Nachrichten-Archiv
Neues im Dezember
Neu im Archiv: DVD+RW, der Player mit dem Record-Knopf (31. 12. 2000)
Das Jahr der Entscheidung: RW-Lager hat die Nase vorn (31. 12. 2000)
Multimedia-Wahn bei Harman/Kardon: Die Einschläge kommen näher (28. 12. 2000)
Einbit-Audio: Endstufen prima, Disc weniger (20. 12. 2000)
Jeder hat seine Festplatte, nur keiner will sie kaufen (5. 12. 2000)
Neues im November
Playstation-Posse: 0 oder 2,2 oder 14 Prozent Zoll (19. 11. 2000)
DLP-Projektor von Yamaha: was wird das? (17. 11. 2000)
DVD-RAM-Recorder mit Festplatte (17. 11. 2000)
Neues von der Progressive-DVD aus China, Taiwan und Japan (16. 11. 2000)
360-Grad-Video von Sony: das Surround-Bild kommt (6. 11. 2000)
Durch die Hintertür: HDTV auch in Deutschland? (8. 11. 2000)
Nachrichten-Archiv: weitere Meldungen von 2000 (Januar bis Oktober 2000)
Nachrichten-Archiv: Meldungen von 1999 (August bis Dezember 1999)
Das Jahr der Entscheidung: RW-Lager hat die Nase vorn. Der Streit um die bespielbare DVD geht in sein entscheidendes Jahr. Und so wie es aussieht, könnte in einem Jahr der Standard RW lauten und nicht RAM. Zur Erklärung: RW sind die Formate, die mehr oder weniger erfolgreich versuchen, sich an den Standard heutiger DVDs anzunähern - recht nahe bei Philips mit DVD+RW, mit Abstrichen auch Pioneer mit DVD-RW. Die Konkurrenz dagegen setzt auf DVD-RAM, ein Format, das es im PC-Bereich schon gibt, das aber die Disc ganz anders beschreibt, nämlich auf zwei Ebenen (Land und Groove) sowie in Sektoren und nicht spiralförmig. Hinter RAM stehen die Giganten Panasonic, Toshiba und Hitachi, alle anderen sind mehr oder weniger bei RW engagiert.
Vorteil RW: Es sind nicht zuletzt auch die Firmen des RAM-Lagers, die ihre Konkurrenz stark machen. Denn mit jedem produzierten DVD-Video-Player wächst der Wunsch, Discs zu brennen, die auf diesen Geräten abspielbar sind. Eigentlich, so hatte es auf der Funkausstellung 1999 gehei0en, wollte das RAM-Trio seine Player auf RAM-Lesefähigkeit umstellen (siehe IFA.Bericht). Doch das ist nicht passiert und auch Anfang 2001 wird sich in dieser Richtung noch nichts tun. Man fragt sich: Können sie nicht, wollen sie nicht mehr oder ist es nur zu teuer (siehe auch Meldungen vom 8. 1. 2000 , vom 20. 3. 2000 und vom 12. 5. 2000)?
Der letzte Stand in Sachen RW-Recording ist viel versprechend: Philips hat ein nahezu serienreifes Exemplar des DVD+RW-Recorders DVDR 1000 fertig und vorgeführt (dazu folgt ein eigener Bericht). Beide RW-Formate unter einen Hut bringen wollen sowohl Sony als auch Thomson, wobei die Franzosen in ihrem Labor in Villingen sogar schon an einer Dual-Layer-Aufzeichnung arbeiten, womit sich das Problem Laufzeit vs. Qualität elegant erledigen ließe. Auch Thomson hat übrigens erkennen lassen, dass man am Projekt "DVR blue" mitarbeiten will (Meldung vom 27. 10. 2000). Dieser DVD-Recorder mit rund 22 GB Speicher pro Seite könnte nach Thomson-Meinung schon 2003 serienreif sein, ähnlich sehen die Pläne bei Sony dafür aus. Sony selbst will den blauen (eigentlich ultravioletten) Laser vor allem für die HDTV-Märkte USA und Japan bringen, in Europa soll es wohl das kombinierte Plusminus-Format sein.
