DER NEWS-SERVICE von  

 

Ulrich v. Löhneysen, Journalist

Unterhaltungselektronik  
Kino zu Hause  
AV-Technologien

 

  MEIN MENUE:

  Jetzt neu 


Nachrichten-Archiv 

Neues im Mai
Projektor-Preise:
Wer schafft die 999? (31. 5. 2002)
Laser-TV kommt,
mit oder ohne Schneider (14. 5. 2002)

Digitalschnittstelle HDMI: Das Ende eines Traums (11. 5. 2002)

Neues im April
DLP+DVD+CCD:
Wir basteln uns 100 Gigabyte (25. 4. 2002)
Barco Cine-Versum 80: DLP von der feinen Art (15. 4. 2002)
Drunter und drüber: Flache Panels bunt gemischt (15. 4. 2002)
Der Pixel-Hammer: Wer braucht 1.920 mal 1.080? (15. 4. 2002)

Nachrichten-Archiv: Meldungen von 2001 (Januar bis Dezember 2001)

Nachrichten-Archiv: Meldungen von 2000 (Januar bis Dezember 2000)

Nachrichten-Archiv: Meldungen von 1999 (August bis Dezember 1999)

Projektor-Preise: Wer schafft die 999? Schon seit einigen Jahren geistert eine magische Zahl durch die Projektor-Branche, die Zahl 999. Denn das große Ziel ist es, ein Gerät für weniger als 1.000 Dollar zu bauen. Zielgruppe für einen Projektor dieser Art sind die Privathaushalte, nicht die Business-Anwender. Dann würde der Markt nochmal einen ordentlichen Schub bekommen, dann würde Kino zu Hause endlich richtig preiswert. Die Frage ist nur noch: Wer schafft es als erster Hersteller und mit welcher Technologie? Drei stehen zur Auswahl.
LCD gilt einerseits als Favorit, denn hier sind die Preise gar nicht mehr so weit weg. Der Panasonic PT-AE100 ist gerade auf 2.200 Euro reduziert worden, der Japan-Preis ohne Steuern beträgt nur rund 1.300 Dollar (japanische Modellbezeichnung TH-AE100, siehe Meldung vom 4. 10. 2001 und Angebote von Price-Japan.com). Andererseits ist Panel-Lieferant Epson angeblich schon ziemlich an der Schmerzgrenze mit seinen Abgabepreisen, weil man unbedingt DLP unterbieten will und muss. Dazu kommt, dass der Bauaufwand bei drei immer größer sein muss als bei einem Panel – der Weg zurück zu einem Panel geht nicht: zu wenig Licht, zu langsame Reaktion, egal wie man es macht. Andererseits hat die LCD-Branche immer noch eine Lösung gefunden, ihre Produkte besser oder billiger zu machen oder beides. Bei Panasonic hat man mir schon bestätigt, dass man zwei neue 16:9-Projektoren in Arbeit hat, einen davon zu noch günstigerem Preis als den PT-AE100 (der teurere wird wahrscheinlich mit 540-Zeilen-Panels arbeiten, also halber HDTV-Auflösung).
DLP galt lange Zeit als extrem teuere Technologie, doch nun schicken sich Texas Instruments und seine Partner an, das Gegenteil zu beweisen. Bei Carl Zeiss in Jena hat man ein Design fertig, mit dem ein 999-Dollar-Projektor gebaut werden könnte; ein Design, das auch in Geräten mit weniger als einem Kilogramm Gewicht verwendet werden soll. Schon nächstes Jahr könnte die Fertigung beginnen. Und wer wäre hier der Partner? Tippen wir mal auf InFocus und Toshiba – oder wird Plus mit einem neuen Piano-Modell schneller sein?
LCoS gilt schon seit längerem als Technologie-Kandidat für preiswerte Projektoren, nur wurde bislang nichts draus (siehe auch Meldung von der Photokina 2000). All die Three-Five, Aurora, DisplayTech und wie sie immer heißen, sie sind bislang daran gescheitert, gleichmäßige Qualität über das ganze Panel und in größeren Stückzahlen zu liefern. Schwamm drüber. Jetzt kommt Hitachi, ein ganz anderes Kaliber. Die Firma ist wild entschlossen, die Technologie zum Erfolg zu führen. Angefangen hat man mit dem CP-SX5500, der noch unter ähnlichen Problemen leidet wie alle anderen LCoS-Produkte. Doch Projektoren fürs Kino zu Hause sind in Vorbereitung, die Panels dafür in Arbeit (siehe auch Meldung vom 25. 11. 2001). Hitachi wird sogar eine Einpanel-Lösung bauen, mit der man den Preis nochmal ordentlich drücken kann. Und dann hat die Firma noch einen letzten Trumpf im Ärmel, beziehungsweise in China: Seit Dezember fertigt die Fabrik der Hitachi Fujian Digital Media Company Ltd., ein Joint-Venture in der Provinz Fujian, LCD-Projektoren; derzeit 400 Stück im Monat, demnächst aufgestockt auf 1.000 Stück. Dort ließen sich natürlich die Lohnkosten in der Endmontage drücken, wenn man denn mit den Panels so weit ist. Ansonsten kann man dort natürlich genau so gut LCD-Geräte für den Weltmarkt bauen, derzeit wird nur der heimische Markt beliefert.
Eine kleine Prognose: In der zweiten Jahreshälfte 2003 wird man die ersten Ankündigungen in Richtung 1.000 Dollar hören, ausgeliefert wird wohl eher in 2004.
Anmerkung eins: 999 Dollar Verkaufspreis sind Herstellungskosten von 500 bis 600 Dollar, das zum Verständnis.
Anmerkung zwei: 999 Dollar wären eher 1.199 Euro, denn der Vertrieb in Europa ist immer noch teurer und wird es wohl auch bleiben. (31. 5. 2002)
Zeiss-Optik: Die Light-engines der fünften Generation aus Jena sind auf das Minimum reduziert, damit Gewicht und Kosten niedrig gehalten werden können. Das Farbrad sitzt dabei erstmalig direkt vor dem DLP-Chip.

