MEIN MENUE:
Jetzt neu
|
Nachrichten-Archiv
Neues im August
Zurück zu 4:3 mit dem Sharp XV-Z90 (28. 8. 2002)
Kleine Verspätung: Fast mit eigenen TV-Server (26. 8. 2002)
Die Zukunft ist sicher: Toshiba MT-8 (23. 8. 2002)
Noch'n Digitalanschluss: Pioneer fährt Seriellen Bus (20. 8. 2002)
Sony VPL-HS10: breit, hochauflösend, günstig (7. 8. 2002)
Firewire kommt doch und HDMI, D1/D2, Digilink ... (5. 8. 2002)
Neues im Juli
Sony: Riskante Bildschirm-Strategie (18. 7. 2002)
HDTV in Europa: Wer macht den Anfang? (16. 7. 2002)
Schluss mit den Kartenspielen: Panasonic DMR-HS2 (1. 7. 2002)
Neues im Juni
Frisch von der Quelle: Fernseher mit Festplatte (25. 6. 2002)
Philips: DVD-Recorder als Linedoubler (13. 6. 2002)
Neues im Mai
Projektor-Preise: Wer schafft die 999? (31. 5. 2002)
Laser-TV kommt, mit oder ohne Schneider (14. 5. 2002)
Digitalschnittstelle HDMI: Das Ende eines Traums (11. 5. 2002)
Nachrichten-Archiv: Meldungen von 2001 (Januar bis Dezember 2001)
Nachrichten-Archiv: Meldungen von 2000 (Januar bis Dezember 2000)
Nachrichten-Archiv: Meldungen von 1999 (August bis Dezember 1999)
Sony-Neuheiten: Alles nur Theatre. Es war einmal das Versprechen: Plasma-Schirme würden schnell billig, so dass sie immer mehr Haushalte eroberten. Das war einmal. Sony bringt eine neue Generation von Plasma-Fernsehern, und die werden erst mal teurer. Das Modell KE-42MR1 kostet satte 12.000 Euro, während andere Firmen in dieser Größenordnung schon die 5.000 im Visier haben. Sony wäre freiich nicht Sony, wenn dafür nicht etwas geboten würde. Das Endstadium des TV-Designs, sagte einmal Philippe Starck, wäre das frei im Raum schwebende Bild diesen Satz haben sich die Sony-Gestalter wohl gemerkt. Denn bei der KE-Reihe schwebt der Plasmaschirm in einem silbernen Rahmen mit den Lautsprechern, gehalten nur von einer Glasplatte. Das größere Modell KE-50MR1 (vergleichweise günstig mit 14.000 Euro)ruht sogar auf einem transparenten Standfuß. Technisch bemerkenswert ist die Rückkehr zur separaten Tunerbox, die per DVI-Digitalkabel von drei oder zehn Metern mit dem Schirm verbunden ist. Und, eine echte Revolution im Hause Sony, endlich auch Eingänge für Komponentensignale im YUV-Standard. Da kann man nun endlich auch Sony-DVD-Player optimal anschließen, so zum Beispiel den noch namenlosen Nachfolger des DVP-S9000 (siehe Meldung vom 2. 9. 2000): Der wird auch SA-CD-Mehrkanal können und PAL-progressive,wenn es denn endlich vom DVD-Forum offiziell gestattet ist. Zudem markieren die neuen Plasmas den Wechsel des Lieferanten von Fujitsu-Hitachi zu NEC (wie bereits beim Thema Sony und Bildschirme angekündigt).
Von den drei neuen Projektoren waren bereits zwei bekannt, der VPL-HS10 und der VPL-VW12. Neu ist ein dritter 16:9-Beamer, der VPL-HS2 mit 858 mal 484 Pixeln, die direkte Konkurrenz zum PT-AE100 von Panasonic. Für alle drei Modelle gibt es nun europäische Preise: HS2 rund 2.500 Euro, HS10 rund 4.000 Euro und VW12 satte 8.500 Euro. Wie alle anderen Produkte für das Kino zu Hause segeln die Projektoren unter der Dachmarke Wega Theatre (englisch vornehm "Theatre" statt der US-Version "Theater"). In dieses Theater gehören LCD-Fernseher von 15 und 17 Zoll, Versionen mit 22 und 30 Zoll folgen nächstes Jahr, ebenfalls mit NEC-Panels; dann eine ganze Schar von DVD-Komplettanlagen, DVD-Receivern und Design-Playern ergänzt um Lautsprecherpakete, einen Memory-Stick-Fernseher und digitale wie analoge Endstufen in diversen Formen.
