HCDP hier). Dass bereits ein Platz für diesen Chip vorgesehen ist, scheint mir bei den meisten Geräten unwahrscheinlich. Denn die Hersteller der Projektoren haben bei der Gerätekonzeption den Kopierschutz noch nicht vorausgesehen, weil das in der PC-Welt etwas ziemlich Unübliches ist.
Ist eigentlich Bill Gates so reich, obwohl er keinen Kopierschutz kennt - oder genau deswegen? (10. 3. 2001)
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Parasound D1: Ein DVD-Player der Superlative mit eingebautem Linedoubler auch für externe Quellen; natürlich kann er auch DVD-Audio. Dazu passend gibt es eine Vorstufe namens C1, ebenfalls mit Display vorne am Gerät. Preiswertere Versionen von Player und Decoder heißen D2 und C2.
(Foto: RV - danke) |
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Progressive Scan in PAL: die ganze Wahrheit. Jetzt ist er endlich auf dem Markt, der erste DVD-Player, der Progressive Scan auch von PAL-Discs mit voller Zeilenzahl wiedergibt, also im so genannten 576p-Format (gelegentlich auch 625p genannt). Er nennt sich CineUltra PDVD-N996 und kommt über den bisherigen Sampo-Importeur DVD-Schmiede zu Best Vision, dem Davis-Importeur; auf diesem Weg hat er sich etwas verteuert, nämlich auf rund 3.000 Mark, nachdem erst von Preisen etwas über 2.000 Mark die Rede war. Die Frage ist nur: Warum dürfen die das, was Philips mit dem DVD 1000 (siehe Meldung vom 15. 8. 2000) nicht durfte? Die Antwort ist einfach: Weil CineUltra kein Hersteller ist, sondern der Phantasiename für ein Produkt, das aus China stammt. Gebaut wird der Player mit der Modellbezeichnung DVD-N996 von der Firma Malata. Das spricht jetzt erst einmal nicht gegen dieses Produkt, denn die Chinesen kaufen die Komponenten genauso bei US-Chipherstellern wie viele andere Produzenten auch; im Falle Malata ist der Lieferant die National-Semiconductor Tochter Mediamatics, der Chip heißt Pantera NDV8501 (PDF). Der wird übrigens auch im TAG McLaren Audio DVD32R verwendet, wo er aber für PAL-Wiedergabe gesperrt ist. Beim CineUltra dagegen schöpft der Chip seine ganze Pracht und Herrlichkeit aus, es fragt sich nur warum er das darf. Version eins lautet, dass das Gerät eigentlich für den chinesischen Heimatmarkt gedacht sei, auf dem die Bestimmungen des DVD-Lizenzvertrags nicht gelten. Und der CineUltra sei ein Gerät, das nicht beim Hersteller für den Export gekauft, sondern dort im Handel erworben wurde. Richtig daran ist, dass die China-Produzenten bisher für ihre Player keine Lizenzgebühren zahlen; die Verhandlungen darüber mit dem DVD-Forum laufen noch. Dass aber generell die Bestimmungen für China nicht gelten, ist Wunschdenken mancher Chinesen. Schließlich ist das Land gerade erst der Welthandelsorganisation beigetreten. Version zwei ist, dass der Player ja so gar nicht von Malata gebaut wird, daher auch kein Verstoß gegen die Lizenzbestimmungen vorliegt - denn modifiziert werden darf bekanntlich jeder Player. Bei allem Respekt vor den Erfindern der Marke CineUltra ist das auch nicht so recht glaubwürdig. Es wird halt so sein, dass dieses Gerät so, wie er hier verkauft wird, in China vom Band fällt. Nur ist das längst passiert, bis die DVD-Copy Control Association im Namen des DVD-Forums hier einschreiten könnte. Wenn die Geräte dann irgendwo als CineUltra auftauchen, wird es nicht mehr nachzuweisen sein, ob sie so gebaut oder nachträglich modifiziert wurden.