Pioneer will Ende 2001 noch einen drauf setzen und dann bereits mit den preiswerten Playern auf dem Markt sein, die nach heutigen Stand unter 2.000 Mark kosten würden. Pioneer-Präsident Kaneo Ito (siehe IFA-Bericht) bestätigte diese Planung, wie sie bei Bekanntgabe der Kooperation von Sharp und Pioneer bekannt gegeben worden war (Meldung vom 4. 8. 2000), kürzlich bei einer Pressekonferenz in USA. Zwar hat Pioneer Deutschland im Dezember kurzfristig eine Pressekonferenz zur Vorstellung des neuen PC-Laufwerks DVR-103 abgesagt, eines Brenners für DVD-RW, DVD-R und CD-R/RW. Ursache dafür war eine Kopierschutz-Änderung, die im DVD-Forum durchgesetzt wurde. Rechtzeitig zur Cebit soll das Laufwerk aber fertig sein. Noch haben weder Philips noch Pioneer erkennen lassen, dass sie auch das jeweils andere RW-Format einbauen könnten. Doch in dem Augenblick, in dem Sony und Thomson damit auf dem Markt sind, werden sie es tun müssen. Und es kostet sie schließlich nicht mehr als ein paar Lizenzen, die man bequem tauschen kann.
Und das RAM-Camp? Es reagiert eher hilflos auf den Vormarsch der Konkurrenz. Man verweist darauf, immerhin schon rund eine Million RAM-Drives hergestellt zu haben - aber was ist das im Verhältnis zu den über 30 Millionen Laufwerken, die RAM nicht lesen können? Und man droht mit der nächsten Entwicklungsstufe, mit noch blauerem Laser und dann rund 60 GB Speicher pro Seite im Jahr 2006. Aber will das jemand hören? Es ist vielmehr so, dass selbst die bisher treuen Kunden aus der PC-Branche, die Abnehmer jener Million RAM-Brenner, nachdenklich werden. Selbst Apple, Vorreiter in Sachen RAM-Tauglichkeit, soll seine Lieferanten Panasonic und Hitachi angefleht haben, doch Laufwerke zu bauen, die zu heutigen Playern kompatibel sind. Nachdem die das wohl nicht machen werden, steht nun ein Wechsel von Apple zu Pioneers kommendem DVD-RW-Drive bevor. Die Realität snd nun mal die Player von heute und die verkaufen sich wie geschnitten Brot. Für RAM bleibt eine Nische im Sektor Video-Nachbearbeitung und Massenspeicherung von PC-Daten.
Wie schon Gorbatschow sagte: Wer zu spät kommt . . . (31. 12. 2000. Schönes Neues Jahr!)
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Prototyp im Thomson-Labor: In Villingen lässt der französische Konzern an DVD-Recordern mit violettem Laser (DVR blue, Foto) forschen, aber auch Recorder für das kombinierte Plusminus-RW-Format entstehen hier. Erstmalig funktioniert bei Thomson auch eine beschreibbare Dual-Layer-RW-Disc. Bisher hatte nur Panasonic eine Dual-Layer-RAM-Disc präsentiert. |
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Multimedia-Wahn bei Harman/Kardon: Die Einschläge kommen näher. Bisher waren es immer Start-ups oder andere Wohnzimmer-fremde Firmen, die Multimedia-Boxen auf den Markt bringen wollen - sei es die Telekom, Metabox oder Fujitsu-Siemens. Nun steigt auch Harman/Kardon auf dieses Thema ein: mit einer Kiste, die DVDs abspielen kann, eine 30-GB-Festplatte hat sowie Musik (in MP3) und Filme (in Windows Media) aus dem Internet herunterladen soll. Daneben bringt sie natürlich auch E-mail und Webseiten auf den Fernseher. DMC 100 soll das Ding heißen und entsteht in Zusammenarbeit mit ZapMedia, einer Internet-Firma aus Atlanta, die ein eigenes Entertainment-Portal betreibt. Der Download von Filmen soll wohl vor allem über einen Satellitenbetreiber erfolgen. Mehr Details dazu gibt es auf der CES Anfang Januar.
Besonders spannend: Die Box wird es auch in Europa geben. Harman Deutschland bereitet die Markteinführung für die erste Hälfte des Jahres 2001 vor. Angesichts der hier zu Lande wesentlich sparsameren Verbreitung von Hochgeschwindigkeits-Zugängen zum Internet wird man aber vielleicht auf Filme vorläufig verzichten müssen, wenn sie nicht von der DVD kommen. Man wird sehen. Kostenpunkt wahrscheinlich nicht unter 2.500 Mark.
