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Ulrich v. Löhneysen, Journalist

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Nachrichten-Archiv 

Neues im Dezember
Sony contra Microsoft: Der große Krach (31. 12. 2001)
Acht Kanäle aus einem Lautsprecher:
Der Tonwerfer kommt (5. 12. 2001)

Neues im November
Neu im Archiv:
Cinemaxx-Kinos ohne THX (27. 11. 2001)
Winzig und hoch auflösend:
LCoS-Chip von Hitachi (25. 11. 2001)

Kein Limit: Samsung vergrößert LCDs auf 1,30 Meter (20. 11. 2001)

Neues im Oktober
576 progressive DLP:
Der Matterhorn kommt (29. 10. 2001)

THX Ultra2 und die Folgen: 6.1-Ton bald billiger (7. 10. 2001)
50-GB-DVD und mehr: Panasonic ist wieder da (4. 10. 2001)

Neues im September
DVD-R plus HDD:
Panasonic macht's vor (26. 9. 2001)
Post-IFA: 16:9-DLPs
von vorn und hinten (26. 9. 2001)
Burmester baut
rein digitalen DVD-Player (25. 9. 2001)

Nachrichten-Archiv: Meldungen von 2001 (Januar bis August 2001)

Nachrichten-Archiv: Meldungen von 2000 (Januar bis Dezember 2000)

Nachrichten-Archiv: Meldungen von 1999 (August bis Dezember 1999)

Sony contra Microsoft: Der große Krach. Das ist eine längere Geschichte geworden, die von Corona handelt, 720p und 24/96 auf dem PC, von Festplattenrecordern und der X-Box, HD auf DVD, von Bill Gates und Kunitake Ando – und von Schuhlöffeln. Aber lesen Sie selbst: hier. (31. 12. 2001).

Acht Kanäle aus einem Lautsprecher: Der Tonwerfer kommt. Surround aus nur zwei Lautsprechern wollen alle möglichen und unmöglichen Fernsehgeräte-Hersteller bieten, ebenso die von DVD-Playern oder anderer Hart-Ware. Der Kenner rümpft dabei die Nase, denn er weiß, dass das nur unter sehr günstigen Umständen funktionieren kann – und die sind im Wohnzimmer selten gegeben. Vollends unglaubwürdig wird die Story nun, wenn ein Hersteller verlautbart, aus nur einem Lautsprecher volle acht Kanäle für Surround-Sound produzieren zu können. Die Firma, die derlei Unglaubliches vorhat, heißt 1Limited und kommt aus Cambridge in England. Zur CES im Januar wollen die Briten erstmals ihren "Digital Sound Projector" der Öffentlichkeit vorstellen (zumindest potenziellen Lizenznehmern). Unglaublich, aber wahr.
Der Sound-Projektor
arbeitet mit einer Technik, die schon in den 30er Jahren patentiert wurde, aber jetzt erst vernünftig realisierbar ist. Man kennt es auch als Audiobeam, Audio Spotlight oder Hypersonic Sound (HSS). Gemeinsam ist ihnen die Technologie, die darauf beruht, Ultraschall-Hochfrequenzen ein normales Tonsignal aufzumodulieren, ähnlich wie bei Radio die Trägerfrequenz das Signal huckepack nimmt. Der Unterschied ist allerdings der, dass die Ultraschallwellen durch die Dämpfung in der Luft gebrochen werden, so dass an diesen Stellen dann der Klang hörbar wird; was man hört, sind also eigentlich die Störungen, doch die lassen sich vorausberechnen. Wie wir schon im Surround-Grundkurs gelernt haben, breiten sich tiefe Frequenzen ziemlich gleichmäßig in alle Richtungen aus, hohe Frequenzen dagegen sind stark gerichtet. Noch stärker ist das logischer Weise bei Ultraschall, der sich wie das Licht eines Projektors oder Scheinwerfers ausrichten lässt. Man hört den Klang also nur, wenn man sich in die Schallkeule hinein bewegt. Entwickelt wird diese Technologie zurzeit unter anderem bei der Firma American Technology Corporation (ATC) unter dem Namen HSS, bei Sennheiser in Deutschland als Audiobeam und am MIT Media Lab von Herrn F. Joseph Pompei, der früher Sennheiser beschuldigte, seine Ideen geklaut zu haben. Aus einer Kooperation des MIT mit der British Telecom scheint nun das Know-how an 1Limited geflossen zu sein.
Das Prinzip: Ultraschall mit 40 kHz (bei manchen auch 80 kHz) trägt Störungen, die sich bei Brechung in der Luft als hörbarer Schall entpuppen.
Das Gerät selbst, das die Engländer in Nevada vorstellen wollen, soll ein Lautsprecher von 60 mal 100 Zentimetern bei rund 15 Zentimetern Tiefe sein. Er besteht aus einer Anordnung von insgesamt 254 Schallwandlern, die im Ultraschallbereich arbeiten. Durch gezielte Kombination der Abstrahlung lassen sich so insgesamt acht Schallkeulen in den Raum richten, und zwar frei programmierbar per Fernbedienung. Die rückwärtigen Kanäle werden zum Beispiel so realisiert, dass man Strahlen gegen die Decke lenkt, die dann von der Rückwand zu den Hörplätzen reflektiert werden. Mit Tonkeulen nach links und rechts kann man überall künstliche Lautsprecher aufstellen, so lange Wände vorhanden sind. Die dürfen sogar aus Glasflächen bestehen oder aus Vorhängen, Material also, das die Beschallung sonst schwierig bis unmöglich macht. Angeschlossen wird ein DVD-Player über Digitaleingang, über einen Ausgang gelangen Signale zum Subwoofer, denn bei 80 Hz ist Schluss nach unten. Bei Sennheiser, das zum Vergleich, redet man von unteren Grenzfrequenzen von 300 Hz. Das Produkt, das 1Limited nicht selbst bauen, sondern nur lizensieren will, soll im High-end-Segment angesiedelt sein – fürs Erste.
Kleines Problem: Ab sofort stören die Menschen im Kino zu Hause nicht nur den Projektor, sondern auch den Ton. (5. 4. 2001)
Sound-Projektor von 1Limited: Vom Panel mit 254 Wandlern (rechts) werden acht Ultraschall-Strahlen in den ganzen Raum abgestrahlt und sorgen so für echten Surround aus einer Box.