Und Sony kooperiert jetzt mit Armani, das erklärt die Preisgestaltung. (22. 9. 2002)
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
Sony KE-42MR1: Ein Plasma-Fermseher mit transparentem Rand rund ums NEC-Panel da staunen die Kollegen. Lieferbar fur rund 12.000 Euro ab Ende des Jahres. |
|
nach oben
DLP-Projektoren: Die Hoch-Kontraster kommen. Lange wurde gerätselt, was es mit den DLP-Chips auf sich habe, die zwölf Grad Kippwinkel statt zehn Grad aufweisen. Die Dinge sind widersprüchlich: Es gibt Projektoren mit den neuen Chips, die haben 1.000:1 Kontrast wie bei den Zehn-Grad-Minispiegeln. Und dann gibt es Geräte wie den neuen NEC HT-1000, der mit 2.500:1 angegeben wird. Wie das kommt, versuche ich in meinem Kontrast-Spezial zu erklären. Bitte hier klicken. (21. 9. 2002)
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
NEC HT-1000: Der 4:3-Projektor wird mit 2.500:1 spezifiziert. Für die Verdoppelung des Kontrasts sorgt eine neuartige Blende in Verbindung mit den Zwölf-Grad-DLPs. |
|
nach oben
Zurück zu 4:3 mit dem Sharp XV-Z90. Sharp war die erste Firma, die einen 16:9-DLP-Projektor auf den Markt brachte. Nun geht es zurück zum 4:3-Normalformat, auch bei Heimkino: Der XV-Z90 hat SVGA-Auflösung mit 800 mal 600 Pixel, noch nicht einmal den Dual-Mode mit 848 mal 480, wie beim Piano von Plus und anderen. Grund für die Bescheidenheit ist die neue Politik des DLP-Herstellers Texas Instruments, wo man bei den neueren Zwölfgrad-Chips die seitlichen Pixel weggelassen hat. Trotzdem soll der XV-Z90 ein sauberer Heimkino-Bildwerfer sein, sagt Sharp. Dafür qualifiziert er sich unter anderem mit einem Dreisegmente-Farbrad, das saubere Farben garantiert, sowie dem Kontrast von 1.200:1. Auch das Geräuschniveau von nur 29 dB soll die Wohnzimmer-Tauglichkeit demonstrieren, die Lichtleistung wird mit 600 Ansi-Lumen beziffert. Besonderheit des Modells XV-Z90S ist eine drahtlose Übertragung von Videosignalen zum Projektor, die Sharp schon bei tragbaren LCD-Schirmen anwendet. Es handelt sich um eine Digitalverbindung im 2.4-GHz-Band, die auf dem Funkstandard IEEE 802.11b aufbaut, aber nicht das Wireless-LAN-Protokoll verwendet, sondern, so hört man, das Firewire-Verfahren (früher als IEEE 1394 bekannt). Damit sollen Aussetzer oder Ruckler weitgehend ausgeschaltet werden.
Bei einem Cinemascope-Film wird die beleuchtete Fläche schon recht klein oder dunkel, fürchte ich. (28. 8. 2002)
|
|
|
|
 |
|
|
Sharp XV-Z90S: Drahtlos mit der Basisstation (links) verbunden, in Japan demnächst für rund 450.000 Yen im Handel. Der XV-Z90 ohne Funk kostet nur 350.000 Yen. Europapremiere zur Photokina. |
nach oben
Kleine Verspätung: Fast mit eigenem TV-Server. Es ist schon länger her, da habe ich einen kleinen, feinen Verriss über die Firma Fast TV-Server geschrieben, genau gesagt am 15. 11. 1999 (siehe Meldung von damals). Wie aufmerksame Beobachter dieser kleinen Seiten bemerkt haben werden, habe ich meine Meinung über diese Firma leicht revidiert und im Gegenzug behaupten die Münchner auch nicht mehr, den Festplatten-Videorecorder erfunden zu haben. Sie machen statt dessen ihren elektronischen TV-Programmservice namens tvtv.de, der bei Schneider für den Prime-Timer genutzt wurde und aktuell bei Quelle für einen Harddisc-Fernseher (siehe Meldung vom 25. 6.). Jetzt geht es zurück zu den Anfängen: Das Modell des TV-Servers, das damals präsentiert wurde, kommt nun doch auf den Markt, äußerlich kaum verändert. Zwischenzeitlich war das Gerät mal mit dem Revox-Logo aufgetaucht, doch die Firma beschloss wenige Zeit später, sich ganz auf den Audio-Sektor zu konzentrieren. Nach der Pleite von Schneider gab es aber im Markt keinen Anbieter für einen Stand-alone-Festplattenrecorder mehr (zumindest was Geräte für analogen TV-Empfang angeht). Und diese Lücke möchten die Fast-Manager nicht allzu lange offen lassen.