Irgendwann wird mal eine Firma kommen, die ein solches Konzept wirklich vernünftig realisiert. Früher oder später. (28. 12. 2000)
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Harman/Kardon DMC 100: Das Digital Media Center spielt DVDs und MP3, hat eine 30-GB-Festplatte - und kommt demnächst auch nach Deutschland. |
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Einbit-Audio: Endstufen prima, Disc weniger. Neues aus der kleinen Serie: Was die Kundschaft nicht zu schätzen weiß - oder noch nicht. Die Super-Audio-CD soll zwar die CD-Patente von Sony und Philips am Leben erhalten, die Disc selber scheint nicht so recht zu laufen. Interne Zahlen von Sony sagen (so höre ich), dass man derzeit von keiner Super-Disc im Einbit-Format mehr als 1.000 Stück gefertigt hat; die ersten Editionen würden gerade für eine zweite Auflage vorbereitet. Und das sind weltweite Stückzahlen (höre ich). Bei den Playern sieht es wohl nicht sehr viel besser aus: rund 700 Stück pro Monat sollen verkauft werden - weltweit (wird geflüstert). Aber das war wohl vor dem Start des DVP-S9000ES, denn der kann auch DVD.
Einbit-Technologie bei den Endstufen verspricht da sehr viel mehr: Kleinere und leichtere Endstufen, weniger Leistung und Abwärme, präziserer Klang. Den Vorreiter macht hier weiterhin Sharp mit seinen exklusiven Verstärkern (siehe auch Meldung vom 29. 10. 2000; die SA-CD/Einbit-Amp-Kombi kostet übrigens 16.000 Mark). Jetzt kommt ergänzend eine Serie von Kompaktanlagen mit den gleichen Chip-Endstufen, wenn auch weniger Leistung: Die Modelle SD-NX10, SD-CX1 und SD-FX1 bringen die Technologie in bezahlbare Preisregionen - von 1.000 bis 2.500 Mark. Und sie bringen einen neuen Wettlauf: Kann Dein Ghettoblaster auch 100.000 Hertz übertragen?
Auch weitere Firmen scheinen die digitalen Endstufen entdeckt zu haben: Cirrus Logic, bekannt eher für MPEG-Decoder und ähnliches, hat von B&W Patente für PWM-Endstufen (Pulse Width Modulation) gekauft und bietet sie nun für Großserie an. Konkurrenz kommt von Apogee, wo man gleichfalls ein Chipset dieser Art offeriert. Diese Firma ist Insidern auch bekannt als Partner von Onkyo bei der Entwicklung der Integra-Research-Linie. Keine dieser Lösungen kommt im Übertragungsbereich aber auch nur in die Nähe von Sharp; aber klein, leicht, stromsparend und präzise sind sie ebenso.
Sony, aufgemerkt: Stimmen die Zahlen nicht, dann her mit den richtigen! (20. 12. 2000)
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Sharp SD-NX10: Hat Deine Anlage auch 2,8 MHz Abtastrate? Der Preis der Digital-Endstufen hat sich mit einem Schlag um fast 90 Prozent verringert. Minidisc- und CD-Player sind dabei schon mit drin, Super-Audio-CD aber nicht. In Deutschland übrigens nicht vor Herbst 2001. |
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Jeder hat seine Festplatte, nur keiner will sie. Ist die sehr verehrte Kundschaft einfach zu blöde? Gigantische Zahlen haben die Marktforschungsinstitute für die so genannten Personal Video Recorder (PVR) oder Festplatten-Videorecorder vorher gesagt: Jeder sechste Haushalt sollte sie innerhalb der nächsten fünf Jahre anschaffen (siehe auch mein Spezial zu diesem Thema). Vor zwei Jahren auf der CES wurden sie erstmalig von TiVo und Replay gezeigt, seit einem Jahr sind sie auf dem Markt. Doch die Bilanz ist erschütternd: In den USA haben gerade mal rund 75.000 Kunden den Vertrag mit TiVo abgeschlossen, der die regelmäßige Lieferung von Programminformationen vorsieht - damit erst funktioniert der Recorder überhaupt richtig. Die Verkaufszahlen dürften nicht viel größer sein, wenn überhaupt. Replay ist noch schlechter dran: Der Absatz ist so schleppend, dass die Firma nun beschlossen hat, den Gerätevertrieb ganz einzustellen. Der Service wird noch aufrecht erhalten, denn man setzt nun ganz darauf, dass andere Firmen Festplatten in ihre Set-top-Boxen oder Fernseher einbauen. In Deutschland sind die Entwickler in dieser Hinsicht von vorneherein vorsichtiger: Axcent hat sich mit Grundig zusammen getan, Fast lässt seine TV-Server-Technik von Revox vertreiben, mehr Firmen sollen folgen.