"China ist ein großes Land." (Weisheit eines DVD-Player-Importeurs (10. 3. 2001)
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CineUltra-Player, Malata DVD-N996 (unten): Eine gewisse Ähnlichkeit ist nicht zu übersehen. Doch nur der CineUltra kann offiziell Progressive Scan in PAL. |
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Philips rotiert: HDTV-Bilder endlich preiswert? Geniale Erfindungen werden am Anfang oft verlacht, wie DLP-Erfinder Larry Hornbeck berichtete (siehe Interview). Also lachen Sie jetzt nicht, wenn ich Ihnen sage, was Philips plant: preiswerte, hochauflösende Großbildschirme dank dreier sich drehender Farbprismen. Und dank LCoS-Technik, Liquid Crystal on Silicon, den spiegelnden Mini-LCDs (siehe auch Meldung zur Photokina 2000 vom 17. 9. 2000 und LCoS-Rückpro von Thomson/RCA auf der CES). Ausgangspunkt der Überlegungen bei Philips ist die Tatsache, dass LCoS-Panel wesentlich schneller schalten können als LCDs, ein Mehrfaches der Bildwechselfrequenz von TV- oder Videosignalen ist möglich. Das ist auch bei DLP so, weshalb man dort einfache Modelle - was fast alle bezahlbaren sind - mit einem rotierenden Farbfilter ausstattet. Der lässt nacheinander die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau durch, die so schnell wechseln, dass das Auge sie als Weiß wahrnimmt; Ausnahme ist der so genannte Regenbogeneffekt, der bei DLP nun mit noch schnellerer Drehung bekämpft werden soll (siehe CES-Bericht). Nachteil dieses Verfahrens: Zwei Drittel des Lichts werden vom Filter geschluckt, die Projektoren könnten viel heller sein. Hier setzt nun die Idee der rotierenden Prismen an. Das Licht einer Lampe wird mit drei Prismen in die Grundfarben zerlegt, was den Vorteil hat, dass die Farben gebündelt, aber nicht gedämpft werden; dann ist auf dem Bildschirm das obere Drittel rot, das mittlere grün und das untere blau. Was ein blödes Bild ergibt, in der Summe aber die Gesamthelligkeit praktisch unverändert lässt wie ein wesentlich teurerer Drei-Panel-Projektor. Jetzt braucht man nur noch einen kleinen Drehimpuls, der die Prismen rotieren lässt, und fertig ist das "Scrolling Color"-System - Scrolling nennt man bekanntlich auch das Durchlaufen des Abspanns beim Film von oben nach unten. Nur dass das bei den Farben nach Philips-Prinzip ein wenig schneller geht. Die Light Engine, also LCoS-Panel, Lampe und Optik zusammen soll weniger als 1.000 Dollar kosten, also weniger als die Hälfte von aktuellen DLP-Light Engines.
Philips zeigt einen ersten Rückprojektor in dieser Technologie zurzeit in Hinterzimmern bei diversen Gelegenheiten. Der Prototyp hat eine SXGA-Auflösung (1.280 mal 1.024) und bringt HDTV im 16:9-Format mit 1.280 mal 720 Pixel. Dabei ist er prinzipbedingt recht hell, auch der Kontrast soll nicht hinter Röhrenprojektoren zurückstehen. Bleiben einige Fragen: Welche Art von Artefakten wird es bei Objekten im Bild geben, die sich nach unten bewegen? Wird die Geräuschentwicklung beherrschbar sein? Und wann laufen die Wunderwaffen namens LCoS endlich in größerer Serie vom Band? Großbildsysteme zu erschwinglichen Preise gelten allgemein als Voraussetzung dafür, dass HDTV Erfolg hat. Philips will sie bauen.
So, jetzt dürfen Sie wieder lachen. Oder sich wundern. (8. 2. 2001)
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Das Prinzip des LCoS-Projektors: Die drei Grundfarben werden zu Balken gebündelt, die in schneller Folge über den Bildschirm laufen, so dass sie zu einem homogenen Bild verschmelzen. |
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Neues im Dezember
Neu im Archiv: DVD+RW, der Player mit dem Record-Knopf (31. 12. 2000)
Das Jahr der Entscheidung: RW-Lager hat die Nase vorn (31. 12. 2000)
Multimedia-Wahn bei Harman/Kardon: Die Einschläge kommen näher (28. 12. 2000)
Einbit-Audio: Endstufen prima, Disc weniger (20. 12. 2000)
Jeder hat seine Festplatte, nur keiner will sie kaufen (5. 12. 2000)
Neues im November
Playstation-Posse: 0 oder 2,2 oder 14 Prozent Zoll (19. 11. 2000)
DLP-Projektor von Yamaha: was wird das? (17. 11. 2000)
DVD-RAM-Recorder mit Festplatte (17. 11. 2000)
Neues von der Progressive-DVD aus China, Taiwan und Japan (16. 11. 2000)
360-Grad-Video von Sony: das Surround-Bild kommt (6. 11. 2000)
Durch die Hintertür: HDTV auch in Deutschland? (8. 11. 2000)
Neues im Oktober
D-ILA-Projektoren von JVC: 4.000 x 3.000 Pixel reichen (2. 10. 2000)
Grundig trotzt den Wechselkursen: eigene DVD-Player aus Wales? (2. 10. 2000)
Es lebt, es lebt! DVD-Audio kommt richtig (3. 10. 2000)
Allgemeine Schutzverletzung DVD-DVB-Boxen mit Windows (6. 10. 2000)
Sony, Philips und Pioneer wollen den blauen Laser (27. 10. 2000)
Ich zähl' aus, Infineon ist raus (28. 10. 2000)
Nachrichten aus Absurdistan: Sharp koppelt Bitströme (29. 10. 2000)
Nachrichten-Archiv 2000: Meldungen von 2000 (Januar bis Dezember 2000)
Nachrichten-Archiv 1999: Meldungen von 1999 (August bis Dezember 1999)