Daher jetzt die Modelle TVS100 und TVS200, benannt nach der maximalen Aufzeichnungsdauer. Darin werkeln Festplatten von 80 beziehungsweise 160 GB. Zusammen mit der nötigen MPEG-Encodierung sorgt das für immer noch ordentliche Preise: Rund 1.000 Euro für das kleinere Modell, 1.500 Euro für den Größeren. Pluspunkte des 200ers sind die Standfüße für vertikale Positionierung und der tvtv-plus-Service, mit dem sich das Gerät über Internet programmieren lässt; die benötigten Signale werden in der Austastlücke, zusammen mit den Programminfos übermittelt das ist tatsächlich eine Weltneuheit.
Wir sind doch alle lernfähig. (26. 8. 2002)
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
Fast TVS200: Nur das größere Modell lässt sich serienmäßig senkrecht aufstellen. Der Monitor an der Front ist kein LCD für Video-Preview mehr, sondern eine LED-Statusanzeige. Preis des TVS200 rund 1.500 Euro, lieferbar ab Herbst dieses Jahres. |
|
nach oben
Die Zukunft ist sicher: Toshiba MT-8. Die richtigen Anschlüsse allein sind keine Garantie für ein gutes Bild. Aber eine wichtige Voraussetzung. Insofern erfreut es zu hören, was der kommende DLP-Projektor von Toshiba, der MT-8, an Signalen entgegen nehmen wird. In der Summe macht es den Bildwerfer zukunftssicher wie kein anderes Gerät auf dem Markt. Als erster Projektor für Kino zu Hause wird der MT-8 einen DVI-Eingang mit HDCP-Unterstützung haben, also dem Kopierschutzprotokoll für DVD-Player entsprechen. Andere Projektoren mit DVI-Input lassen sich nur an PCs mit entsprechender Grafikkarte anschließen, nicht aber an kommende DVD-Player mit Digitalausgang. Der wird, so weiß man seit dem 11. 5. dieses Jahres, dem High-Definition-Multimedia-Interface-Standard (siehe HDMI-Spezial) folgen der wiederum mit DVI per Adapter kompatibel ist, sofern DVI den Kopierschutz-Chip integriert hat. Damit ist schon mal sicher gestellt, dass sich an den MT-8 künftige DVD-Player mit Digitalausgang anschließen lassen, dito kommende Set-top-Boxen oder AV-Receiver mit integrierter Videoverarbeitung. Damit wäre zumindest die Standard-Auflösung digital versorgt.
Was High Definition angeht, legt der MT-8 noch einiges oben drauf. Nicht nur die mittlerweile fast normal gewordenen Standards 720p und 1080i, er verdaut auch 1080p. Das heißt ein Videosignal mit doppelter Zeilenmenge von HDTV. Und dieses nimmt er auch mit 24 Bilder pro Sekunde entgegen, also exakt in der Norm, die heute für digitale Kinoproduktion als Standard angesehen wird dort heißt sie meistens 24p (1.920 mal 1.080 Pixel bei 24 Hertz). Damit kann also erstmalig ein Projektor fürs Kino zu Hause genau die Norm wiedergeben, mit der Filme digital aufgenommen werden. Daneben ist 1080p auch bei 60 Hertz in Ordnung, eine Norm, die noch nirgends verwendet wird. Was 1080i angeht, also die HD-Halbbilder, spezifiziert Toshiba den MT-8 auch mit 50 Hertz das ist insofern für Europa besonders wichtig, als 60-Hertz-Aufnahmen hier nur eingeschränkt möglich sind: Die meisten Kunstlicht-Lampen würden zu bösem Flackern führen. Zu verdanken ist die 50-Hz-Fähigkeit vor allem den Australiern, denn auch Down-under wird mit PAL in dieser Frequenz gearbeitet, weshalb bei HDTV 24, 25, 50 und 60 Bilder pro Sekunde erlaubt sind. Daneben verträgt er natürlich 1035i, also die japanische HDTV-Variante. So gesehen kann sich der Käufer eines MT-8 wirklich auf der sicheren Seite fühlen: Egal, was kommt, man wird es damit sehen können. Und zwar ohne Kompromisse wie Basisband-Video oder ähnliches.