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Winzig und hoch auflösend: LCoS-Chip von Hitachi. Die große Hoffnung vieler Projektor-Hersteller buchstabiert sich LCoS – was für Liquid Crystal on Silicon steht, also Flüssigkristall auf Silizium. Das sind winzige Spiegel-LCDs, die auf der einen Seite der Spiegelfläche eine Flüssigkristallschicht tragen und auf der anderen Seite die Steuer-Elektronik. Gegenüber normalen LCDs hat das den Vorteil, dass die Lichtausbeute höher wird, weil das Licht nicht durch Öffnungen im Panel geschleußt werden muss, sondern von praktisch der gesamten Oberfläche reflektiert wird. Gegenüber DLP, den Kippspiegeln von Texas Instruments, sollten LCoS-Chips billiger sein. Und vor allem arbeiten sehr viele Firmen an dieser Technologie. Eine davon ist Hitachi, auch wenn das bisher wenig bekannt war. Man kennt vor allem die Namen von US-Unternehmen, die auf Grund ihrer Börsennotierung jeden Lichtstrahl vermelden müssen. Hitachi stellte auf der Infocomm erstmalig seinen LCoS-Projektor CP-SX5500 vor. Der arbeitet mit drei LCoS-Elementen, entwickelt im eigenen Haus und – wahrscheinlich – in Zusammenarbeit mit UMC in Taiwan gefertigt. Während andere Firmen lange ankündigen, ist dieses Gerät schon in Produktion gegangen, erste Exemplare sind bereits in Deutschland. Was aber viel weniger bekannt wurde: Parallel zum 4:3-Panel mit 1.365 mal 1.024 Pixeln, das der CP-SX5500 verwendet, entstand auch ein 16:9-Panel. Es ist wesentlich kleiner, nämlich nur 0,5 statt 0,9 Zoll in der Diagonale, und zählt 1.365 mal 768 Bildpunkte. Ein vergleichbarer DLP-Chip ist rund 50 Prozent größer, nämlich 0,8 Zoll. Dem Vernehmen nach arbeitet man sowohl bei Hitachi als auch bei einem weiteren Hersteller daran, rund um dieses Panel Rück- oder Frontprojektoren zu stricken. Besonders interessant: Hitachi hat bereits einen Rückprojektor mit DLP-Technik im Programm.
Was LCoS bedeutet, ist inzwischen einigermaßen bekannt. Trotzdem herrscht immer wieder Verwirrung, wer es entwickelt hat oder was dazu gehört (alle beisammen?). Die bisher erfolgreichsten LCoS-Hersteller setzen die Panel für Near-to-eye-Anwendungen ein, vor als allem als Sucher von Camcordern oder Digitalkameras. In Serie für Video- und TV-Anwendungen ist damit unter anderen JVC, wobei sich D-ILA (siehe auch mein Spezial) in einigen Punkten wesentlich von den übrigen LCoS-Panels unterscheidet, zum Beispiel in der Dicke der LC-Schicht: Die ist rund viermal so dick wie bei den meisten anderen. Ein weiterer Hersteller, der sogar den Namen LCoS erfunden hat, ist 3-5 Systems mit seinen Brillian-Panels. Sie werden unter anderem in den Thomson- und Samsung-Rückpros für den US-Markt verwendet (siehe CES-Report). Bereits wieder aufgegeben haben etliche Firmen die LCoS-Entwicklung, von denen die bekanntesten IBM und Pioneer (damals DRI genannt) sind. Die Unterschiede bei den Panels sind gewaltig, es gibt zum Beispiel den On-axis- und den Off-axis-Ansatz: Die einen, die Mehrheit der Firmen, beleuchten das Panel im 90-Grad-Winkel, während der Off-axis-approach zum Beispiel bei Aurora das Licht leicht schräg einfallen lässt. Noch radikaler geht zum Beispiel DisplayTech vor: Hier setzt man auf ferroelektrische Flüssigkristalle, die so schnell schalten, dass sie nur die Stellung Null oder Eins kennen, also Ein oder Aus wie DLP auch. Die Grundlagen-Entwicklung für LCoS soll aber, wird mir geflüstert, aus dem Haus Philips stammen. Dort hat man seinen Rückprojektor mit dem Drehspiegel-Prinzip (siehe Meldung vom 8. 2. 2000) auf Ende 2002 verschoben und die Dreipanel-Entwicklung, gezeigt auf der letzten Cebit, ganz fallen lassen.
Sie wissen ja: Wenn Sie als Insider gelten wollen, dürfen Sie nicht "Ell-Zeh-Oh-Ess" sagen. Unsereins sagt "Elkos". (25. 11. 2001)
Hitachi LCoS-Panels: Der 4:3-Chip des CP-SX5500 (links) im Vergleich mit dem 16:9-Chip, der für Home-Cinema-Anwendungen gedacht ist – jeweils mit und ohne Gehäuse.
Hitachi CP-SX5500: Der erste Projektor mit dem LCoS-Panel der Firma wird rund 17.000 Mark kosten; ab Dezember in Deutschland zu haben.