nach oben

Laser-TV kommt, mit oder ohne Schneider. In Deutschland wird das Thema Laser-Projektion oder Laser-TV immer unter dem Blickwinkel Schneider AG gesehen. Das ist einerseits richtig, denn in diesem Punkt haben deutsche Entwickler wirklich die Nase vorn, was sonst in der Unterhaltungselektronik selten der Fall ist. Dabei wurde freilich manchmal vergessen, dass auch andernorts daran gearbeitet wird. In Japan zum Beispiel, was Wunder: Bis Anfang der 90er Jahre war Laser-Fernsehen ein großes Projekt bei Sony, das man aber eingestellt hatte, weil man den Speckle-Effekt (das Glitzern des Laserstrahls) nicht in den Griff bekommen hat. Vor zwei Jahren hat die Firma aber damit wieder begonnen, und zwar unter Nutzung der GLV-Technologie (siehe Meldung vom 1. 8. 2000). Letztes Jahr hat sich Toshiba dazu gesellt, weil man überlegt hat, wie man seine Rückprojektoren entscheidend verbessern könnte. Wenn man die Röhre als Lichtquelle ablöst, ist eine Lampe eigentlich nicht ideal: Sie setzt die meiste Energie in Wärme um, sie ist schon viel zu früh verbraucht, sie liefert das falsche Farbspektrum. Nicht so der Laser, der praktisch ohne Hitze arbeitet, sehr wenig Strom braucht, der lange hält und im Farbumfang selbst die Bildröhre weit übertrifft.
Das Problem, selbst wenn man den Laser hat, heißt freilich: Wie macht man einen Bildpunkt hell oder dunkel, damit sich überhaupt ein Bild projizieren lässt? Schneider hat hier immer die Ablenkung des Laserstrahls praktiziert, der somit wie der Strahl einer Kathoden-Röhre Zeile für Zeile auf die Bildwand schreibt, von links nach rechts, von oben nach unten. Dazu braucht man eine Ablenkeinheit, die aus rotierenden Spiegeln bestehen darf, wenn Kosten keine Rolle spielen – bei Consumer-Geräten müssen sie freilich anders aufgebaut sein (siehe Meldung vom 9. 1. 2002). Hat man keine solche Idee für die Ablenkung, besteht eine andere Möglichkeit, die Sony bei GLV und ebenso Toshiba nutzen: Man fächert den Laserstrahl auf und verändert die Helligkeit räumlich durch Spiegelung oder Brechung. Toshiba nimmt dazu ein LCoS-Panel, das vom Laser genauso beleuchtet wird wie vom Licht einer Lampe. Das hat einen weiteren Vorteil: Der Laser muss nicht in der Helligkeit moduliert werden, sondern kann ständig leuchten, denn dunkel werden einzelne Pixel per Lichtsperre am LCoS-Panel. Das macht die Laserentwickung sogar einfacher als bei Schneider. Wahrscheinlich verwendet Toshiba ähnlich wie Osram und Panasonic das SHG-Prinzip für den noch fehlenden blauen Laser in der Größenordnung von ein bis zwei Watt (siehe 9. 