Weitere Qualitäten des Projektors, über die 1.000 Lumen und DLP hinaus, die man bei Toshiba Deutschland weiß: 1.280 mal 720 Pixel vom HD2-Chip mit zwölf Grad Kippwinkel, fünffache Farbrad-Geschwindigkeit, 250 Watt UHP-Lampe mit 1.500 Stunden, Kontrastwert von 1.000:1; Standard Farbtemperatur 6.500 Grad dank Lampen-Flackersynchronisation wie bei Barco (siehe Meldung vom 15. 4. 2002). Vorgestellt werden soll das Gerät auf der Photokina Ende September, Verkaufspreis rund 9.000 Euro, wenn man der französischen Quelle homecinema-fr glauben will. Worüber noch zu reden sein wird, sind die Vorteile des HD2 und anderer Zwölfgrad-DLPs: Gerade kündigt NEC einen Kontrast von 2.300:1 an. Da sieht Toshiba schon wieder alt aus.
Finden Sie, dass ich zu viel über Anschlüsse schreibe? (23. 8. 2002)
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
Toshiba MT-8: Zukunftssicherer DLP-Projektor, gebaut wieder in Zusammenarbeit mit InFocus; Faroudja- und Zeiss-Technologie sind mit an Bord. |
|
nach oben
Noch'n Digitalanschluss: Pioneer fährt Seriellen Bus. Grade erst
habe ich über die neue Vielfalt der Digitalanschlüsse geschrieben, und schon ist die Meldung (vom 5. 8.) nicht mehr up-to-date: Pioneer will den Vorreiter nicht nur bei Firewire spielen, sondern auch bei USB. Der Universelle Serielle Bus ist heute das Standard-Transportmittel für Daten vom PC zu Peripheriegeräten und zurück. Hier springt nun Pioneer auf und bringt mit dem VSX-D2011 den ersten AV-Receiver, der die nahtlose Integration eines PC ins Heimkino auf diesem Weg möglich macht. Der Receiver meldet sich dann über USB als Soundkarte im Rechner, so dass alle Tonformate direkt ins Gerät gelangen. Gedacht ist der Anschluss vor allem für die Klientel, die auf ihren Festplatten ständig wachsende Schätze im MP3-Format hortet und sie endlich mal über eine vernünftige Anlage hören möchte. Damit es gut klingt, baut Pioneer in den D2011 eine Art Audio Scaler ein, der bei der Kompression verloren gegangene Bestandteile so gut als möglich zurück rechnet; er ist entstanden aus der HiBit-Technik für CD-Wiedergabe. Was über USB definitiv nicht möglich ist, sind Wiedergabe von SA-CD und DVD-Audio dafür fehlt es sowohl an Bandbreite als auch am Kopierschutz. Alles andere, inclusive DVD-Video-Ton, könnte zu hören sein. Ob sich Speicherkarten über einen simplen Card-Reader andocken lassen, ist außerhalb der Pioneer-Laboratorien noch unbekannt.
Weitere Details zum VSX-D2011: Er hat die automatische Kalibrierung im MCACC-System wie zuvor nur der VSA-AX10, decodiert praktisch alles von DTS ES und 96/24 bis ProLogic2, leistet siebenmal 100 Watt, ist THX-selectiert und wird ab Ende Oktober für rund 1.500 Mark in den Läden stehen. Nur AAC, in der Japanvariante für HDTV vorhanden, ist software-seitig gesperrt. Das spart Lizenzgebühren.