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Kein Limit: Samsung vergrößert LCDs auf 1,30 Meter. "Fachleute behaupten, dass in fünf Jahren die ersten TV-Geräte mit Bildschirmen, die quadratmetergroß sind, auf dem Markt erscheinen, und dass in zehn Jahren alle TV-Geräte praktisch wie eine Kinoleinwand aussehen werden." So stand's in der Zeitschrift "video", in der ersten Ausgabe im Jahr 1979 (Seite 52). Gemeint haben die Experten damals die LCD-Technik, denn gerade hatte Panasonic in Japan einen ersten Flüssigkristall-Fernseher mit Schwarzweiß-Schirm von 3,6 mal 4,8 Zentimetern vorgestellt. Wie wir heute wissen, hatten die Fachleute nicht Recht. Jahrelang sagten diese oder andere Fachleute dann das Gegenteil: LCD ist nicht geeignet für Großbildschirme. Zu schwierig sei es, ein großes Panel über die komplette Fläche fehlerfrei zu produzieren; kaum möglich, die Aktiv-Transistoren korrekt zu steuern, wenn die Leitungen zu lang werden. Und was der Gründe mehr waren. Entwickelt wurden daher nicht nur Plasma-Schirme als Alternative für Bildschirmgrößen über einen Meter, sondern auch Plasma-gesteuerte LCDs (PALC, Plasmatron) und Field Emission Displays, also Raster aus Mini-Röhren. Alles umsonst, hört man nun bei Samsung, die Experten von 1979 lagen richtig, wenn auch im Zeithorizont leicht daneben. Samsung SDI, die Bildschirm-Abteilung des Konzern, hat kürzlich auf einer Spezialausstellung in Yokohama ihren ersten 40 Zoll großen LCD-Schirm gezeigt. Er zählt 1.280 mal 768 Pixel, was das leicht ungewöhnliche Format von 15:9 (oder richtiger 5:3) ergibt. Dank PVA-Technologie lässt er sich seitlich aus rund 170 Grad gut betrachten, womit er in diesem Punkt gleichauf mit Plasmaschirmen liegt. Mit einer Schaltgeschwindigkeit von zwölf Millisekunden ist er mehr als doppelt so schnell wie die meisten normalen LCDs, so dass es bei TV-Bildern keinerlei Verschmieren geben sollte. Im Kontrast liegt der LCD mit 600:1 etwa hinter den besten Plasma-Werten; dabei muss man aber bedenken, dass diese Werte gemessen werden, ohne dass die elektromagnetische Strahlung abgeschirmt wird – die Schirmung kostet in Europa-Versionen ordentlich Licht und Kontrast (und LCD braucht keine Abschirmung). Der Stromverbrauch des LCD-Schirms soll nur etwa die Hälfte dessen betragen (180 Watt), was ein gleichgroßer Plasma braucht.
Im nächsten Jahr wird es noch größer. Mit der Produktionslinie der fünften Generation kann man Glas-Substrate von 1.100 mm mal 1.250 mm verarbeiten, und dann wird es einen echten 42-Zöller mit 1.365 mal 768 (also 16:9) geben. Von denen schneidet man gleich zwei aus einem Glas, weshalb man auch einen 52-Zoll-Schirm bauen will. Sprich: eine Diagonale von 1,30 Metern. Die Preise der Schirme sind noch nicht festgelegt, sie werden vorläufig bei etwa 170 Dollar pro Zoll liegen, also etwas unter 7.000 Dollar für den 40er LCD. Schon 2003 könnte man die Kosten soweit reduzieren, dass 100 Dollar pro Inch möglich werden, also etwas über 5.000 Dollar für den 52-Zöller. Bei Plasma-Schirmen will Samsung SDI bis dahin übrigens auf dem gleichen Niveau sein.
Prognosen, hört man, sind deswegen so schwierig, weil sie sich mit der Zunkunft befassen; an die Infrarot-Fernbedienung, die das Fernsehen revolutionierte, hat 1979 niemand gedacht. (20. 11. 2001)
Samsung 40-Zoll-LCD: Der Schirm hat 1.280 mal 768 Pixel und ein Format von 5:3. Er ist nur 5,5 cm dick und wiegt zwölf Kilogramm. Noch keine Aussage über Marktstart und Export.