1. 2002/4. 10. 2001). Doch noch sei die optische Qualität dieses Teils zu bescheiden, weshalb der Rückprojektor der Firma erst einmal mit normaler Lampe in den Verkauf geht – in USA. Nach Deutschland soll das Gerät im Laufe des nächsten Jahres kommen, dann möglichst gleich in der Laser-Version. Die LCoS-Panel kämen übrigens von Philips, hört man inoffiziell. Wollte nicht auch Schneider eigentlich schon Ende 2003 den Laser fertig haben?
Das stellt die Frage, was aus den Entwicklungen des Laser-Teams in Gera wird, die Schneider vor mehr als zehn Jahren aus der DDR-Konkursmasse übernommen hat. Wie man hört, gibt es eine Reihe von Interessenten dafür. Der Insolvenzverwalter muss nun entscheiden, wer den Zuschlag erhält. Wer sind die Verdächtigen? Ich tippe immer noch auf NEC, auf Osram/Siemens, auf Thomson, vielleicht auch Sony. Aber jeder andere Hersteller von Fernsehern mit ein wenig Kleingeld käme in Frage, Samsung vielleicht oder Panasonic. Nicht zu vergessen Toshiba. Es wird weitergehen mit Laser-TV aus Gera, aber vielleicht sind andere schneller.
Bei dieser Gelegenheit: Hochachtung vor Christhard Deter und seinen Entwicklern bei Schneider Laser Technologies. Ich kann mir vorstellen, dass sie es schaffen. (13. 5. 2002)
Toshiba Rückprojektor: Das Modell 57HLX82 wurde in dieser Form auf der CES 2002 gezeigt. Es arbeitet mit 1.280 mal 720 Pixeln auf drei LCoS-Panels und soll unter 10.000 Dollar kosten. Nach Deutschland kommt es wohl nicht in dieser Version, sondern gleich mit Lasern als Lichtquelle.

nach oben

Digitalschnittstelle HDMI: Das Ende eines Traums. Es war einmal eine geniale Idee, und die lautete: Ein einziges Kabel soll im digitalen Zeitalter alle analogen Verbindungen ersetzen und alle Funktionen möglich machen. Bekannt geworden als Firewire, IEEE 1394 oder i-Link, koordiniert im Havi-Konsortium, steht diese Idee vor dem Scheitern: Die große Mehrheit der Havi-Teilnehmer hat sich für eine andere Digitalschnittstelle an DVD-Playern entschieden, für HDMI. Lesen Sie die Hintergründe im HDMI-Spezial. (11./13. 5. 2002)
Firewire-Stecker: Schlicht und einfach nicht geeignet für DVD-Player – das ist das harte Urteil aus der Industrie.
HDMI-Stecker (links), DVI: Die neue Buchse ist Pin-kompatibel mit DVI, aber wesentlich kleiner und damit besser für alle Arten von Geräten geeignet, auch für tragbare DVD-Spieler zum Beispiel. Mit einem simplen Adapter-Kabel lässt sich ein HDMI-Ausgang mit einem DVI-Eingang verbinden, ebenso umgekehrt. Aber der Kopierschutz HDCP muss drauf sein.