Nur zur Beruhigung: DVD-Player mit USB-Ausgang plant zurzeit niemand oder? (20. 8. 2002)
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
Pioneer VSX-D2011: Ich bin eine Soundkarte (ab Ende Oktober für rund 1.500 Euro im Handel). |
|
nach oben
Sony VPL-HS10: breit, hochauflösend, günstig. Bei den Breitbild-Projektoren ist Sony seit dem VPL-W400 vor fünf Jahren der Trendsetter. Was den Europäern erst Mitte September präsentiert werden soll, hatte nun schon in Japan Premiere: der VPL-HS10. Dank neuer LCD-Panels von nur noch 0,87 Zoll Größe (2,2 cm) passt das Wide-Format nun auch in Gehäuse von der Größe des VPL-HS1; die Panel der VW10/VW12-Serie sind 1,35 Zoll groß. Die Auflösung bleibt aber hoch: 1.388 mal 788 Pixel zählt man, also an den Rändern ein wenig mehr als bei den bisherigen Flüssigkristall-Elementen von Sony, die 1.365 mal 786 aufweisen. Bei dieser Pixelgröße passt kein Mikrolinsen-Raster drauf, so dass hier der Kontrastwert des VPL-VW12 nicht erreichbar ist (siehe Sony-Spezial vom 18. 7.). Aber ein Kontrast von 700:1 bei einer Lichtmenge von 1.000 Ansi siedelt den HS10 etwa beim Epson TW100 an (siehe Meldung vom 20. 1. 2002). Den dürfte er aber im Preis unterbieten. In Japan sind 350.00 Yen angepeilt, was in Europa rund 4.000 Euro ausmachen sollte. Dem großen VPL-VW12 hat er sogar den DVI-Eingang voraus, als erster Sony-Projektor.
Muss ich extra erwähnen, dass der HS10 für 720p und 1.080i geeignet ist? (7. 8. 2002)
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
Sony VPL-HS10: Der LCD-Projektor hat erstmals kleinere 16:9-Panel, die ins kompakte HS-Gehäuse passen. Deckenmontage ist nun möglich. |
|
nach oben
Firewire kommt doch und HDMI, D1/D2, Digilink ... Die Skeptiker hatten Unrecht, es wird doch in Kürze Firewire als Digitalausgang an DVD-Playern geben. Dieser Standard, auch bekannt als i-Link oder früher als IEEE-1394, wurde als "nicht für DVD-Player geeignet" bezeichnet (siehe Meldung vom 11. 5. 2002). Die Skeptiker haben trotzdem Recht, denn der Firewire-Ausgang wird ausschließlich für Ton nutzbar sein. Ein Bildsignal dürfte nur bei nicht kopiergeschützten Discs über diese Buchse zu haben sein, was wenig Sinn ergibt. Daher bleibt HDMI (siehe mein Spezial zum Thema) der einzig vernünftige Bild-Digitalausgang für DVD. Das bedeutet, dass etliche Player in Zukunft zwei Digitalschnittstellen haben werden, nämlich eine für Bild und eine andere für den Ton.
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
Firewire-Stecker: Die Digitalverbindung ist bisher nur an DVD-Recordern zu finden, denen man darüber das Material von Camcordern zuspielen kann. |
|
Erster Player mit Firewire-Ausgang (Eingänge gibt es bekanntlich an fast allen DVD-Recordern, aber nur für das Material von DV-Camcordern) wird voraussichtlich ein Pioneer-Modell sein. Es handelt sich um den Nachfolger des DV-747A, Modellbezeichnung in den USA wahrscheinlich DV-47Ai oder 57Ai. Bei uns wird man wohl bei der bewährten Dreiziffern-Typisierung bleiben, auf jeden Fall wird aber das "Ai" auch an den Euro-Versionen auftauchen. Jetzt hängt es nur noch vom DVD-Forum ab, wann dort die Spezifikationen für Firewire an DVD-Playern in Version 1.0 abgesegnet werden. 0.9 existiert bereits (Download hier) für DVD-Video genau wie für DVD-Audio. Bei Super-Audio-CD soll dem Vernehmen nach die Verwendung von Firewire bereits genehmigt sein. HDMI wird für DVD funktionieren, nicht aber für SA-CD. Weil aber natürlich der Ausgang allein nichts nutzt, braucht man Geräte, die das Signal annehmen und weiterverarbeiten. Ebenfalls in diesem Herbst dürfte Pioneer die ersten AV-Receiver oder AV-Verstärker mit dem kleinen i und dem i-Link vorstellen.