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576 progressive DLP: Der Matterhorn kommt. Was ist das Größte in Europa? Das werden sich ein paar Texaner gefragt haben, als sie mit der Arbeit an einem DLP-Chip für Europa begannen. Antwort: das Matterhorn. Deswegen heißt dieser Baustein bei Texas Instruments nun Matterhorn und er wird die Geräte möglich machen, von denen Home-Theater-Fans auf dieser Seite des Atlantik träumen (zumindest so lange, wie uns HDTV vorenthalten wird): Der Matterhorn wird 1.024 mal 576 Pixel haben, das habe ich nun aus sicheren Quellen erfahren – bisher gab es nur Spekulationen darüber (siehe DLP-Nachlese von der IFA; der Vestel-Rückpro wird aber mit dem 1.280/720-Chip arbeiten). Damit kündigt zum ersten Mal ein Hersteller von Pixelraster-Displays eine Entwicklung speziell für Europa an. Alle anderen Hersteller, sei es JVC mit seinen D-ILAs (siehe Spezial zu diesem Thema), sei es Three-Five-Systems mit den LCoS, kennen nur Bildschirme mit 480 Zeilen oder 720. Der Grund für 576 ist ein doppelter: Einmal vermeidet man Artefakte, wenn die Zeilenzahl exakt so dargestellt wird, wie sie gespeichert war; und zweitens senkt es die Kosten gewaltig, die bei DLP in direkter Beziehung zur Pixelzahl beziehungsweise Fläche stehen. Mal grob gerechnet: Wenn Vestel den 720p-Rückpro für auskömmliche 7.000 Mark bauen will, sollte ein netter 40-Zöller mit 576p vielleicht rund 5.000 Mark kosten. Und ein Frontprojektor weniger als 4.000 Mark. Ist gekauft, das Matterhorn, ab 2003.
Noch eine Überraschung, wenn auch im Maßstab etwas kleiner: Sony baut einen DLP-Mini, den VPD-MX10. Eigentlich sah es nach einer Eiszeit zwischen Sony und Texas Instruments aus, nachdem die Japaner bei der Entscheidung über das Digitalkino nicht zum Zuge gekommen waren (siehe Meldung vom 11. 3. 2000). Das Gerät selbst, heute in Japan vorgestellt, dürfte aber keine große Sensation sein: Rund 1,9 Kilogramm, 1.000 Ansi-Lumen, XGA-Auflösung und Memory-Stick-Slot – also ein typischer Business-Projektor und keineswegs ein Home-Produkt. Preis 498.000 Yen, viel zu teuer. Wichtiger als das Produkt selbst ist die Tatsache, dass nicht einmal Sony an DLP vorbei kommt.
Andere Firmen haben bisher viel angekündigt, tolle Auflösungen und Preise. Bisher waren Fotokopier-Verbesserer Larry Hornbeck und seine Leute bei Texas Instruments immer schneller und besser. (29. 10. 2001)
Sony VPD-MX10: Der erste DLP-Projektor der Marke seit dem VPD-LE100 vom Februar 2000; er wird mit dem nächsten Schwung Neuheiten (CS4, CX4, CX11) auch nach Deutschland kommen.