Und es wird fleißig weiter gewerkelt: Pioneer hat nun in Japan den Prototyp eines Home Servers vorgestellt, der 25 Tage Programm ohne Pause speichern kann - oder eine Woche in HDTV rund um die Uhr. Das geht freilich nicht mit einer 40-GB-Harddisc allein, sondern vor allem mit einem 300-fach Wechsler, der mit DVD-RWs bestückt ist. Die Festplatte puffert zwischen, die DVDs dienen als Langzeitspeicher. Bei HDTV muss sie sogar erstmal die Daten aufnehmen, weil die Laufwerke nicht nachkommen; denn die DVDs können gerade mal 11 Mbit/s aufzeichnen, während vom Satelliten rund 23 Mbit/s herunter kommen. Da wird nach Sendeschluss noch fleißig von Festplatte auf DVD-RW überspielt. Das Gesamtsystem hat damit exakt 1,4 Tera-Byte. Den 300-fach Wechsler von Pioneer gibt es übrigens schon, nur halt nicht für DVD-RW, sondern für normale DVDs. Andererseits braucht es gar keine DVD, um speichermäßig einiges gegenüber heute draufzulegen: Schon Ende nächsten Jahres sollen erste AV-Festplatten mit 300 GB zur Verfügung stehen - zu Preisen wie aktuell ein 40-GB-Drive.
Ganz so falsch muss die Prognose vom kommenden Massenmarkt trotz alledem nicht sein. Denn, das ist die Erkenntnis des ersten Jahres am Markt, die Käufer wollen es nicht wieder missen. Da muss der Fehler woanders liegen, und zwar wahrscheinlich vor allem im Vertriebskonzept: Beide US-Firmen wollten ihre Kisten vorwiegend übers Internet verkaufen. Doch wahrscheinlich ist es so, dass man die Funktionen mal gesehen und ausprobiert haben muss, um anzubeißen. Denn die Kunden sind nicht doof, nur vorsichtig.
Es lebe der Fachhandel, er lebe hoch. (5. 12. 2000)
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Neues im Oktober
D-ILA-Projektoren von JVC: 4.000 x 3.000 Pixel reichen (2. 10. 2000)
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Allgemeine Schutzverletzung DVD-DVB-Boxen mit Windows (6. 10. 2000)
Sony, Philips und Pioneer wollen den blauen Laser (27. 10. 2000)
Ich zähl' aus, Infineon ist raus (28. 10. 2000)
Nachrichten aus Absurdistan: Sharp koppelt Bitströme (29. 10. 2000)
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Wann wird es ernst? Flachbildschirme überall (25. 8. 2000)
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Neues im Juli
Grundig spart, aber nicht an Ideen (1. 7. 2000)
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Film ohne Film: Seit 20. Juli Realität (22. 7. 2000)
Revolution aus Versehen: Interview mit Larry Hornbeck (22. 7. 2000)
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Die Chinesen kommen ins Heimkino (12. 6. 2000)
Große Schritte, große Bilder: DLP für Imax (13. 6. 2000)
DTS 6.1 discrete bei Denon: Wunder der Digitaltechnik (23. 6. 2000)
DVD-Spezialitäten von Philips: Potz 1000! (23. 6. 2000)
Dolby Laboratories: Vom Erfinder zum Geldeintreiber (27. 6. 2000)
Pioneer-Oberklasse: Progressive nur in NTSC, aber THX EX (27. 6. 2000)
Neues im Mai
Im Archiv: Apple Powerbook kein guter DVD-Spieler (1. 5. 2000)
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2001: Sony-Odyssee im DVD-Weltraum (6. 5. 2000)
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DLP-Cinema kommt nach Deutschland - und mehr von DLP (25. 5. 2000)
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Toshiba: Laptop als Harddisc-Recorder (8. 4. 2000)
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Nachrichten-Archiv 2000: ältere Meldungen aus diesem Jahr (Januar bis Juli 2000)
Nachrichten-Archiv 1999: ältere Meldungen im Überblick (August bis Dezember 1999)