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
Pioneer DV-747A: Der Nachfolger wird einer der ersten DVD-Player mit Firewire-Ausgang sein. Nur mit dieser Buchse funktionieren SA-CD und DVD-Audio digital |
|
Erfreulich an dieser Entwicklung ist, dass es sich hierbei erstmals nicht um eine Insellösung handelt, die nur Geräte eines Herstellers miteinander verbindet. Das haben bisher Denon, Meridian und Sharp beim Thema Digital Audio vorexerziert. Die Firewire-Schnittstelle wird es auf jeden Fall auch bei Sony und Onkyo geben, wahrscheinlich auch bei Kenwood und eventuell bei Marantz. Harman mit seinen Marken (Harman/Kardon, Proceed, Madrigal, Lexicon) könnte bald dazu kommen, denn schließlich geht die Anbindung der HiFi-Branche auf die Initiative Digital Harmony zurück, die von Harman zusammen mit Scensory Science und Boston Acoustics unterstützt wurde. Digital Harmony trat 1999 geschlossen dem 1394-Konsortium bei auch Loewe wurde übrigens auf diese Art Mitglied (Sensory Science, früher GoVideo und heute Teil von SonicBlue, Ex-S3, war zeitweilig Loewe-Importeur). Genug der Komplikationen.
Denn es kommt auch D1/D2 beziehungsweise D4 als weiterer Standard. Der Toshiba SD-9500 mit D2-Ausgang bringt diese Schnittstelle an DVD-Playern nach Europa. Es handelt sich dabei um eine Art HDTV-tauglicher Scart-Buchse, die bisher fast ausschließlich in Japan zu finden war. Einzig einige Projektoren oder Plasma-Schirme, die weltweit gleich bestückt werden, so etwa der Yamaha DPX-1, zierte bisher dieser Eingang. Gut denkbar, dass es noch mehr Geräte mit dieser Buchse geben wird. Dabei ist der D-Anschluss gar nicht digital, sondern analog. In D1-Version ist er nur für Basisband-Video mit 15 kHz geeignet (interlaced), als D2 für Progressive Scan (32 kHz), als D3 für HDTV und als D4 für Progressive HDTV (64 kHz). Ob die Buchse freilich bei PAL-Discs überhaupt etwas herausgibt, ist noch unbekannt.
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
D1/D2-Buchse: Der Anschluss ist bisher nur in Japan üblich, wo er als Standard für analoge Videosignale bis hinauf zu 1.080p definiert ist (Bild: Rückseite vom Panasonic DMR-HS2). |
|
Zurück zum Digitalen: Da wäre noch das so genannte Fiber Protocol, mit dem Barco bei den Geräten der Cineversum-Serie arbeitet (siehe Meldung vom 15. 4. 2002). Digilink nennt die belgische Firma den Anschluss, der trotz Glasfaser-Protokoll mit Kupferkabeln arbeitet. Zu dieser Verbindungsart neigen wohl inzwischen auch einige andere, kleinere Hersteller nicht zuletzt deswegen, weil anders als bei Firewire oder HDMI so gut wie keine Lizenzkosten anfallen. Der Digilink wäre dann die Ergänzung zu Firewire-Audio an einem AV-Receiver, die Digitalverbindung zum Bildschirm. Marantz, SIM2 und einige andere tendierten in dieser Richtung, hört man. Die Kabel sind billig und lang: Bis zu 50 Meter in Kupfer und 500 in Glasfaser sollen möglich sein.