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THX Ultra2 und die Folgen: 6.1-Ton bald billiger. Ohne allzu viel öffentliche Aufmerksamkeit hat Lucasfilm kürzlich seine THX-Ultra2-Norm vorgestellt, die sich zuerst im Pioneer VSA-AX10 materialisieren wird. Sie fasst erstmalig die bisherigen Systeme mit Dolby Digital EX zusammen, also dem System mit dritten Surround-Kanal, weshalb man es auch als ein 6.1-System bezeichnet. (Der Ordnung halber: Eigentlich ist es ein 5.1-System mit zusätzlicher analoger Codierung für den Center hinten, daher auch 5.1 EX genannt, wiedergegeben aber meistens über vier Lautsprecher hinten, daher auch als 7.1 bekannt - alles klar?) Interessanteste Neuheit bei Ultra2 ist eigentlich der Musik-Modus, denn dieses Thema gab es bei Lucasfilm bisher gar nicht, und THX galt bisher auch als nicht für Musik geeignet. Weil aber THX ursprünglich auf ProLogic basierte, baut auch THX Ultra2 auf ProLogic2 auf, wo wir ja ebenfalls einen Music Mode finden - und den kann man ja nicht einfach weglassen. Noch wichtiger als das ist aber die Konsequenz für Dolby: Dort hat man ja das EX-Verfahren quasi ausgeliehen, nachdem es eigentlich von Lucasfilm für "The Phantom Menace" erfunden worden war (Meldung vom 26. 9. 1999).
Dafür, dass Lucasfilm mit Dolby zusammen arbeitete, musste ein Preis gezahlt werden. Und der hieß Exklusivität: Dolby EX gab und gibt es bis heute nur im Paket mit der THX-Lizenz. Das führt zur Absurdität, dass AV-Receiver angeboten werden, die DTS ES können, wofür es kaum Software gibt, aber nicht Dolby EX. Noch vor Jahresende wird dieser Zustand beseitigt werden. Dolby wird, hört man aus sicherer Quelle, seinen Lizenznehmer die Technologie in Kürze anbieten. Es war ja auch zu blöde, dass manche Firmen dann für Dolby-Soundtracks noch das Konkurrenzsystem von Smart, Circle Surround, bemühen mussten - oder eigene entwickelten, wie Yamaha. Mit der Ankündigung der Dolby-EX-Lizenzierung ist irgendwann ab dem 20. Oktober zu rechnen; an diesem Termin vor drei Jahren, auf der ShowEast, kündigten Lucasfilm und Dolby erstmalig ihr gemeinsames EX-System an.
Braucht man 6.1 wirklich? Sagen wir mal so: Im Kino gibt es das, und wer Kinosound im Wohnzimmer haben will, braucht die Technik aus dem Kino. (7. 10. 2001)
Yamaha DSP-AZ1: Das neue Flaggschiff der Marke hat wie der Vorgänger bereits "Dolby Digital Matrix 6.1" an Bord, ein von der Firma selbst gestricktes Programm für EX-Filme - das aber nicht Dolby-Vorschriften entspricht. Neu ist dagegen DTS 96/24, ebenso ProLogic2 und AAC, was aber nur für Japan interessant ist. In Japan ab Mitte Dezember für rund 6.000 Mark.