nach oben

DLP+DVD+CCD: Wir basteln uns 100 Gigabyte. Der Prototyp sieht aus wie aus dem Optikbaukasten, hier ein Objektiv, da ein Gewinde, dort ein Spiegel. Kaum vorstellbar, wie das einmal auf den Schlitten eines DVD-Laufwerks passen soll. Dann aber wird es ernst: Mindestens 100 GB sollen auf eine Disc passen, einen optischen Speicher der vierten Generation, der nach übereinstimmender Meinung von Experten noch eine Stufe über der Blu-ray-Disc oder anderen Speichermedien der dritten Generation anzusiedeln ist. Das Zauberwort lautet holografische Aufzeichnung, und gemeint damit ist dreidimensionale Speicherung. Bis zur dritten Generation arbeiten diese Speicher immer nur in zwei Dimensionen, verändern die Oberfläche einer Schicht, in einer bestimmten Breite und einer bestimmten Länge. Werden diese Veränderungen wieder ausgelesen, gewinnt man die Daten wieder, die zuvor auf die Schicht geschrieben wurden. Bei holografischen Speichern geht es darum, die komplette Tiefe eines Materials zu verändern, also ein Tiefenmuster in eine Spur zu schreiben. Einen Ansatz dazu hat nun InPhase vorgestellt, der schon deswegen bemerkenswert ist, weil er optische Komponenten verwendet, die man bisher in ganz anderen Zusammenhängen kennt, nämlich DLP von Texas Instruments, ein Prinzip, das bisher in Projektoren zu Hause ist, und ein Charge Coupled Device, kurz genannt CCD, bekannt aus Digitalkameras und Camcordern. Verwendet wird bei InPhase ein roter Laser von rund 100 Milliwatt, der von einem teildurchlässigen Spiegel aufgeteilt wird. Ein Teil wird auf die Mikrospiegel des DLP-Chips gelenkt, ein anderer Teil geht direkt zur Disc. Die besteht aus einem speziellen Fotopolymer-Material, das dort verändert wird, wo aus beiden Richtungen das Laserlicht gleichzeitig auftrifft; dort, wo der DLP dunkel geschaltet wurde, passiert nichts. So wird ein Muster ins Material gebrannt, das beim Auslesen wiederum mit einem gesplitteten Laser erkannt wird: Dort, wo das Material unverändert ist, gelangt der Strahl direkt wieder zu dem CCD, das so feststellt, welcher Pixel hell ist und welcher dunkel. So wird das Pixelraster im Disc-Material wieder in einen Bitstrom zurück verwandelt. Fertig ist der Speicher, der mindestens 100 GB pro Disc fassen soll – in weiteren Entwicklungsstufen noch mehr.
Die Probleme der holografischen Speicher liegen zum einen in der Miniaturisierung aller optischen Komponenten einschließlich des DLP-Chips. Und sie liegen in der Materialwahl. Bis jetzt hat man nur eine Mischung gefunden, die sich einmal beschreiben lässt, also nicht löschbar ist. Als Ersatz für eine Festplatte, etwa in einem Videoserver, taugt die InPhase-Disc so noch nicht. Die Verantwortlichen der Firma, die als Ausgründung von Lucent entstand, sind trotzdem optimistisch, schon im nächsten Jahr erste Prototypen ihres Recorders zeigen zu können und im Jahr darauf mit der Serienproduktion zu starten. Anwendungsbereiche könnten von Datensicherungssystemen bis hin zum digitalen Kino reichen. Die Firma ist freilich nicht die einzige, die Speicher dieser Art entwickelt. Ein Dutzend Firmen von DiskTrend über HoloStor bis Constellation3D arbeitet in USA daran, angeblich hat man sogar schon bei Beiersdorf ein Gigabyte auf eine Rolle Tesafilm gebannt (Meldung vom 1. 4.). Vielfach experimentiert man mit fluoreszierenden Materialien, so bei der FMD von Constellation3D; dann werden aus der Tiefe des Materials unterschiedliche Frequenzen reflektiert, womit man die Dreidimensionalität erreicht.
Wenn man sich den Aufbau so anschaut, könnte man ja auf die Idee kommen, die Bilder eines Films direkt, als Bild und nicht als Daten, in die Disc zu projezieren. Die Scheibe wäre dann praktisch ein aufgerollter Filmstreifen. Nur leider sind solche Speicher halt digital, kennen also keine Grauwerte, sondern nur An oder Aus, Null oder Eins. Also bräuchte man bei acht Bit pro Farbe nicht 24 Bilder pro Sekunde, sondern acht mal drei Farben mal 24 Bilder pro Sekunde. Kinofilm sollte freilich mindestens zwölf Bit pro Farbe haben. Vor allem hätte man aber keine Kompressionsmöglichkeit mehr, die kann nur digital erfolgen. Dann reichen nicht 60 bis 80 Gb für einen Kinofilm, sondern mindestens das Hundertfache. Das schaffen holografische Speicher so schnell auch nicht.
Man bedenke: Solche Firmen sind Aktiengesellschaften, die sich vor allem durch Erfolgsmeldungen finanzieren. Den DVD-Player noch nicht verschrotten. (25. 4. 2002)
Funktionmuster: Das Prinzip ist realisierbar, ob sich freilich die Komponenten auf eine Größe verkleinern lassen, die auf einen Laufwerks-Schlitten passt, ist noch offen.