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
Digilink-Stecker: Barco propagiert diese Norm als preisgünstige Alternative für digitale Videoübertragung. Ein Kopierschutz ist damit nicht vorgesehen, die Buchse kann also nicht an DVD-Spielern angebracht werden, sondern nur an Videoprozessoren oder AV-Receivern mit integrierter Bildverarbeitung. |
|
Bei so vielen neuen Buchsen: Freuen wir uns, dass DVD-Player wenigstens keinen Antennenausgang mehr haben meistens. (5. 8. 2002)
nach oben
Sony: Riskante Bildschirm-Strategie. Sony ist Marktführer in der AV-Industrie, in der Unterhaltungs-Elektronik weltweit. Erst letztes Jahr hat man diese Position von Matsushita erobert. Aber: Kann man Platz eins halten, wenn man bei TV-Geräten den technologischen Anschluss verliert, wenn man weder Großbild-LCD noch Plasma herstellt? Lesen Sie mehr darüber, über die phantastischen Fortschritte in der Projektionstechnik beim VPL-VW12HT, über die Probleme der OLED-Entwicklung, über FED, Plasmatron und Laser-TV nach Sony-Art in meinem kleinen Spezial über Sonys riskante Bildschirm-Strategie. (18. 7. 2002)
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
Sony VPL-VW12HT: Die LCD-Technik ist noch längst nicht ausgereizt. Sogar ein Kontrast von 1.000:1 soll möglich sein. Und in zwei Jahren 3.000:1 dank GLV. |
|
nach oben
HDTV in Europa: Wer macht den Anfang? Seit wenigen Tagen ist HDTV, das Fernsehen in Kinoqualität, auch in Europa Realität. Wenn auch nur in Form von D-VHS-Kassetten importiert aus den USA, abspielbar nur auf einem Gerät und mit drei englisch-sprachigen Filmen. Aber es ist da, ich habe es gesehen jeder kann es sehen (Stand heute: bei vier Händlern in Deutschland, Österreich und der Schweiz). Wo und wie, das steht in meiner HDTV-Zentrale, die hiermit eröffnet wird. Die Seite enthält Nachrichten, Kontakte und Verweise zum Thema. Damit alle wichtigen Informationen drin stehen, bin ich natürlich auf Hilfe angewiesen. Also schauen Sie rein und anworten Sie mir. (16. 7. 2002)
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
JVC HM-DH30000 und D-VHS-Kassette: HDTV kommt in Form von Konserven nach Europa, nachdem die TV-Sender nach wie vor kein Interesse zu haben scheinen. |
|
|
 |
|
nach oben
Neues im April
DLP+DVD+CCD: Wir basteln uns 100 Gigabyte (25. 4. 2002)
Barco Cine-Versum 80: DLP von der feinen Art (15. 4. 2002)
Drunter und drüber: Flache Panels bunt gemischt (15. 4. 2002)
Der Pixel-Hammer: Wer braucht 1.920 mal 1.080? (15. 4. 2002)
Neues im März
Ton-Fenster: Panasonic lässt Bildschirme klingen (29. 3. 2002)
Zeilenspiele: JVC bringt 1.500 Zeilen auf die Röhre (28. 3. 2002)
Zehn Fragen zu DivX 5 (und natürlich die Antworten ...) (8. 3. 2002)
Wechsel-Festplatten: Willkommen in der Tera-Byte-Ära (8. 3. 2002)
HDTV auf DVD: lieber rot als blau (6. 3. 2002)
Neues im Februar
Wieder vereint: gemeinsamer DVD-Standard für blauen Laser (19. 2. 2002)
Schnell reagiert: Panasonic macht DMR noch billiger (15. 2. 2002)
Versprechen gehalten: Pioneer halbiert DVR-Preis (14. 2. 2002)
Bei Philips sind 75 Hertz mehr als 100 (5. 2. 2002)
Neues im Januar
Sony vernetzt: MP3, Net-MD, Memory Stick (30. 1. 2002)
16:9 im Duett: Epson und Yamaha projizieren (20. 1. 2002)
DVD-Recorder: Knackt Philips die 1.000 Euro? (CES, 10. 1. 2002)
Der Laserprojektor: Wird's bald oder nicht? (9. 1. 2002)
Neues im Dezember
Sony contra Microsoft: Der große Krach (31. 12. 2001)
Acht Kanäle aus einem Lautsprecher: Der Tonwerfer kommt (5. 12. 2001)
Neues im November
Neu im Archiv: Cinemaxx-Kinos ohne THX (27. 11. 2001)
Winzig und hoch auflösend: LCoS-Chip von Hitachi (25. 11. 2001)
Kein Limit: Samsung vergrößert LCDs auf 1,30 Meter (20. 11. 2001)
Neues im Oktober
576 progressive DLP: Der Matterhorn kommt (29. 10. 2001)
THX Ultra2 und die Folgen: 6.1-Ton bald billiger (7. 10. 2001)
50-GB-DVD und mehr: Panasonic ist wieder da (4. 10. 2001)
Neues im September
DVD-R plus HDD: Panasonic macht's vor (26. 9. 2001)
Post-IFA: 16:9-DLPs von vorn und hinten (26. 9. 2001)
Burmester baut rein digitalen DVD-Player (25. 9. 2001)
Nachrichten-Archiv: Meldungen von 2001 (Januar bis Dezember 2001)
Nachrichten-Archiv 2000: Meldungen von 2000 (Januar bis Dezember 2000)
Nachrichten-Archiv 1999: Meldungen von 1999 (August bis Dezember 1999)
nach oben
|