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50-GB-DVD und mehr: Panasonic ist wieder da. Auf´der Ceatec-Messe, die zurzeit in "Makuhari-Messe" (das nennen die Japaner wirklich so) stattfindet, hat sich Panasonic eindrucksvoll zurückgemeldet, nicht nur was die Diskussion um den nächsten Standard der DVD-Aufzeichnung angeht. Die Firma zeigt einen Prototyp, der mit dem im eigenen Haus entwickeltem Laser von blau-violetter Wellenlänge arbeitet, also eine Konkurrenz zum DVR-blue-Projekt von Sony, Pioneer und Philips. Der wurde vor genau einem Jahr an gleicher Stelle erstmals gezeigt (siehe Meldungen vom 27. 10. 2000 und vom 11. 3. 2001). Gegenüber diesem Modell will Panasonic eine mehr als doppelte Kapazität realisieren, nämlich rund 50 GB statt 22,5 wie beim DVR blue; damit lassen sich dann vier Stunden HDTV aufnehmen, nicht nur zwei. Das wird erreicht durch Einsatz der Dual-Layer-Technologie, die bisher bei DVD-Recordern noch nicht machbar war. Nachdem sich auf der Ceatec auch Hitachi in Richtung DVR blue öffnet, bestehen nun Chancen, dass Panasonic mit Hilfe der Dual-Layer-Technik doch noch den Weg zu einem gemeinsamen Standard findet - wichtig ist dafür bekanntlich immer, dass möglichst jede Seite eigene Patente unterbringen kann. Eigentlich will aber auch Thomson diesen Part beim DVR blue beisteuern. Sinnvoll ist die Dual-Layer-Ergänzung auf jeden Fall, denn bei den DVD-Recordern, egal in welchem Standard, ist eine Schicht einfach immer zu wenig für vernünftige Spielzeiten bei guter Bildqualität - hier hat man sie nicht von Anfang an in der Festlegung der -RW, +RW oder RAM-Standards berücksichtigt, was man noch bedauern wird. Der von Panasonic eingesetzte Laser unterscheidet sich in der Wellenlänge kaum von dem der Konkurrenz (410 statt 405 Nm), erreicht dieses Ergebnis aber auf ganz andere Art, nämlich über die so genannte Second Harmonic Generation (SHG), also eine Frequenzverdoppelung über Resonanzen. Mehr darüber in der offiziellen Pressemitteilung.
Das ist aber noch nicht alles, mindestens so wichtig sind neue Produkte bei Panasonic. Da wäre zum Beispiel eine neue DVD-Player-Generation, die nur noch 52 Millimeter hoch ist und generell MP3 unterstützt; passend dazu wird es auch einen AV-Receiver in gleicher Höhe geben, das Modell SA-XR10. Seine Besonderheit sind digitale Endstufen, die bisher in solchen Geräten praktisch nicht zu finden sind, sondern nur im Komplettanlagen, bei denen Elektronik und Boxen direkt aufeinander abgestimmt werden können, etwa in den Sony DAV-Modellen. Weiter dürfte auch der LCD-Projektor TH-AE100 interessant sein, ein 16:9-Gerät, das aber nach bisher vorliegenden Informationen nur auf NTSC optimiert wurde (wahrscheinlich 860 mal 480 Pixel); umwerfend aber der Preis von rund 250.000 Yen, was in Deutschland rund 5.000 Mark wären. Diesen Projektor wird es wohl auch hier zu Lande geben, aber drucken Sie das bitte noch nicht.
Nehmen wir noch den Game-Cube-DVD-Player SL-GC10, der ebenfalls auf der Ceatec erstmals gezeigt wurde, und den DVD-HDD-Recorder DMR-HS1 (siehe Meldung unten), so darf man feststellen, dass Panasonic seine Schwächeperiode nun langsam überwunden haben dürfte.
Sind es Verluste, die kreativ machen? Im zweiten Quartal war Matsushita Electric Industrial, die Konzernmutter, erstmalig überhaupt in die Verlustzone gerutscht. (4. 10. 2001)
Zweimal neu von Panasonic: Der 16:9-Projektor TH-AE100 und der extrem flache Digital-Verstärker SA-XR10, in Japan demnächst zu haben - und bald wohl auch bei uns.