nach oben

Barco Cine-Versum 80: DLP von der feinen Art. Da gab es mal einen kleinen Hersteller von Fernsehern in Belgien, der beschloss vor vielen Jahren, kein Hersteller von Fernsehern mehr sein zu wollen. Daher spezialisierte sich Barco auf hochwertige Profi-Monitore und Videowände, baut heute die hellsten LED-Großbildschirme und die extremsten Röhrenprojektoren, für Simulatoren und für Kino zu Hause. Einen ersten Blick auf den DLP-Projektor aus Belgien konnte man schon auf der Funkausstellung werfen (siehe Report). Nun gab es im Werk Kuurne, nicht weit von der französischen Grenze bei Gent, eine offizielle Vorstellung des Cine-Versum 80, wie er nun heißt. Erster bemerkenswerter Punkt: Von 30.000 Mark wie in Berlin ist keine Rede mehr, das Gerät kostet vielmehr 20.000 Euro. Die teilen sich auf in 12.000 Euro für den Beamer und 8.000 Mark für den Cine-Master, den zugehörigen Videoprozessor, ohne den nichts funktioniert. Zweitens ungewöhnlich: Für die Verbindung zwischen dem Master und seinem Sklaven, dem Projektor, verwendet Barco das "Fiber Protocol", allerdings mit einem Kupferkabel; so lassen sich über maximal 50 Meter Digitalsignale verlustfrei übertragen – das macht die Installation einfach. Drittens: Man hat bei Barco einen Dreh gefunden, das unvermeidliche Schwanken in der Lichtleistung einer UHP-Lampe mit dem Farbrad des DLP zu synchronisieren, das Maximum wird immer dann erreicht, wenn das Rot-Segment ansteht, womit die Lichtleistungs optimiert und die Farbtemperatur in die gewünschte Richtung verschoben wird – in Richtung warm (7.800 K). Viertens: Der Barco sieht verdammt gut aus. Da werden sich die Platzhirsche von Yamaha über Sharp bis Marantz warm anziehen müssen.
Ich bleibe dabei: Die Dinger sind zu teuer – wenn es für 3.500 Euro auch schon einen recht guten DLP gibt. (15. 4. 2002)
Barco Cine-Versum 80: Der DLP-Projektor aus Belgien wurde auf den Home-Theater-Tagen von Verkaufsleiter Geert Ramault präsentiert. Schecks nimmt er schon an, 20.000 Euro müssen drauf stehen. Dann gibt's ab Juni einen Projektor der Extraklasse.

nach oben

Drunter und drüber: Flache Panels bunt gemischt. Fünf Flachbild-Fernseher auf einmal, das ist schon bald nicht Besonderes mehr – so wie kürzlich bei Philips gesehen und fotografiert. Von 15 bis 50 Zoll stehen sie im eleganten Philips-Design. Was man freilich nicht sieht: Mehr noch als bei Bildröhren wird bei flachen Panels bunt gemischt, welcher Hersteller wo zum Zug kommt. So beschäftigt Philips für die fünf flachen Fernseher allein drei verschiedene Lieferanten. Der 32-Zöller und der neue 42-Zöller verwenden beide Plasma-Panels von FHP, dem Joint Venture von Fujitsu und Hitachi; sie erhalten den Vorzug vor den quasi-hauseigenen Versionen von LG.Philips – die seien von der Bildqualität bei TV-Signalen den FHP-Modellen noch nicht ebenbürtig. Beide FHP-Panels kommen jetzt in der so genannten Alis-Technik daher, haben also 1.024 Zeilen. Etwas weniger, nämlich 768 Zeilen, bietet in dieser Hinsicht der 50-Zoll-Plasma, den FHP noch nicht anbietet; er kommt statt dessen von NEC. Wenigstens bei den beiden LCD-Fernsehern mit 15 und 18 Zoll Diagonale kommt LG.Philips zum Einsatz, denn bei LCD haben sich die Koreaner schon rechtzeitig auf TV-Anwendungen eingestellt – also schnelle Reaktionszeit, Farbtreue und ausreichender Blickwinkel. Wer freilich meint, die teurer LCD-Fernseher von Philips wären identisch mit den günstigeren LCD-Monitoren, die es neuerdings sogar mit eingebautem TV-Tuner gibt, der irrt: Im 15-Zoll-LCD dieser Sparte leuchtet ein Panel von Chunghwa Picture Tubes aus Taiwan.
Aber: Das Panel ist halt nicht alles, sonst wären die Philips-Plasmas ja mit denen von Sony, von Hitachi, von Fujitsu identisch. (15. 4. 2002)
Flache Fernseher von Philips: Fünf Größen, drei Lieferanten. Die beiden LCD-Fernseher (links) nutzen die hauseigenen LCD-Panels von LG.Philips, die beiden kleineren Plasma-Schirme (oben und rechts) arbeiten mit Panels von FHP, der große Bildschirm vorne hat ein NEC-Plasmapanel eingebaut.

nach oben

Der Pixel-Hammer: Wer braucht 1.920 mal 1.080? Ohne Zweifel kann Epson einige Erfolge aufweisen, was die Vermarktung seiner LCD-Panels angeht. Die Firma hat sich bekanntlich (siehe auch Meldung vom 20. 1. 2002) auf die winzigen Polisilizium-Bauteile spezialisiert, wie sie heute in praktisch allen LCD-Beamern verwendet werden. Und auch die neue Reihe von 16:9-Panels kommt gut an. So setzt zum Beispiel Panasonic mit dem PT-AE100, gepowert von den 0,7-Zoll-Panels mit 858 mal 484 Pixeln, Bestmarken in Leistung und im Verkauf (vor allem in Japan und USA, siehe Meldung vom 4. 10. 2001). Auch LG will die 16:9-Panels, allerdings das nächst größere Format mit 1.280 mal 720 Pixeln für Heimkino-Projektoren einsetzen. Rückprojektoren mit diesen Elementen werden unter anderem Daewoo, LG und Panasonic bauen. Nun greift Epson selber in diesem Markt an und bringt mit dem Modell ELP-RM50W1 einen eigenen Rückpro, vorerst allerdings nur in Japan und heftig gepreist (rund eine Million Yen).
Der große Pixel-Hammer wird von Epson noch in diesem Geschäftsjahr herausgeholt, das heißt vor März 2003: Ein Panel mit 1.920 mal 1.080 Pixeln, also voller HDTV-Auflösung. Damit könnte die Firma der erste Hersteller sein, der diese Auflösung anders als mit Neunzoll-Röhrenprojektoren möglich macht. Angekündigt wurden Lichtventile dieser Auflösung schon in diversen Varianten: als DLP, doch dieses Projekt steht bei Texas Instruments auf der Kippe (zumindest für Kino zu Hause); als D-ILA bei JVC (siehe Story hier), doch auch dort scheint die HD-Auflösung nicht höchste Priorität zu haben; als LCoS von Three-Five-Systems, nur stehen hier leider die Vorhaben in argem Kontrast zur Realität. Epson dagegen sollte das 1.080-Zeilen-Element dagegen locker hinbekommen, wird es doch 1,6 Zoll groß, also pro Bildpunkt sogar noch etwas größer als beim 0,87-Zoll-LCD mit 720 Zeilen. Zudem soll es schon in den nächsten Monaten weitere Verbesserungen in Sachen Lichtausbeute und/oder Kontrast geben. Man hört freilich auch, dass noch kein Dritthersteller bisher Anstalten macht, die hochaufgelösten Panels verwenden zu wollen. Vielleicht kommt aus diesem Grund nun der 50-Zoll-Rückpro mit 720 Zeilen, ein Gerät, über das firmenintern schon lange nachgedacht wurde. Ergänzend zu diesem Produkt ließe sich doch ein wunderschöner 60-Zöller mit 1.920 mal 1.080 Bildpunkten vorstellen – oder?
Völlig unberührt davon bleibt die Diskussion, ob man so viele Pixel zu Hause überhaupt braucht. (15. 4. 2002)
Epson ELP-RM50W1: Der erste Rückprojektor der Marke verwendet die 1.280-mal-720-Panel. Ein Import nach Deutschland ist derzeit nicht vorgesehen.