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DVD-R plus HDD: Panasonic macht's vor. Wieder mal hat Panasonic die Nase vorne, was DVD-Recorder angeht. Nach wie vor gilt der Satz von Adri Baan (Philips) von der IFA 1999, dass mittelfristig VHS abgelöst würde durch die Festplatte, was Time Shifting, also zeitversetztes Fernsehen angeht, und durch die DVD, was verkaufte und archivierte Software angeht. Panasonic DMR-HS1 heißt das erste Gerät, das diesen Anspruch verwirklicht. Schon vor einem Jahr gab es ja den Toshiba RD-2000 (siehe Meldung vom 17. 11. 2000), der DVD-RAM-Laufwerk und Harddisc-Drive (HDD) vereinte. Das Gerät kann aber, systembedingt, keine kompatiblen DVDs brennen, nur RAM, die recht teuer sind. Der DMR-HS1 hat, wie der in Deutschland jetzt eingeführte DMR-E20 (siehe Meldung vom 31. 5. 2001), ein Laufwerk, das auch einmal beschreibbare DVD-R-Scheiben akzeptiert – die sind wesentlich billiger als die mehrfach beschreibbaren, egal welches Format. Dank der Festplatte lassen sich Aufnahmen aus dem Fernsehen oder vom Camcorder auch ganz anders editieren, als das auf der RAM-Disc selbst der Fall ist. Und wenn man sie auch der RAM bearbeitet hatte, konnte man sie immer noch nicht überspielen. Panasonic setzt sogar in diesem Gerät sein AV-HDD-Prinzip ein, das heißt, dass man auf der Festplatte auch mit den DV-Daten direkt vom Camcorder arbeiten kann. Bei 40 GB Kapazität kann man sich das leisten.
Die Kombination Festplatte und DVD-Recorder ist zukunftsträchtig und daher Thema meines nächsten Post-IFA-Spezials. Denn daran arbeiten Thomson, Grundig, Toshiba und andere. Mehr dazu demnächst. (26. 9. 2001)
Panasonic DMR-HS1: Das ist die richtige Kombination, kompatibler DVD-Brenner und Festplatte. In Japan ab 1. Dezember im Verkauf zu einem Preis von rund 200.000 Yen, das entspräche in Deutschland rund 4.000 Mark. Dafür haben andere noch keine Festplatte drin.

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Burmester baut rein digitalen DVD-Player. Bei high-endigen CD-Player ist es schon länger üblich, reine Laufwerke zu bauen, die keine andere Funktion haben, als die Daten auszulesen und sie an angeschlossene Geräte zur gefälligen Weiterverarbeitung zu übergeben. CD-Transport nennt man das. Bei DVD war das bislang ausgeschlossen, denn digitale Ausgänge waren nur beschränkt möglich, beim Bild gar nicht. Seit Anfang dieses Jahres weiß man aber, dass es auch digitale Schnittstellen für Bildsignale geben wird (siehe CES-Report). Doch kein Hersteller hat es bisher gewagt, einen DVD-Transport zu bauen, ist der DVI-Eingang doch eher noch die Ausnahme bei Projektoren und Plasma-Displays. Wenn man freilich Dieter Burmester heißt, Boxen für 115.000 Mark verkaufen kann und auch sonst als Deutschlands High-end-Papst gilt, muss man sich mit sowas kein Problem machen. Bei Burmester Audiosysteme in Berlin reift derzeit ein solcher DVD-Spieler heran, der nur digitale Schnittstellen haben wird. Er läuft schon, allerdings mit Windows als Betriebssystem. Das soll aber nicht so bleiben, denn Linux liefert die besseren Ergebnisse. Das Betriebssystem wird freilich nicht von einer Festplatte, sondern per Flash-Speicher geladen. Das Interessanteste am Burmester-Player wird aber das Video-Processing: Es wird keiner der bekannten Skalierer von Silicon Image oder Mediamatics genutzt, sondern eine eigene Lösung, die vor allem von Spezialisten aus dem Heinrich-Hertz-Institut in Berlin gestaltet wird. Dort, ich erwähnte es schon mal, sitzen so ziemlich die besten Experten für digitale Bildverarbeitung in Deutschland. Anspruch ist es, die 720 mal 576/480 Pixel einer DVD exakt und ohne jegliche Artefakte auf die Pixel eines digitalen Displays umzurechnen. Aktuell verwendet Burmester in seinem Hörraum einen kleinen ASK, der vernehmlich vor sich hin surrt, weil er noch auf seine Kapselung wartet. Zur Beruhigung für alle Projektorhersteller: In dieses Geschäft will Burmester nicht einsteigen.
Dieter Burmester hat sein Herz für Home Cinema entdeckt: "Aktive Familienzusammenführung" nennt er es, weil hier alle Familienmitglieder etwas davon haben – anders als bei teurem Hot-spot-Stereo. (25. 9. 2001)
Burmester DVD-Transport: Ein rein digitaler Player mit DVI-Ausgang für das Bild. Da für DVD-Audio und SA-CD noch keine Digitalausgänge freigegeben sind, ist das noch nicht eingebaut – lässt sich aber nachrüsten, wenn es soweit ist. Der Player soll im Laufe des Jahres 2002 zu kaufen sein. Wenn man ihn bezahlen kann.