nach oben


Neues im März
Ton-Fenster: Panasonic lässt Bildschirme klingen
(29. 3. 2002)
Zeilenspiele: JVC bringt 1.500 Zeilen auf die Röhre (28. 3. 2002)
Zehn Fragen zu DivX 5 (und natürlich die Antworten ...) (8. 3. 2002)
Wechsel-Festplatten: Willkommen in der Tera-Byte-Ära (8. 3. 2002)
HDTV auf DVD: lieber rot als blau
(6. 3. 2002)

Neues im Februar
Wieder vereint: gemeinsamer DVD-Standard für blauen Laser
(19. 2. 2002)
Schnell reagiert: Panasonic macht DMR noch billiger
(15. 2. 2002)
Versprechen gehalten: Pioneer halbiert DVR-Preis
(14. 2. 2002)
Bei Philips sind 75 Hertz mehr als 100
(5. 2. 2002)

Neues im Januar
Sony vernetzt: MP3, Net-MD, Memory Stick
(30. 1. 2002)
16:9 im Duett: Epson und Yamaha projizieren
(20. 1. 2002)
DVD-Recorder: Knackt Philips die 1.000 Euro?
(CES, 10. 1. 2002)
Der Laserprojektor: Wird's bald – oder nicht?
(9. 1. 2002)


Neues im Dezember
Sony contra Microsoft: Der große Krach
(31. 12. 2001)
Acht Kanäle aus einem Lautsprecher: Der Tonwerfer kommt
(5. 12. 2001)

Neues im November
Neu im Archiv: Cinemaxx-Kinos ohne THX
(27. 11. 2001)
Winzig und hoch auflösend: LCoS-Chip von Hitachi
(25. 11. 2001)

Kein Limit: Samsung vergrößert LCDs auf 1,30 Meter (20. 11. 2001)

Neues im Oktober
576 progressive DLP: Der Matterhorn kommt
(29. 10. 2001)

THX Ultra2 und die Folgen: 6.1-Ton bald billiger (7. 10. 2001)
50-GB-DVD und mehr: Panasonic ist wieder da (4. 10. 2001)

Neues im September
DVD-R plus HDD: Panasonic macht's vor
(26. 9. 2001)
Post-IFA: 16:9-DLPs von vorn und hinten
(26. 9. 2001)
Burmester baut rein digitalen DVD-Player
(25. 9. 2001)

Neues im August
IFA live: Thomson kombiniert
(23. 8. 2001)
Philips beendet die VHS-Produktion
(19. 8. 2001)
Pre-IFA: Sony auf eigenen Wegen
(19. 8. 2001)
Pre-IFA: Loewe goes west
(6. 8. 2001)
Pre-IFA: Die große Schau ist eröffnet (5. 8. 2001)
Projektoren: Neue Wege bei Plus, InFocus/Toshiba, Sony (4. 8. 2001)

Neues im Juli
Pre-IFA: Herzblut für Grundig
(21. 7. 2001)
DVD+RW: Samsung dabei, aber Sony? (21. 7. 2001)

Neues im Juni
Pre-IFA: Thomson kann's auch
(28. 6. 2001)
Farb-Recycling: DLP praktisch neu erfunden (24. 6. 2001)
Pre-IFA: Philips setzt alles auf DVD+RW (22. 6. 2001)
DVD mit DVI-Digitalausgang: Wo ist das Problem? (16. 6. 2001)
So kommt er: der DVD-Recorder von Pioneer
(12. 6. 2001)
Motorola im Wohnzimmer: Wir lassen's krachen
(12. 6. 2001)
Rundum-Ton wie im Konzert: AT&T verspricht Wunder (11. 6. 2001)
Der Yamaha-Projektor: stark dank DLP
(6. 6. 2001)

Neues im Mai
DVD-R, die Zweite: Panasonic macht's besser
(31. 5. 2001)
DVD-R, die Erste: Au Vaio, Sony
(31. 5. 2001)
Denon wird unabhängig – und amerikanisch
(22. 5. 2001)
Matsushita und Hitachi: Worüber man spricht
(21. 5. 2001)
DTS legt nach: Jetzt auch mit 96 kHz und 24 Bit
(15. 5. 2001)
Wasserzeichen marsch: DVD-Kopierschutz ab 2003 verschärft
(13. 5. 2001)

HD statt analog: ein Premiere-World-Szenario (13. 5. 2001)

Neues im April
Neue Rückprojektoren: das fröhliche Panel-Tauschen
(30. 4. 2001)
Eine wunderbare Freundschaft: Dolby und AAC
(30. 4. 2001)
In eigener Sache: Mitarbeiter gesucht (16. 4. 2001)

Die Friedenspfeife: Panasonic macht DVD-R (13. 4. 2001)

Neues im März
16:9-Projektoren: Auch Toshiba ist dabei
(21. 3. 2001)

Kurz gefasst: Die Röhre lebt (15. 3. 2001)
DVD-Forum vor dem Ende? Keine gemeinsamen Standards in Sicht (11. 3. 2001)
Digitale Schnittstellen: DVI mit bis zu 1.200 Zeilen (10. 3. 2001)
Progressive Scan in PAL: die ganze Wahrheit (10. 3. 2001)

Neues im Februar
Philips rotiert: HDTV-Bilder endlich preiswert?
(8. 2. 2001)

Neues im Januar
Mit eigenen Waffen: Sanyo übertrumpft Sony-Projektor
(30. 1. 2001)
Frage an Pioneer: Was ist eigentlich gemeint mit DVD-R?
(30. 1. 2001)
Neu auf der CES: DVI, D-Theater, 16:9-DLP und mehr (11. 1. 2001)

Neues im Dezember 2000
Neu im Archiv: DVD+RW, der Player mit dem Record-Knopf
(31. 12. 2000)
Das Jahr der Entscheidung: RW-Lager hat die Nase vorn
(31. 12. 2000)
Multimedia-Wahn bei Harman/Kardon: Die Einschläge kommen näher (28. 12. 2000)
Einbit-Audio: Endstufen prima, Disc weniger (20. 12. 2000)
Jeder hat seine Festplatte, nur keiner will sie kaufen (5. 12. 2000)

Nachrichten-Archiv: Meldungen von 2001 (Januar bis Mai 2001)

Nachrichten-Archiv 2000: Meldungen von 2000 (Januar bis Dezember 2000)

Nachrichten-Archiv 1999: Meldungen von 1999 (August bis Dezember 1999) 

nach oben