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Neues im August
IFA live: Thomson kombiniert
(23. 8. 2001)
Philips beendet die VHS-Produktion
(19. 8. 2001)
Pre-IFA: Sony auf eigenen Wegen
(19. 8. 2001)
Pre-IFA: Loewe goes west
(6. 8. 2001)
Pre-IFA: Die große Schau ist eröffnet (5. 8. 2001)
Projektoren: Neue Wege bei Plus, InFocus/Toshiba, Sony (4. 8. 2001)

Neues im Juli
Pre-IFA: Herzblut für Grundig
(21. 7. 2001)
DVD+RW: Samsung dabei, aber Sony? (21. 7. 2001)

Neues im Juni
Pre-IFA: Thomson kann's auch
(28. 6. 2001)
Farb-Recycling: DLP praktisch neu erfunden (24. 6. 2001)
Pre-IFA: Philips setzt alles auf DVD+RW (22. 6. 2001)
DVD mit DVI-Digitalausgang: Wo ist das Problem? (16. 6. 2001)
So kommt er: der DVD-Recorder von Pioneer
(12. 6. 2001)
Motorola im Wohnzimmer: Wir lassen's krachen
(12. 6. 2001)
Rundum-Ton wie im Konzert: AT&T verspricht Wunder (11. 6. 2001)
Der Yamaha-Projektor: stark dank DLP
(6. 6. 2001)

Neues im Mai
DVD-R, die Zweite: Panasonic macht's besser
(31. 5. 2001)
DVD-R, die Erste: Au Vaio, Sony
(31. 5. 2001)
Denon wird unabhängig – und amerikanisch
(22. 5. 2001)
Matsushita und Hitachi: Worüber man spricht
(21. 5. 2001)
DTS legt nach: Jetzt auch mit 96 kHz und 24 Bit
(15. 5. 2001)
Wasserzeichen marsch: DVD-Kopierschutz ab 2003 verschärft
(13. 5. 2001)

HD statt analog: ein Premiere-World-Szenario (13. 5. 2001)

Neues im April
Neue Rückprojektoren: das fröhliche Panel-Tauschen
(30. 4. 2001)
Eine wunderbare Freundschaft: Dolby und AAC
(30. 4. 2001)
In eigener Sache: Mitarbeiter gesucht (16. 4. 2001)

Die Friedenspfeife: Panasonic macht DVD-R (13. 4. 2001)

Neues im März
16:9-Projektoren: Auch Toshiba ist dabei
(21. 3. 2001)

Kurz gefasst: Die Röhre lebt (15. 3. 2001)
DVD-Forum vor dem Ende? Keine gemeinsamen Standards in Sicht (11. 3. 2001)
Digitale Schnittstellen: DVI mit bis zu 1.200 Zeilen (10. 3. 2001)
Progressive Scan in PAL: die ganze Wahrheit (10. 3. 2001)

Neues im Februar
Philips rotiert: HDTV-Bilder endlich preiswert?
(8. 2. 2001)

Neues im Januar
Mit eigenen Waffen: Sanyo übertrumpft Sony-Projektor
(30. 1. 2001)
Frage an Pioneer: Was ist eigentlich gemeint mit DVD-R?
(30. 1. 2001)
Neu auf der CES: DVI, D-Theater, 16:9-DLP und mehr (11. 1. 2001)

Neues im Dezember 2000
Neu im Archiv: DVD+RW, der Player mit dem Record-Knopf
(31. 12. 2000)
Das Jahr der Entscheidung: RW-Lager hat die Nase vorn
(31. 12. 2000)
Multimedia-Wahn bei Harman/Kardon: Die Einschläge kommen näher (28. 12. 2000)
Einbit-Audio: Endstufen prima, Disc weniger (20. 12. 2000)
Jeder hat seine Festplatte, nur keiner will sie kaufen (5. 12. 2000)

Nachrichten-Archiv: Meldungen von 2001 (Januar bis Mai 2001)

Nachrichten-Archiv 2000: Meldungen von 2000 (Januar bis Dezember 2000)

Nachrichten-Archiv 1999: Meldungen von 1999 (August bis Dezember 1999) 

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